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UmweltBank AG: Dividende, Kapital und Aufsichtsrat wachsen

Der Vorstand der UmweltBank will durch weiteres Wachstum in den kommenden Jahren für mehr Nachhaltigkeit im Finanzsektor sorgen: Jürgen Koppmann, Goran Bašić und Stefan Weber (v.l.n.r.). (Foto: Umweltbank)


Die Aktionärinnen und Aktionäre der UmweltBank AG stimmten auf der gestrigen Hauptversammlung allen Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit zu. Unter anderem beschlossen sie, eine Dividende in Höhe von 0,33 Euro je Aktie auszuschütten. Dies ist die 10. Dividendenerhöhung in Folge.

Bereits im Vorfeld entschieden sich Vorstand und Aufsichtsrat dazu, eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital durchzuführen. Aktionäre können von ihrem Bezugsrecht Gebrauch machen und die Dividende für den Kauf neuer Aktien nutzen. Das Bezugsverhältnis liegt bei 8:1.

Wirkung durch Wachstum

Das Motto der Hauptversammlung lautete Wirkung braucht Wachstum und bringt die aktuelle Entwicklung von Deutschlands grünster Bank auf den Punkt. „Wir konnten unseren Aktionären von vielen positiven Entwicklungen berichten und freuen uns über das große Vertrauen der Teilhaber“, fasst Vorstandssprecher Jürgen Koppmann zusammen. Unter der neuen Marke UmweltSpektrum wird die UmweltBank schon bald ökologische Investmentfonds anbieten. „Unsere Produkt- und Projektpipeline ist prall gefüllt“, so Koppmann. „Gleichzeitig sehen wir eine langsame Entspannung bei der Zinsmarge, so dass die Vorzeichen für eine weiter positive Geschäftsentwicklung gegeben sind.“

Für 2019 gehe man deshalb von einem leicht steigenden Zins-, Finanz- und Bewertungsergebnis sowie einem wachsenden Provisions- und Handelsergebnis aus. Diese Entwicklung werde allerdings durch den steigenden Personal- und Verwaltungsaufwand gedämpft, da die UmweltBank für ein nachhaltiges Unternehmenswachstum auch in neue Mitarbeiter und moderne IT-Systeme investieren muss. Ihr Ziel ist es, bis zum Jahr 2026 die Kundenzahl von aktuell 115.000 auf 250.000 mehr als zu verdoppeln.

Neue Expertise im Aufsichtsrat

Um dem Wachstum der Bank gerecht zu werden, wird der Aufsichtsrat mit weiteren Experten verstärkt. Die Hauptversammlung hat beschlossen, die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder von drei auf sechs zu erhöhen. Susanne Horn, Unternehmerin aus dem Bereich Bio-Lebensmittel, Dr. Michael Kemmer, erfahrener und bestens vernetzter Banker, und Silke Stremlau, Expertin für nachhaltige Finanzen, wurden neu in das Aufsichtsgremium gewählt.

Herausforderung  globaler Umweltschutz

Ziel der UmweltBank ist es, den Nachhaltigkeitsgedanken in der Gesellschaft nicht nur mit Finanzdienstleistungen weiter voranzutreiben. Deshalb hat die Bank ihre Kommunikationskanäle ausgebaut und engagiert sich in verschiedenen Netzwerken und Organisationen. Unter anderem ist sie Mitglied der Global Alliance for Banking on Values (GABV). Denn die Aufgabe, globalen Umweltschutz durch Investments in die entsprechenden Projekte zu fördern, ist am Besten im Verbund mit Gleichgesinnten umsetzbar.

2018 haben die von der UmweltBank finanzierten Projekte 517.124 Tonnen CO2e eingespart. Das entspricht dem täglichen CO2-Ausstoß der Einwohner von ganz Europa. Ihre ökologischen Ziele entwickelt die Bank auch 2019/2020 konsequent weiter. Unter anderem wird sie ihre Positiv- und Ausschlusskriterien an den Sustainable Development Goals (SDGs), den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, ausrichten. 

17.07.2019 | 17:27

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