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Umweltsektor in Asien: Einer der großen Trendmärkte


Hier werden von den Regierungen, vor allem der chinesischen Regierung, in den kommenden Jahren Multi-Mrd. US-Dollar investiert werden – völlig unabhängig davon, wie sich die Weltwirtschaft entwickeln wird. Im Rahmen des großen chinesischen Konjunkturprogramms aus dem Frühjahr, das mit knapp 586 Mrd. US-Dollar nach den USA (850 Mrd. US-Dollar) das zweitgrößte Unterstützungsprogramm der Welt war, sind insgesamt über 220 Mrd. US-Dollar für den Umweltsektor (inklusive regenerativer Energien) vorgesehen.

Solar und Wind

So gab Chinas Regierung schon am 26. März ein gewaltiges Subventionsprogramm für den Solarsektor bekannt, wodurch die Solarstromproduktion in China massiv gefördert werden soll. Aber die Milliardeninvestitionen beschränken sich nicht nur auf die Solarenergie. So will man in Beijing die Strommenge, die aus Windkraft gewonnen wird, bis 2020 verachtfachen. Deshalb hat China auch für den Windsektor bereits ein milliardenschweres Subventionsprogramm auf den Weg gebracht.

Schwerpunkt auf chinesischem Solarsektor

So sehen autarke Trendmärkte aus, die in den kommenden Jahren auf jeden Fall einen Aufschwung erleben werden. Eine interessante Anlagemöglichkeit, um breit gefächert in den asiatischen und vor allem den chinesischen Umweltsektor einzusteigen, bietet das S-BOX Asien Umwelt Performance-Index Zertifikat (WKN DB1UMW) der Deutschen Bank. Als reines Branchenzertifikat fokussiert es sich ausschließlich auf den Trend „Asien/China und Umweltverschmutzung“. Der Basiswert ist der S-BOX Asien-Umwelt Performance-Index, der aktuell dreizehn Werte aus unterschiedlichen Umweltbranchen wie Solar und Windkraft, aber auch Wasseraufbereitung beinhaltet. Den Löwenanteil macht allerdings der Solarsektor mit einer aktuellen Indexgewichtung von 57% aus. Damit profitiert der Anleger also sehr stark von steigenden Kursen der chinesischen Solaraktien. Gleichzeitig sind Anleger aber auch in den nicht weniger aussichtsreichen Sektoren wie Wasser/Abwasserreinigung (mit über 17% Indexgewichtung), Stromversorgung (15%), alternative Brennstoffe (6%) und Wind (5%) investiert. Der Index wird halbjährlich überprüft. Bei Bedarf wird er angepasst und kann auch auf maximal fünfzehn Werte erhöht werden. Die nächste Indexanpassung erfolgt am 19. März 2010. Die Managementgebühr beträgt 1,5% pro Jahr, was für derartige Spezialzertifikate die Norm ist. Die Nettodividenden werden nicht vom Emittenten einbehalten, sondern wieder in den Index reinvestiert und kommen so dem Anleger zugute.

 

21.10.2009 | 00:00

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