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Europa: Polnische Indizes unter Druck



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Nach einem überwiegend sehr schwachen Wochenauftakt konnten sich die europäischen Aktienmärkte wieder fangen und zeigten zur Vorwoche eine durchwachsene Tendenz. Zu den größten Verlierern gehörten die polnischen Indizes. Der Leitindex WIG 20 in Warschau schrumpfte um 5,6%, der in Wien ermittelte PTX EUR fiel um 5,7%.

Nachdem das Land als einer von den drei der 27 EU-Staaten im ersten Quartal noch Wirtschaftswachstum verzeichnete, gerät es nun doch offenbar in wirtschaftlich schwierigeres Fahrwasser. Finanzminister Jacek Rostowski hatte jüngst eine Ausweitung des polnischen Staatsdefizits für das laufende Haushaltsjahr um 48% bekannt gegeben und gleichzeitig die Wachstumsprognose von 1,7% auf 0,2% gesenkt.

Die steigende Verschuldung führt auch zur Verschiebung der ursprünglich für 2012 geplanten Euro-Einführung. Offenbar alles Aspekte, die die Investoren Kasse machen ließen. Ebenfalls stark unter Druck standen in der vergangenen Woche die russischen Indizes. Der Leitindex RTS gab 5,5% nach. Kräftige Mittelabflüsse aus den Schwellenländerregionen haben offenbar dazu beigetragen. Emerging Portfolio Fund Research stellte für die Woche Abflüsse aus Russland und den GUS-Staaten in Höhe von insgesamt 79 Mio. US-Dollar fest. Der EURO STOXX 50 gab zur Vorwoche 1,8% nach. Zu den Gewinnern gehörten indes ungarische und türkische Aktienindizes.

04.11.2009 | 00:00

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