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Gold: Startschuss für eine Herbstrally?


Seit dem alten Jahreshoch von 1.006 US-Dollar im Februar lief der Goldpreis in diesem Jahr per saldo seitwärts. Im März/April fiel Gold noch einmal unter 900 US-Dollar und im Juni stieg der Goldpreis nochmals auf 990 US-Dollar. Doch beides waren nur Ausschläge um den Mittelwert um 950 US-Dollar, den der Goldpreis im letzten halben Jahr umkreiste. Die Rahmenbedingungen bildeten dabei der langfristige Aufwärtstrend und der seit Februar ausgebildete mittelfristige Abwärtstrend.

Sorgen um nachhaltige Wirtschaftserholung

Genau dieser Trend wurde letzte Woche nachhaltig nach oben durchbrochen. Wirklich bedeutende fundamentale Fakten gab es für den Anstieg nicht. Vielmehr findet sich derzeit eine Reihe von kleineren Faktoren, die für steigende Goldpreise sprechen. So sind über der bullishen Stimmung an den Märkten in den vergangenen Wochen einige Wolken aufgezogen. Es kamen Sorgen auf, dass die wirtschaftliche Erholung doch nicht so nachhaltig ausfallen könnte, wie bisher erhofft wurde. Zudem meldeten sich einige renommierte Ökonomen zu Wort und warnten vor der Gefahr einer zweiten Rezession.

US-Dollar zeigt weitere Schwäche

Gleichzeitig beließen die amerikanische Notenbank Fed und die europäische Zentralbank EZB die Leitzinsen unverändert auf ihren niedrigen Niveaus. Niedrige Zinsen sind positiv für den Goldpreis, da somit die Alternativen zur zinslosen Anlage in Gold unattraktiver sind. Positive Impulse kommen auch von der Devisenseite. Der US-Dollar hat gegenüber dem Euro weiter an Wert verloren. Das Währungspaar steht jetzt unmittelbar an einem entscheidenden Widerstand. Bricht der Euro nachhaltig über 1,45 US-Dollar aus, dürfte es zu Anschlusskäufen kommen und der US-Dollar dürfte weiter fallen. Das wäre positiv für den Goldpreis.

Weiterer Preisanstieg?

Zusammen mit dem charttechnischen Bruch des Abwärtstrends sorgte diese Kombination von Faktoren für den steigenden Goldpreis. Die ersten Käufe zeigten sich bereits mit dem Bruch des Abwärtstrends. Die richtig große Dynamik wird in den Goldpreis jedoch kommen, wenn das gelbe Edelmetall nachhaltig über der Marke von 1.000 US-Dollar schließt und dabei neue Jahreshochs markiert. Dann wird es zu massiven prozyklischen Käufen bei Gold kommen, die den Rohstoff schnell in die Region von 1.200 US-Dollar katapultieren könnten.

Kluge Anleger steigen schon jetzt ein – selbst wenn ein Rücksetzer des Goldpreises auf das Ausbruchsniveau durchaus möglich ist. Denn wie der schnelle Anstieg von 950 US-Dollar auf 990 USDollar gezeigt hat, wird ein Ausbruch über 1.000 US-Dollar eine extrem dynamische Aufwärtsbewegung nach sich ziehen. Für Anleger, die kein zu hohes Risiko eingehen wollen, bietet das Komfort Cap Zertifikat der HypoVereinsbank eine spannende Anlagealternative. Das Zertifikat ist zwar mit einer Gewinnobergrenze ausgestattet, aber dieser Cap liegt über 70% über dem aktuellen Kurs (bei 1.755 US-Dollar im Goldpreis). Gleichzeitig liegt die Sicherheitsschwelle aber extrem tiefe 53% (462 US-Dollar) unterhalb des aktuellen Goldpreises.

23.10.2009 | 00:00

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