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Nikkei verteidigt wichtige Unterstützung!

Nikkei 225

Nikkei 225


Die japanische Wirtschaft war auch im dritten Jahresviertel erneut geschrumpft. Nachdem sie bereits im zweiten Quartal um revidiert 0,9% zum Vorquartal gesunken war, verringerte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nun um 0,1%. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ging die Wirtschaftsleistung im Zeitraum Juli bis September um 0,4% zurück, nachdem sie im Vorquartal binnen Jahresfrist um 3,7% gesunken war. Wirtschaftsminister Kaoru Yosano sprach davon, dass sich Japan in einer Rezession befindet und betonte, dass die Abwärtsrisiken für die Wirtschaft wachsen und das Land in einer ernsten Situation ist, da sich die globale Lage weiter eintrübt“. Die japanische Regierung definiert eine Rezession anhand einer Reihe von Konjunkturindikatoren, etwa Industrieproduktion und Beschäftigung, und nicht als zwei Quartale mit sinkender Wirtschaftsleistung in Folge, was viele Ökonomen als „technische Rezession“ bezeichnen. Zuletzt hatte Japan im Jahr 2001 eine Rezession durchlaufen.

Nachdem die schwachen Daten am Montag gut verkraftet wurden, folgten jedoch sinkende Notierungen. Auch der Aktienmarkt in Tokio konnte sich nicht den weltweit zunehmenden Konjunktursorgen entziehen. Kein Wunder, ist die japanische Wirtschaft doch stark von Export abhängig, sodass weltweit trübe Aussichten auch hier auf die Stimmung drücken. Vor allem am Donnerstag verloren die Aktienkurse in Tokio kräftig. Der Nikkei verlor zum Vortag 6,9%. Am Freitag setzte er dann aber zu einer Erholung an, was somit immerhin für einen freundlichen Wochenausklang sorgte.

Charttechnisch interessant ist, dass der Nikkei in der vergangenen Woche zwar seine Unterstützung bei 7.604 Punkten getestet hat, diese aber auch diesmal auf Wochenschlusskursbasis erfolgreich verteidigen konnte. Die Haltezone resultiert aus dem Jahrestief von 2003. In diesem Bereich besteht durchaus die Chance, dass nun zumindest kurzfristig eine erneute Aufwärtsbewegung startet. Sie könnte den Index zunächst bis in den Bereich von 9.500 Zählern führen. Negativ zu bewerten wäre indes ein Wochenschlusskurs unter 7.605 Punkten, die Gefahr weiterer größerer Abschläge wäre dann nicht auszuschließen.

25.11.2009 | 00:00

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