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Seitwärtstrend reicht: Ivestment auf Deutsche Telekom

(Bild: Deutsche Telekom)


Die Aktie der Deutschen Telekom zeigt sich gemeinsam mit dem Gesamtmarkt derzeit sehr abwartend. In den zurückliegenden zwölf Monaten demonstrierte der Titel allerdings relative Stärke gegenüber dem DAX.

Historische Betrachtungen sind natürlich kein Indiz für künftige Entwicklungen. Dennoch ist interessant, dass die Deutsche Telekom relative Stärke zeigt, und die hat wohl ihre Gründe. Nach Jahren schwächelnder Umsätze konnten die Bonner 2015 beim Umsatz wieder kräftig zulegen und verdienten pro Aktie wieder deutlich mehr als sie in Form der Dividende an die Anteilseigner ausschütten. Wachstumstreiber Nummer eins im Konzern ist die US-Mobilfunktochter T-Mobile USA. Die einst ungeliebte Tochter wird einem Beitrag auf Börse Online zufolge voraussichtlich auch das Wachstum in den kommenden Jahren tragen. Um dies zu sichern, wurden kürzlich 4,5 Miiliarden Euro über die Platzierung einer Anleihe eingesammelt. "Wir haben jetzt die Mittel, um unsere Spektrumsposition in den USA zu verbessern", sagte Telekom-Chef Tim Höttges am Dienstag auf der CeBit-Messe. Im Frühjahr steht dazu eine milliardenschwere Auktion für neue Funkfrequenzen in den USA an.

Derweil will Höttges die Deutsche Telekom zum führenden Telekommunikationskonzern in Europa machen. Zahlreiche Sparten wurden bereits geschlossen oder verkauft. Mit Paketangeboten wie Magenta 1 für das Festnetz, Mobilfunk und Internet und dem Breitbandnetzausbau sollen die Umsätze bei Unternehmen und Privatkunden nun mittelfristig wieder gesteigert und die Kunden längerfristig gebunden werden. Zudem setzt Höttges auf Industrie 4.0, Internet of Everything, Digitalisierung und das Cloudgeschäft.

Bis 2018 soll der Umsatz mit der Cloud auf rund eine Milliarde Euro steigen. Dies und das US-Geschäft stimmen Höttges zuversichtlich, dass Umsatz und Gewinn auch 2016 deutlich zulegen. Nach Angaben von Thomson Reuters sind die meisten Analysten mittelfristig optimistisch. Ein schwacher Gesamtmarkt oder überzogene Preise für neue Frequenzen in den USA könnten die Aktie wieder unter Druck setzen.

Die Aktie von Deutsche Telekom bildet seit Frühjahr 2015 einen Seitwärtstrend zwischen 14,30 und 17,50 Euro. Aktuell liegt das Papier etwa in der Mitte dieser Range und oberhalb der 50-Wochen-EMA-Durchschnittslinie. Oberhalb von 16 Euro könnten die Bullen wieder die Oberhand gewinnen und die Aktie auf 17,30 Euro treiben. Sackt die Aktie unter 15,50 Euro, droht ein erneuter Test der unteren Begrenzung bei 14,30 Euro.

Die HVB zum Beispiel bietet mit der WKN HU3CC7 ein Bonus Cap Zertifikat an; Briefkurs: 19,27 Euro, Kurs des Basiswerts: 15,71; Barriere: 10,50 Euro; Bonuslevel/Cap: 21,00 Euro. Finaler Bewertungstag: 14. Dezember 2016.

 

 

18.03.2016 | 10:44

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