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Kleiner Einsatz, große Chance - in einem schwierigen Markt gehebelt auf Performance-Differenzen setzen

Stefano Angioni

Stefano Angioni



von Stefano Angioni, Investment-Experte der DZ BANK

Die Krise scheint überwunden …

Von den Tiefstständen im September 2011 haben sich die Aktienbörsen wieder deutlich erholt. In einem auf die Griechenland-Sanierung eingestellten Umfeld stieg der DAX zuletzt auf ein recht stattliches Niveau von über 6.400 Punkten.

Die Weltwirtschaft scheint stabil und sich für 2012 auf einem Niveau von 3,4% Wachstum einzupendeln. Dies sollte insbesondere die auf Exporte ausgerichtete deutsche Wirtschaft beflügeln und Stock-Picking-Investoren anlocken. Denn wegen der sich seit Jahresanfang erholenden Aktienbörsen ist die Volatilität und damit die Nervosität wieder deutlich zurückgegangen und die Mehrzahl der Marktteilnehmer scheint wieder positiv für die Zukunft gestimmt.

… doch die Börse ist keine Einbahnstraße

Die Staatsschuldenthematik kann jederzeit wieder in den Fokus der Märkte rücken. Die südeuropäischen Staaten müssen das Vertrauen der Finanzmärkte zurückgewinnen. Das geht nur durch kräftige Sparanstrengungen, die vom Volk getragen werden müssen. Jegliches Störfeuer, welches das Vertrauen in die sich selbst sanierenden Staaten eintrübt, kann die Aktienbörsen wieder auf Talfahrt bringen.

Aktieninvestoren, die über die beliebte Strategie des Stock-Pickings seit Anfang des Jahres ihr Allheilmittel in einem sich erholenden Aktienmarktumfeld sahen, könnten dann wieder mit Verlusten in ihren Depots dastehen, obwohl die Eingangsstrategie eventuell sogar aufgegangen wäre, weil die Aktien sich besser als der Gesamtmarkt entwickelt haben.
Marktpreisrisiken herausfiltern und auf relative Performance setzen
Ein Weg könnte sein, auf relative Performance zu setzen: Hierbei richtet sich das Interesse der Investoren darauf, das Marktrisiko herauszufiltern und relative Performance-Entwicklungen in den Vordergrund zu stellen. So können auch in einem schwächeren Marktumfeld attraktive Renditen erzielt werden.

Ziel dieser Strategie ist, an der Performance-Differenz eines Basiswertes gegenüber einer Benchmark zu profitieren. Steigt beispielsweise der Basiswert um 4% und die Benchmark im gleichen Zeitraum um 3%, hat der Basiswert eine Outperformance bzw. ein Alpha von 1% generiert.

Umsetzung der Alpha-Strategie mit DZ BANK-Alpha-Turbo-Zertifikaten

Diese Strategie kann seit einiger Zeit auch mit Turbo-Zertifikaten umgesetzt werden. Seit März 2008 emittiert die DZ BANK Alpha-Turbo-Zertifikate auf deutsche Basiswerte versus DAX. Diese zielen nicht mehr auf die tatsächliche Entwicklung eines Basiswertes ab, sondern auf dessen relative Wertentwicklung im Vergleich zur Benchmark (dem DAX). Zeigt der Basiswert eine stärkere Performance als die Benchmark, stellt dies eine Outperformance dar. In diesem Fall kann der Anleger mit einem Alpha Turbo Long an dieser Entwicklung gehebelt partizipieren. Die Funktionsweise ist dabei sehr einfach und transparent.

Am jeweiligen Emissionstag werden die Kurse des Basiswertes und der jeweiligen Benchmark fixiert. Die Emission der Alpha Turbos erfolgt mit einem anfänglichen Verkaufspreis von 1 Euro. Darüber hinaus werden die Produkte in der Regel mit einem Hebel von 10 und einer Stop-Loss-Barriere von 0,10 Euro ausgestattet. Ein Hebel von 10 bewirkt, dass die Performance-Differenz von 1% um das 10-Fache auf 10% gehebelt wird, wodurch das Produkt dann 1,10 Euro wert ist.
Alpha-Turbo-Zertifikate sind sicher kein Allheilmittel für turbulente Märkte. Jedoch sind sie geeignet in Marktphasen, in denen Risiken schwierig einzuschätzen sind, gleichzeitig jedoch aussichtsreiche Aktien ihre Stärken gegenüber dem Gesamtmarkt ausspielen können.
Diese relative, bessere Entwicklung einer jeweiligen Einzelaktie bzw. Branche kann durch Alpha-Turbo-Zertifikate optimal ausgenutzt werden.

23.01.2012 | 00:00

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