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Deutschland: VW belastet DAX



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Das überraschende Wachstum der deutschen Wirtschaft im zweiten Quartal, auch wenn es sich dabei nur um ein geringes auf niedrigem Niveau handelte, unterfütterte die zuletzt kurstreibenden Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Rezession. Genauso wie die jüngsten BIPDaten aber kein Grund zur Euphorie sind, war auch die Reaktion an den Aktienmärkten eher verhalten. Zwar konnte der DAX am Tag der Vorlage zulegen, zusammen mit den Zuwächsen vom Mittwoch wurde damit aber nur ein Teil der Verluste wettgemacht, die es zu Beginn der Woche, vor allem am Dienstag, gab. Zudem gab es am Freitag aufgrund schwacher US-Konjunkturdaten erneut Verluste, sodass sich das Minus zur Vorwoche auf 2,8% summierte. Der DAX gönnte sich damit nach vier Wochen in Folge mit Gewinnen eine Pause. Zulegen konnten dagegen die Indizes aus der zweiten und dritten Reihe, angeführt vom TecDAX (siehe Markt im Fokus). Den DAX belastete vor allem der kräftige Kurseinbruch bei Volkswagen (-23%). Der Autobauer einigte sich mit Porsche nach monatelangem Machtkampf auf eine Fusion im Jahr 2011 und will sich noch 2009 mit 42% an der Porsche AG beteiligen. Das dazu nötige Geld will man sich mit einer Kapitalerhöhung beschaffen. Technisch betrachtet schloss der DAX nahe der Unterstützung bei 5.300 Punkten, dessen nachhaltiger Bruch für eine größere Korrektur sprechen würde.

 

03.11.2009 | 00:00

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