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Die zweite Reihe rückt ins Rampenlicht - General Electric startet durch



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Lange Zeit war der US-Mischkonzern General Electric (WKN 851144) unter der Führung des legendären Managers Jack Welsh einer der absoluten Börsenlieblinge. Aber mit dem Ausbruch der Finanzund Wirtschaftskrise erlebt das Unternehmen, welches aufgrund seiner zahlreichen Standbeine als Gradmesser für die US-Wirtschaft gilt, einen tiefen Fall. Bisher hat sich die Aktie von diesem Fall noch nicht erholt und underperformte den Dow Jones deutlich: Während der Dow Jones in diesem Jahr knapp 12% zulegte, hat die GE-Aktie bisher 2009 gerade einmal gut 4% an Wert gewonnen.

Nachholpotenzial bei GE

Damit besitzt der Wert aber deutliches Nachholpotenzial, was sich bereits in der jüngsten Kursentwicklung zeigt: Während der Dow Jones im letzten Monat nur gut 5% zulegte, gewann GE, die zudem eine Dividendenrendite von 2,4% bieten, gut 22% an Wert.

In der vergangenen Woche brach die Aktie dann noch über einen wichtigen charttechnischen Widerstand aus und war mit einem Plus von über 10% einer der größten Wochengewinner im Dow Jones. Auch fundamental passiert bei dem amerikanischen Riesenkonzern einiges: So nutzt GE die aktuelle Krise, um seine Umweltsparte massiv auszubauen. Das Konzernziel ist es, den zukunftsträchtigen Umweltsektor zu einer der tragenden Geschäftssäulen zu machen.

Engagement im Windsektor ausgebaut

So gab GE letzte Woche bekannt, dass man in das Offshore-Geschäft mit Windturbinen einsteigen will. Dafür hat General Electric die Gunst der günstigen Kaufkurse genutzt und das norwegische Unternehmen ScanWind übernommen, einen Entwickler getriebeloser Windenergieanlagen. Damit baut GE seine Position im Windsektor weiter aus. Das Unternehmen gehört bereits zu den größten Windanlagenherstellern und Produzenten von Windturbinen der Welt, aber man hatte sich bisher auf Onshore-Anlagen (also Windkraftanlagen auf dem Land) konzentriert.

Für 2009 und 2010 rechnen die Analysten mit Umsatz- und Gewinnrückgängen, was angesichts der Situation der Weltwirtschaft und der US-Wirtschaft nicht wirklich überrascht. Aber schon im Jahr 2010 soll die Dynamik des Gewinnrückganges deutlich abflauen. Während die Umsätze 2009 laut den Analystenschätzungen noch um knapp 12% fallen dürften, soll sich der Abschwung 2010 auf nur noch gut 2% verlangsamen. Vor dem Hintergrund der teilweise guten Wirtschaftsdaten setzen Anleger nun darauf, dass sich die Geschäfte von GE sogar noch schneller erholen könnten.

Bonuszertifikat für sicherheitsbewusste Anleger

Allerdings ist die Aktie nach den jüngsten Kursanstiegen überhitzt. Für sicherheitsbewusste Anleger bietet sich deshalb das Capped Bonus Zertifikat der RBS als Alternative zur Direktanlage in der Aktie an. Hier erzielen Anleger eine Bonusrendite von über 6% in gut neun Monaten. Aber dafür notiert die Bonusschwelle, die nicht berührt werden darf, bei sehr tiefen 8,00 US-Dollar. Das ist gegenüber den aktuellen Kursen (16,60 US-Dollar) ein Sicherheitspuffer von über 50%.

22.10.2009 | 00:00

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