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Mobilfunker mit überzeugenden Unternehmenszahlen


Von Jahresbeginn 2014 bis in den Sommer hatte die Drillisch-Aktie einen guten Lauf. Anfang Januar mussten Anleger gut 21 Euro pro Aktie zahlen. Bis Juli stiegen die Kurse auf ein Jahreshoch von knapp unter 32,00 Euro. Danach setzte eine Seitwärtsbewegung, die zu Kursrücksetzern bei gut 23 Euro führte. Bei weiterhin gutem Börsenklima ist ein erneuter Anstieg bis auf die Jahreshochs durchaus möglich.

Fraglich bleibt aber, ob der Aktie ein nachhaltiges Überschreiten dieser Marke gelingt. Anleger können mit einem Discount-Zertifikat auf Drillisch (ISIN: DE000DT5RSN1) bereits bei einer Seitwärtsbewegung der Aktie profitieren.

Drillisch auf Einkaufstour

Der Mobilfunkanbieter aus Maintal denkt über Firmenzukäufe nach. Aus diesem Grund hat das Unternehmen vor wenigen Tagen eigene Aktien bei institutionellen Investoren plaziert und dadurch gut 140 Mio. Euro in die Firmenkasse gespült. Allerdings müssen auch bereits beschlossene Käufe finanziert werden. So erfolgt zum Jahreswechsel die Übernahme von Yourfone von Telefónica Deutschland.

Die ebenfalls vor kurzem bekannt gegebenen Unternehmenszahlen gaben Anlass zur Freude bei den Investoren. In den ersten neun Monaten des Jahres stieg das operative Ergebnis bei Drillisch um ca. 25 Prozent auf 64,6 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr strebt die Unternehmensführung ein operatives Ergebnis von bis zu 85 Mio. Euro an.

Kursziel beim Jahreshoch

Die Investmentbank Equinet hat nach der Aktienplazierung das Kursziel von Drillisch bei 32 Euro belassen. Analyst Adrian Pehl hat den Schritt des Unternehmens bereits erwartet und in seinen Berechnungen berücksichtigt. Noch positiver sieht die Berenberg-Bank die Zukunft der Aktie.

Analyst Usman Ghazi hält das Chance-/Risiko-Verhältnis für sehr überzeugend. Aus seiner Sicht ist das Unternehmen, das keine eigenen Netze betreibt, sondern die Kapazitäten von anderen Konzernen mietet und unter eigenen Labels vertreibt, eine der besten europäischen Aktien aus diesem Segment.

Drillisch mit Rabatt

Bei allen positiven Perspektiven des Unternehmens müssen Anleger bedenken, dass ein Großteil davon teilweise schon in den Kursen eingepreist wurde. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von gut 27 auf Sicht des aktuellen Jahres ist die Aktie kein Schnäppchen mehr. Anleger, die eher von einer Seitwärtsbewegung der TecDAX-Aktie auf Sicht der kommenden Monate ausgehen und auch einen leichten Kursrückgang einkalkulieren, können auf ein Discount-Zertifikat der Deutschen Bank zurückgreifen.

Der Cap des Produktes, dessen Laufzeit am 17. September 2015 endet, liegt bei 25 Euro. Die Aktie kostet gegenwärtig 29,33 Euro, das Zertifikat kann mit einem deutlichen Abschlag zum Aktienkurs, nämlich zu 23,21 Euro, gekauft werden. Notiert die Aktie bei Laufzeitende bei 25 Euro oder darüber, erhalten Investoren den Gegenwert des Caps ausgezahlt. Liegt der Aktienkurs bei Fälligkeit des Zertifikats unter 25 Euro, erhalten Anleger pro Zertifikat eine Drillisch-Aktie ins Depot eingebucht. Erst wenn die Aktie am Laufzeitende unter den Kaufkurs des Zertifikats fällt, entstehen für Anleger Verluste.

Discount-Zertifikat auf Drillisch
ZertifikattypEmittentBasiswertFälligkeitWKN
Discount-ZertifikatDeutsche BankDrillisch AG22.09.15DT5RSN

05.12.2014 | 21:00

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