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Bayer: Defensiver Wert kann überzeugen


Das ist in dieser Berichtssaison eine sehr erfreuliche Entwicklung, denn die meisten Unternehmen konnten die Markterwartungen zumeist nur beim Ergebnis übertreffen. Bayer (WKN 575200) erwirtschaftete hingegen im zweiten Quartal 2009 einen Umsatz von 8,0 Mrd. Euro. Das lag zwar 5,9% unter dem Vorjahresergebnis von 8,5 Mrd. Euro, aber über den Konsensschätzungen von 7,9 Mrd. Euro. Das EBITDA-Ergebnis vor Abschreibungen, Steuern, Zinsen und Sondereffekten betrug rund 1,8 Mrd. Euro. Der Markt hatte nur rund 1,6 Mrd. Euro erwartet. Auch der EBIT-Gewinn vor Sondereinflüssen lag mit 1,1 Mrd. Euro über den Markterwartungen von 905 Mio. Euro. Das Gleiche schaffte Bayer beim Nettogewinn, der mit 532 Mio. Euro sogar deutlich über den Analystenprognosen von 376 Mio. Euro lag. Zudem bestätigten die Leverkusener ihre bisherige Prognose für das Gesamtjahr 2009. Mit diesen Zahlen konnte Bayer auf ganzer Linie überzeugen.

Defensiver Titel

Die Bayer-Aktie bietet nach der starken Rally des DAX noch einen weiteren großen Vorteil: Als Pharmawert, der auch noch eine hohe Dividendenrendite besitzt (3,5%), ist Bayer ein klassischer defensiver Wert. Derartige Werte (defensive Branche, grundsolide Zahlen, gesundes Geschäftsmodell und hohe Dividendenrendite) werden von Börsianern besonders in unsicheren Zeiten gesucht, wenn der DAX in eine Korrekturphase übergehen sollte und das Geld aus den spekulativen Bankwerten in defensive Werte umgeschichtet wird.

Analysten sehen höhere Kursziele

Zumal die Analysten für 2010 mit einem Gewinnwachstum von 15,5% rechnen. Damit ist die Bayer-Aktie mit einem Kurs-Gewinn- Verhältnis von 13,7 für 2009 und 11,6 für 2010 attraktiv bewertet. So hob die Credit Suisse nach den Zahlen ihr Kursziel auf 48,00 Euro an und bestätigte ihre Kaufempfehlung „Outperform“. Die WestLB stufte die Aktie von „neutral“ auf „kaufen“ hoch und setzte ein Kursziel von 46,00 Euro. Die Deutsche Bank sieht in ihrer neuen Studie das Kursziel sogar bei 53 Euro, da die Quartalszahlen stark ausgefallen seien.

Positive Studienergebnisse

Zudem gab es jüngst noch gute Ergebnisse aus der Forschung. Vor wenigen Wochen hatte Bayer HealthCare, die Pharmasparte der Leverkusener, neue Studienergebnissen zu dem Krebsmittel Nexavar präsentiert – und die fielen erfreulich positiv aus. Das Mittel wird zusammen mit dem US-Biotechkonzern Onyx Pharmaceuticals entwickelt. Eine erste Phase-II-Studie über die Anwendung von Nexavar erreichte bei der Bekämpfung von fortgeschrittenem Brustkrebs in Kombination mit oraler Chemotherapie alle relevanten Endpunkte (Verbesserung der Überlebenszeit ohne Fortschreiten der Erkrankung sowie die Sicherheit und Verträglichkeit des Medikamentes).

Strategie mit Bonuszertifikat

Da die Märkte immer noch sehr volatil sind, bietet sich weiterhin eine Anlagestrategie mit Bonuszertifikaten an. Mit diesem Bonus Zertifikat mit Cap (Deutsche Bank) können Anleger eine Bonusrendite von knapp 30% erzielen, wenn die Bayer-Aktie nicht unter 32,00 Euro fällt.

03.11.2009 | 00:00

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