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Geldanlage „im Bann der politischen Ereignisse“

Was kommt aus Washington? (Bild: Fotolia / electriceye)


Die unabhängigen Vermögensverwalter, die die DAB Bank monatlich nach ihrer Marktmeinung befragt, erwarten auch für Februar 2017 eine insgesamt stabile bis positive Entwicklung der Märkte. So rechnen 25 Prozent der Befragten weiterhin mit steigenden Aktienkursen, während 75 Prozent von gleichbleibenden Kursen ausgehen. Niemand erwartet für die kommenden vier Wochen einen nachhaltigen Einbruch der Märkte.

Thomas Retzlaff, geschäftsführender Gesellschafter der Hallertauer Vermögensmanagement GmbH aus Wolnzach, schließt aufgrund der aktuellen politischen Entwicklungen kurzfristige Turbulenzen an den Börsen nicht aus: „Die Aktienmärkte befinden sich weiterhin im Bann der politischen Ereignisse, die zu kurzfristigen Marktschwankungen führen können. Fundamental sieht es gar nicht so schlecht aus. Dies sollte mittelfristig eher zu weiter steigenden Aktienkursen führen. Die ‚politischen‘ Favoriten sollten weiterhin Aktien aus den Bereichen Infrastruktur und Banken sein. Meine favorisierten Märkte sind Japan und Hongkong. Dabei sollte aber immer das Zitat von André Kostolany bedacht werden: ‚An der Börsen sind 2 mal 2 niemals 4, sondern 5 minus 1. Man muss nur die Nerven und das Geld haben, das Minus 1 auszuhalten‘“.

Zwei Drittel – 67 Prozent – der Befragten halten deutsche Aktien derzeit für fair bewertet, für 25 Prozent sind sie unter- und für nur acht Prozent überbewertet. Insgesamt ist die Einschätzung der Vermögensverwalter etwas optimistischer als im Vormonat, was den Indexwert des Profi-Börsentrends von 12,5 auf 21,0 Punkte steigen lässt. Für den Profi-Börsentrend befragt die DAB jeden Monat rund 20 unabhängige Vermögensverwalter, die am hauseigenen Depot-Contest (http://www.depot-contest.de/) teilnehmen, nach ihrer Einschätzung für die Aktienmärkte.

01.02.2017 | 17:28

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