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Celesio-Capped-Bonus-Zertifikat - lukrative Alternative für vorsichtige Anleger



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An der Börse wird nicht die Vergangenheit, sondern die Zukunft gehandelt. Deshalb verteuerte sich die Celesio-Aktie jüngst leicht, obwohl sich das EBIT des Unternehmens im ersten Quartal 2013 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um rund 11% auf 95,1 Mio. Euro verringert hat. Allerdings dürfte das Ergebnis 2014 deutlich steigen, da Vorstandschef Markus Pinger hart durchgreift, um optimale Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum zu schaffen. Beispielsweise wurden im Zuge einer strategischen Neuausrichtung im zurückliegenden Jahr die Tochtergesellschaften DocMorris, Movianto und Pharmexx sowie wenig aussichtsreiche Aktivitäten in Tschechien und Irland verkauft.

Großhandelsgeschäft soll weiterentwickelt werden

Ein weiterer Eckpfeiler der Unternehmensstrategie ist die regionale Expansion in Wachstumsmärkten wie Brasilien. Dort hat Celesio im Oktober 2011 eine 60-prozentige Beteiligung an dem Großhändler für Spezialmedikamente Oncoprod erworben und im April 2012 die noch ausstehenden 49,9% der Anteile an dem Pharmagroßhändler Panpharma übernommen. Auf der Agenda steht nun der Aufbau eines Apothekennetzwerks in Europa unter dem Markennamen Lloyds. Zudem will Pinger die Großhandelssparte umkrempeln und in das Apothekengeschäft integrieren. Dadurch soll Celesio ein bevorzugter Logistikpartner für Pharmahersteller werden.

Ergebnisbelastungen sind nicht ausgeschlossen

Ed Ridley-Day, Analyst bei Bank of America Merrill Lynch, erwartet bei Celesio aufgrund der guten Umsetzung der Konzernumstrukturierung eine positive Gewinnentwicklung. Deshalb rät er zum Kauf der Aktie des Pharmagroßhändlers. Er geht angesichts der haussierenden Aktienmärkte davon aus, dass der Kurs auf 18,40 Euro steigen wird. Diese Prognose ist nicht aus der Luft gegriffen, zumal der Anteilschein mit einem 2013er-KGV von 12,5 günstig bewertet ist. Allerdings ist eine Seitwärtsbewegung des Kurses ebenfalls ein realistisches Szenario. Denn es gibt auch Risikofaktoren bei Celesio. Unter anderem könnten die Rabattschlacht auf dem Apothekenmarkt in Deutschland sowie Sparmaßnahmen der Regierungen in anderen europäischen Ländern das Ergebnis in den kommenden Quartalen belasten.

Risikoarmes Bonuspapier

Eine interessante Alternative zur Celesio-Aktie ist ein darauf basierendes Capped-Bonus-Zertifikat (WKN: BP8NYM), das im Juli 2014 fällig wird. Mit diesem Finanzprodukt vom französischen Bankkonzern BNP Paribas erzielen Anleger eine Rendite von rund 12,2%, sofern der Kurs des Basiswertes während der Laufzeit nie auf oder unter 12,50 Euro fällt. Da die Celesio-Aktie zuletzt bei 16,15 Euro (Stand: 17.05.2013) notierte, ist der Risikopuffer des Zertifikats ziemlich groß. Deshalb können auch vorsichtige Börsianer zugreifen.

17.05.2013 | 00:00

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