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Deutsche Börse steigert Umsatz und Gewinn

Aufwärts: Deutsche Börse AG (Bild: Deutsche Börse AG)


Die Deutsche Börse AG erzielte im zweiten Quartal 2017 Nettoerlöse in Höhe von 623,6 Millionen Euro, ein Anstieg von glatt vier Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Maßgeblich für den Anstieg waren die Zuwächse im Segment Clearstream und beim Handelsvolumen der Eurex-Zinsprodukte. Die Aktie rangiert in einem intakten Aufwärtstrend bei knapp 90 Euro.

Die Zahlen der Deutschen Börse:

- Q2/2017: Nettoerlöse von 623,6 Millionen Euro (+4%), bereinigtes EBITDA von 379,5 Millionen Euro (+7%) und bereinigter Konzern-Periodenüberschuss von 232,8 Millionen Euro (+7%)

- H1/2017: Nettoerlöse von 1.247,0 Millionen Euro (+3%); bereinigtes EBITDA von 759,7 Millionen Euro (+6%) und bereinigter Konzern-Periodenüberschuss von 465,0 Millionen Euro (+6%)

Die positiven Entwicklungen der Geschäftszahlen überkompensierten bei dem im DAX notierten Handelskonzern die negativen Auswirkungen der anhaltend niedrigen Volatilität, die zu geringeren Handelsaktivitäten im Kassamarkt und bei den Index- und Aktienderivaten an der Eurex führte. Die bereinigten operativen Kosten lagen trotz höherer aktienbasierter Vergütung mit 245,4 Millionen Euro auf Vorjahresniveau (Q2/2016: 245,1 Millionen Euro). Die Kosten wurden um 26 Millionen Euro glatt bereinigt, die im Wesentlichen als einmalige Aufwendungen für Fusionen und Restrukturierung sowie Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten anfielen.

Die Abschreibungen und der Wertminderungsaufwand stiegen aufgrund höherer Investitionen in künftiges Wachstum. Der bereinigte, den Anteilseignern der Deutsche Börse AG zuzurechnende Periodenüberschuss – im Folgenden Konzern-Periodenüberschuss genannt – lag damit bei 232,8 Millionen Euro, sieben Prozent über demjenigen des Vorjahres; damals standen 218,5 Millionen Euro zu Buche. Der Konzern-Periodenüberschuss wurde um eine einmalige Steuerrückstellung von ca. 33,0 Millionen Euro bereinigt, die aus dem Vergleich mit der US-Exportkontrollbehörde, Office of Foreign Assets Control (OFAC), aus dem Jahr 2013 resultiert.

Im ersten Halbjahr 2017 erreichte die Deutsche Börse entsprechend ihrer Planung ein strukturelles Wachstum von rund fünf Prozent. Zyklische Rückgänge und negative Konsolidierungseffekte in Höhe von insgesamt zwei Prozent führten insgesamt zu einem Wachstum der Nettoerlöse um drei Prozent auf 1.247 Millionen Euro von 1.211,2 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2016.

Die bereinigten operativen Kosten waren leicht rückläufig. Zusammen mit den Abschreibungen ergab sich ein leichter Anstieg der Gesamtkosten, maßgeblich durch höhere aktienbasierte Vergütung. Der Konzern-Periodenüberschuss erreichte 465 Millionen Euro, was einer Steigerung um sechs Prozent entspricht. Gregor Pottmeyer, Finanzvorstand der Deutsche Börse AG, sagte: „Mit unseren strukturellen Wachstumsinitiativen lagen wir im ersten Halbjahr gut im Plan, konnten zyklische Effekte aber nicht vollständig ausgleichen. Obwohl die Geschäftsentwicklung damit insgesamt leicht unter unseren Erwartungen lag, ist es weiterhin möglich, das untere Ende unserer Ergebnisprognose für das Gesamtjahr zu erreichen. Voraussetzung hierfür ist eine Verbesserung des zyklischen Umfelds im zweiten Halbjahr.“

27.07.2017 | 22:53

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