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Blockchain-Daten verraten: Bitcoin-Kurs von 500.000 US-Dollar könnte realistisch sein

(Foto: tungtaechit / Shutterstock)



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Die schillernde Fondsmanagerin Cathie Wood hat der bekanntesten Kryptowährung am Mittwoch in einem Interview erneut eine große Zukunft prophezeit. Institutionelle Käufe würden zu den maßgebliche Treibern.

Neu ist das Kursziel von 500.000 US-Dollar nicht. Cathie Wood hat es schon des öfteren genannt – unter anderem im Frühjahr dieses Jahres. Damals wie heute ist das ein schier unglaubliche Prognose. Schließlich halten nicht wenige Experten den Bitcoin schon jetzt für maßlos überteuert. Knapp 57.000 US-Dollar kostet ein Coin der Kryptowährung aktuell. Das bisherige Rekordhoch von rund 67.000 US-Dollar liegt drei Wochen zurück. In den vergangenen zwei Jahren hat der Bitcoin fast 700 Prozent an Wert gewonnen.

Wo andere längst eine übergroße Blase sehen, bleibt die CEO von ARK Invest weiterhin überzeugt davon, dass die aktuellen Rallys nur der Anfang sind. Dabei ist nicht nur das hohe Kursziel erstaunlich, vielmehr noch der Zeitraum von fünf Jahren, in dem dieses erreicht werden soll. Dazu müsste der Bitcoin erneut um bis zu 800 Prozent steigen.

Cathie Wood will in Blockhain-Analyse einen Beweis haben


Doch Cathie Wood ist sich sicher, dass dies gelingt. „Wir können es aufgrund der On-Chain-Analyse erkennen“, sagte sie unter der Woche in einem Interview. Damit bezieht sich die Star-Investorin auf die Daten, die in der Bitcoin-Blockchain aufgezeichnet werden, sprich die durchgeführten Transaktionen, die aufgrund der Blockchain-Technologie für Jedermann öffentlich einsehbar sind. Dies helfe einen Überblick darüber zu gewinnen „wie das Geld in diesem Bereich den Besitzer wechselt“, zitiert die Krypto-Plattform coincierge aus dem Interview.

Verwaltetes Bitcoin-Vermögen auf Rekordhoch

Der wesentliche Treiber für ein weiterhin explosiven Kursverlauf sind Wood nach institutionelle Anleger. Schon jetzt liegen die Zuflüsse dieser in die Kryptowährung über denen des Gesamtjahres 2020. Dem jüngsten CoinShares-Bericht nach liegt das verwaltete Vermögen in Bitcoin derzeit bei 56 Milliarden US-Dollar – ein Rekord.

Noch immer aber sind Schätzungen nach nicht einmal fünf Prozent der institutionellen Anleger in die Digitalwährung investiert. Der Trend weist aber klar in eine Richtung. Es werden Monat um Monat mehr. Wenn „institutionelle Anleger in Bitcoin einstiegen und fünf Prozent ihrer Portfolios zuweisen“, dann stiege der Bitcoin-Kurs auf 560.000 US-Dollar, so Wood.

Ob das wirklich alle tun, bleibt eine offene Frage. Weiter steigende Inflationsraten, niedrige Zinsen und damit fehlende Alternativen zu Aktien, deren Bewertungen längst nicht mehr günstig sind, öffnen Kurssteigerungen von Kryptowährungen aber wohl Tür und Tor. Schon seit dem weltweiten Corona-Ausbruch ist der Bitcoin so etwas wie der „sichere Hafen der Stunde“. Gold hat das Nachsehen. Das könnte weiterhin so bleiben, da womöglich allein die Aussicht auf höhere Gewinne Anleger bevorzugt in Bitcoin, anstatt in Gold, treibt.

OG


23.11.2021 | 14:56

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