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SAP-Capped-Bonus-Zertifikat - Gewinne mit Puffer



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Die Aktionäre der Walldorfer Softwareschmiede wurden in den vergangenen Monaten nicht von Kursgewinnen verwöhnt. Mittlerweile notiert die Aktie unter der 200-Tages-Linie. Ein seitwärts tendierender Kurs ist für die nächsten Monate nicht unwahrscheinlich, so dass Zertifikate-Anleger gegenüber den Aktionären besser positioniert sein könnten.

Durchwachsene Ergebniszahlen

Das Unternehmen produziert Computer-Software für unterschiedliche Geschäftsabläufe von der Personalverwaltung bis hin zur Buchführung. Im vergangenen Jahr stiegen die Unternehmens-Umsätze um über 14 Prozent auf 16,3 Mrd. Euro. Allerdings lag das Betriebsergebnis mit ca. vier Mrd. Euro 17 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die Zahlen zum ersten Quartal 2013 lagen unter der Erwartung der Marktteilnehmer. Der Umsatz legte zwar um sieben Prozent zu und stieg auf 3,6 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahresquartal. Von der Hochleistungsdatenbank Hana hatten sich Experten höhere Verkaufszahlen erwartet. Die Software-Umsätze stiegen nur um drei Prozent auf 660 Mio. Euro. Dieser Bereich ist für SAP besonders wichtig, da durch die Verkäufe auch Folgeumsätze für die Softwarewartung generiert werden. Allerdings konnte der Gewinn vor allem durch Sparmaßnahmen um 17 Prozent auf 520 Mio. Euro gesteigert werden. Der Ausblick auf das Gesamtjahr wurde ebenfalls bestätigt, so dass das traditionell schwache erste Quartal kein schlechtes Omen für das gesamte Jahr sein muss. Für das Jahr 2020 wird ein Umsatzvolumen in Höhe von mehr als 20 Mrd. Euro angestrebt.

Investitionsschub

Besondere Chancen sieht SAP in China. So will man in diesem Land bis 2015 den Umsatz auf eine Mrd. Euro hochschrauben. Zur Erreichung des Ziels ist der Konzern auch bereit, tief in die Tasche zu greifen, sowohl was die Investitionen in China betrifft, aber auch bezüglich der allgemeinen Forschung und Entwicklung. Damit wird ein Beitrag dazu geleistet, das Unternehmen globaler aufzustellen, wie es der Aufsichtsrat-Chef Hasso Plattner gefordert hatte. Immer wieder wird der Konzern auch als möglicher Übernahmekandidat gehandelt. Allerdings führt dabei kein Weg an den Unternehmensgründern vorbei, die entsprechende Aktienpakete halten. Aktuell soll laut Platter nicht nur das Webangebot verbessert und damit kundenfreundlicher werden, auch SAP-Läden in größeren Städten, analog zu den Apple-Stores, sind in Planung. Inwieweit diese Shop-Lösungen von Geschäftskunden angenommen werden, bleibt abzuwarten. Gerardus Vos, Analyst der britischen Barclays-Bank, stuft die Aktie auf „gleichgewichten“ und benennt für SAP vor Bekanntgabe der Zahlen zum zweiten Quartal am 18. Juli ein Kursziel von 55 Euro.

Attraktive Seitwärtsrenditen

Das SAP-Capped-Bonus-Zertifikat der UBS (ISIN: DEDE000UA1RXP5) wird am 26. September 2014 fällig. Die Barriere des Produkts liegt bei 42 Euro, das Bonusniveau und gleichzeitig die Kursobergrenze ist bei 60 Euro festgesetzt. Berührt die SAP-Aktie die Barriere während der Laufzeit des Produkts nie, erfolgt zum Laufzeitende eine Auszahlung von 60 Euro. An weitergehenden Kursgewinnen bei SAP partizipieren die Zertifikateanleger nicht mehr. Zurzeit wird das Papier mit 53,81 Euro gehandelt und damit mit einem Abgeld gegenüber der Aktie (aktuell 56,70 Euro).

13.07.2013 | 00:00

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