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KPS mit robustem Ergebnis

(Foto: KPS)



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Die KPS AG, Europas führende Unternehmensberatung für Digitale Transformation und Prozessoptimierung im Handel, erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/2020 einen Umsatz in Höhe von 166,4 Mio. Euro und lag damit 7,9% unter dem Wert des Vorjahres (180,7 Mio. Euro). Erfreulich entwickelten sich insbesondere die internationalen Transformationsprojekte der KPS. Der internationale Umsatz konnte um 7,7% auf 82,8 Mio. Euro gesteigert werden.
 
Das EBITDA lag bei 22,7 Mio. Euro. Darin enthalten ist ein einmaliger positiver Ergebniseffekt aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 („Leasing“) in Höhe von 5,3 Mio. Euro und somit nur eingeschränkt mit dem EBITDA des Vorjahres (22,6 Mio. Euro) vergleichbar.

Geschäftsmodell und Strategie haben sich bewährt

Geschäftsmodell und Strategie des KPS Konzerns haben ihre Stärken in der Bewältigung der Covid-19 Krise unter Beweis gestellt: sie zielen darauf ab, sofort einsatzbereite Digitalisierungslösungen dem Kunden verstärkt „remote” zu liefern und dadurch die Zahl der erforderlichen Berater*innen vor Ort deutlich zu reduzieren. So konnte die Zusammenarbeit mit dem Kunden und alle Projektabläufe mit der Verschärfung der Covid-19-Pandemie Anfang März 2020 sehr schnell umgestellt werden und die KPS Mitarbeiter*innen aus dem Home-Office arbeiten. Durch die hohe strategische Relevanz der KPS für viele ihrer Kunden wurden begonnene Transformationsprojekte auch unter den Herausforderungen der Covid-19-Pandemie weitergeführt.   

Zugute kam der KPS ebenso, dass das internationale Geschäft in den letzten Jahren stark ausgebaut und die Kundenbasis beträchtlich erweitert werden konnte und dadurch die Qualität der Umsatzstruktur kontinuierlich verbessert wurde. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden nahezu 50% des Umsatzes mit internationalen Projekten erwirtschaftet und 80% des Umsatzes mit mehr als 30 Kunden erzielt.

Striktes Kostenmanagement und flexible Kostenstrukturen kompensieren Umsatzrückgang
Einige Kunden fragten pandemiebedingt nach Projektpausen oder -Verschiebungen von geplanten Projektstarts. Die KPS konnte den dadurch bedingten Umsatzrückgang teilweise durch ein striktes Kostenmanagement und flexible Kostenstrukturen kompensieren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die Kostenbasis um 10,2 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesenkt.

Entsprechend hat KPS ein EBIT in Höhe von 14,1 Mio. Euro (Vorjahr: 18,8 Mio. Euro) erzielt und erwirtschafte einen Jahresüberschuss in Höhe von 8,1 Mio. Euro (Vorjahr: 12,2 Mio. Euro).

Cash-Generierung bleibt auf vergleichsweise solidem Niveau

Im Geschäftsjahr 2019/2020 erzielte KPS einen Free Cashflow (Auszahlungen für Leasingverpflichtungen sind berücksichtigt) von 13,1 Mio. Euro (2018/2019: 20,6 Mio. Euro). Das entspricht einer Cash-Conversion gemessen am Free Cash Flow zum EBITDA (inklusive der Auszahlungen für Leasingverpflichtungen) von soliden 75,8% (2018/2019: 93,5%).

Vorschlag einer Dividende in Höhe von 17 Euro Cents

Auf der Hauptversammlung am 21.05.2021 werden Aufsichtsrat und Vorstand eine Dividende in Höhe von 0,17 Euro je Aktie vorschlagen. Der Dividendenvorschlag berücksichtigt den erwirtschafteten Jahresabschluss sowie die weiterhin bestehenden Unsicherheiten aus dem weiteren Verlauf der Covid-19 Krise.

Einschätzung zum Geschäftsjahr 2020/2021:

Basierend auf der Datenlage und den vorliegenden Informationen im Januar 2021 schätzt der Vorstand, einen Umsatz im Geschäftsjahr 2020/2021 auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2019/2020 erzielen zu können. Zudem geht der Vorstand davon aus, das EBITDA moderat steigern zu können.

Die Projektionen und Einschätzungen sind mit hohen Unsicherheiten behaftet, da es weiterhin sehr schwierig ist, den weiteren Verlauf der Covid-19-Pandemie, den Erfolg der angelaufenen Impfkampagnen und der damit zusammenhängenden Lockdown- und Social Distancing-Maßnahmen abzuschätzen. Entsprechend kann sich das Verhalten von bestehenden und potenziellen Kunden schnell ändern und den Geschäftsverlauf beeinflussen.

Verlängerung des Vorstandsvertrags mit Leonardo Musso

Leonardo Musso ist seit Dezember 2015 Vorstand und seit Dezember 2016 Vorstandsvorsitzender der KPS AG. Er ist eines der vier Gründungsmitglieder und Aktionär der KPS AG (10% der ausstehenden Aktien). Er hat in den letzten Jahren maßgeblich die Unternehmensentwicklung vorangetrieben und das Unternehmen besonders auch im vergangenen Jahr auf Kurs gehalten. Seit der Bestellung von Leonardo Musso hat der KPS-Konzern seinen Umsatz um 60 Prozent gesteigert.

Der Aufsichtsrat hat sich in der Aufsichtsratssitzung vom 21. Januar 2021 auf eine vorzeitige Verlängerung des Vorstandsvertrages mit Leonardo Musso, verständigt und ihn für weitere fünf Jahre zum Vorstandsvorsitzenden der KPS AG – bis zum 31.12.2026 – wiederbestellt. Damit unterstreicht der Aufsichtsrat die besondere Bedeutung von Stabilität und Kontinuität, gerade auch in Zeiten, die von unerwarteten Entwicklungen wie der Covid-19-Pandemie geprägt sind.

Für aktuelle Herausforderungen und die Zukunft sehr gut aufgestellt

Zum Stichtag 30.09.2020 verfügte die KPS-Gruppe über eine starke Bilanz und Finanzausstattung. Die Eigenkapitalquote der KPS lag bei 38,1%. Die Gruppe verfügte zum Stichtag über liquide Mittel in Höhe von 20,1 Mio. Euro sowie weitere nicht gezogene und zugesicherte Kreditlinien. Die finanzielle Nettoverschuldung bleibt mit Euro 12,5 Mio. Euro auf niedrigem Level.

Aufsichtsrat und Vorstand sehen den KPS-Konzern für die aktuellen Herausforderungen und für die zukünftigen Chancen der weiter voranschreitenden Digitalisierung exzellent aufgestellt.

Dazu tragen insbesondere die fortschreitende Internationalisierung der Unternehmensgruppe, die gesteigerte Innovationskraft bei Digitalisierungslösungen, die hohe Relevanz von KPS bei der Transformation von Unternehmen in das digitale Zeitalter, die hervorragenden Qualifikationen der Mitarbeiter*innen sowie die beschriebene solide Finanz- und Ertragskraft des KPS-Konzerns bei.

25.01.2021 | 14:29

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