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Sonntag 26. Mai 2013

Welch ein Skandal!

Es wird Zeit, sich einmal ernste Gedanken zu machen. Wir erleben seit einiger Zeit ein Phänomen, das uns Rätsel aufgeben sollte, etwas, das vielleicht überhaupt nur in einer phänomenalen Zeit wie der unsrigen denkbar und möglich ist: die Schwellensenkung des Skandals. Zwar gibt es das Wort und damit auch den Sachverhalt mindestens seit altgriechischer Zeit: „skandalon“, das Ärgernis, das Anstoß Erregende; zu uns kam es, glaubt man den Sprachforschern, über Frankreich (Ausgerechnet! Ein Skandal!). mehr...
Sonntag 19. Mai 2013

Der Solar-Sozialismus

Wieder eine schlechte Woche für Solaraktien. Die deutsche Solarindustrie wankt von einer Katastrophe in die nächste. Bei SolarWorld steht der Kapitalschnitt an, Milliarden sind vernichtet und der glamouröse Vorstandsvorsitzende Asbeck hofft auf Rettungsgeld aus Katar, damit nicht alles verloren ist. Doch das traurige Schicksal von SolarWorld ist leider typisch. Während Politiker noch vom ökologischen Wachstumsmarkt, dem solaren Job-Wunder und der regenerativen Zukunft sonntagsreden, fährt die Solarindustrie frontal gegen die Wand. Eine Kettenreaktion aus Pleiten ist ausgelöst, fast 40.000 Arbeitsplätze fallen weg, die Krise trägt große Namen wie Solon, Q-Cells, Solar Millenium, Conergy – selbst eine Ikone der deutschen Industrie wie Bosch muss mehr als 1 Mrd. Solarverluste abschreiben. Die deutsche Solarindustrie ist mittlerweile ein Kapitalvernichter erster Güte. mehr...
Sonntag 12. Mai 2013

Preis und Nutzen – ein Tabu

Immer mal wieder kommen vernünftige Ideen auf, deren Zeit aber noch nicht gekommen ist – oder deren Nutzen das sogenannte gesunde Volksempfinden nicht erkennen kann, denn die Grundsätzlichkeiten der Ökonomie werden gern ausgeblendet (passt nicht in den Kram) oder schlichtweg abgelehnt („Ökonomisierung“ ist ein beliebtes Totschlagargument von Gutmenschen jeder Couleur). mehr...
Sonntag 05. Mai 2013

Austerität? Von wegen!

Die Gewerkschaftsdemonstrationen zum 1. Mai hatten von Lissabon bis Athen ein großes Thema: Merkels „Spardiktat“, die eiserne „Austeritätspolitik“, germanisches „Kaputtsparen“. In Europa wird so getan, als unterwerfe man sich deutschem Druck und einer brutalen Sparpolitik. Die Wahrheit zeigt das ganze Gegenteil. Die Schuldenberge wachsen munter weiter. mehr...
Sonntag 28. April 2013

Die Umwertung der Werte

Kein Zweifel, die Sprache ist es in erster Linie, die den Menschen vom gewöhnlicheren Tier unterscheidet: Mit ihr kann er zum Kreuzzug aufrufen oder auch Schuldige für die eigene Dummheit klar benennen. Das fehlt dem Hamster und geht dem Löwen völlig ab. mehr...
Sonntag 21. April 2013

Das Modell Zypern

Der Bundestag hat die Zypernhilfe beschlossen und alle Politiker mühen sich, die Pleite des Inselstaates als Sonderfall kleinzureden. Richtig ist: Zyperns Bankrott wird Europa nicht umhauen. Falsch aber ist der Eindruck, Europas Schuldenkrise sei überwunden. mehr...
Sonntag 14. April 2013

Propheten und Professoren

Man kann es alles wirklich auf die Spitze treiben, natürlich auch den völlig in neue Sphären vordringenden, potenzierten Unsinn. Solch gehobener Nonsens schafft es spielend in die Medien des Mainstreams. mehr...
Sonntag 07. April 2013

Die Energiewende – ein Desaster!
E.ON und RWE – ein Kauf?

Japan kehrt zur Atomenergie zurück. Genau zwei Jahre nach der Katastrophe von Fukushima verkündet die neue Regierung in Tokio, was in Deutschland keiner hören mag: Man braucht Kernkraftwerke. Japan steht mit dieser Entscheidung nicht allein. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA meldet den aktuellen Neubau von weltweit 66 Atomkraftwerken. Vor allem die zielstrebigen Wirtschaftsgroßmächte Indien, China und Russland bauen einen Meiler nach dem anderen – als hätte es Fukushima nie gegeben. mehr...
Sonntag 31. März 2013

Methode Chaos, teueres

Es gab Krisen schon immer, es gab schwere Krisen und sogar in Friedenszeiten auch schon extrem gefährliche diplomatische Verwicklungen. Die heute Lebenden allerdings sehen natürlich weniger auf Ungeschicklichkeiten, Hybris und schiere Dummheit, die schon veritable Weltkriege ausgelöst haben. Man sieht das, was heute geschieht, und vergleicht es nicht mit der Vergangenheit, sondern mit dem, was möglich und wünschenswert wäre. mehr...
Sonntag 24. März 2013

Hilfe! Die Russen kommen nicht!

Das war eigentlich eine tolle Idee von Präsident Anastasiades: Um seine Insel nicht in jene dunklen Zeiten zurückfallen zu lassen, als jeder noch von ehrlicher Arbeit leben musste und sich anstrengen und der Staat seine Erlöse nicht aus dubiosen Quellen speiste, wollte er den Eigenbeitrag Zyperns zur eigenen Rettung nicht von den eigenen Leuten bezahlen lassen. Sondern von den Russen. Warum auch nicht? Der EU-Spielverderber-Troika eine Nase drehen? mehr...
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