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SDAX bricht aus Konsolidierung aus!

SDAX - Stand: 07.08.2009

SDAX - Stand: 07.08.2009


Einige Papiere von den dann berichtenden Firmen standen schon jetzt hoch im Kurs, wie die von H&R WASAG, Wacker Neuson oder Jungheinrich. Angesichts der prozentual zweistelligen Kursgewinne scheint hier eine gehörige Portion Vorschusslorbeeren verteilt worden zu sein. Ohne fundamentale Nachrichten notierten DIC Asset (+18,5%) und Bertrandt (+14,1%) sehr fest.

Der Anlagenbauer Dürr (+9,9%) hat bereits Ergebnisse vorgelegt. Er rutschte im zweiten Quartal in die roten Zahlen, verschärft nun aber den Sparkurs deutlich, unter anderem durch einen Stellenabbau. Zu den Verlierern im SDAX gehörte jüngst die Aktie von Arques Industries (-14,2%). Die Beteiligungsgesellschaft hatte zwar das Sorgenkind Actebis (IT-Großhändler) verkauft, allerdings lag der Verkaufspreis von mindestens 40 Mio. Euro deutlich unter den 110 Mio. Euro, die man vor zwei Jahren gezahlt hatte. Die erste positive Reaktion auf den Verkauf verpuffte daher schnell.

Hinzu kamen die anhaltenden Personalquerelen. Zwar gibt es seit sechs Monaten einen neuen Vorstandschef, auf der jüngsten turbulenten Hauptversammlung verweigerten die Aktionäre jedoch die Wiederwahl des Aufsichtsrats, und Arques Industries steht nun vorerst ohne da, was dem Renommee nicht gerade zuträglich ist.

Charttechnisch betrachtet hat der SDAX jüngst die Konsolidierung der vergangenen zwei Monate nach oben aufgelöst. Er kletterte über 3.000 Zähler und das bisherige Jahreshoch von 3.008 Punkten. Mittelfristig besteht nun theoretisch Luft bis in den Bereich von etwa 3.880 Punkten. Zuvor stellt das 23,6%-Fibonacci-Retracement der Abwärtsbewegung seit dem Allzeithoch von Juli 2007 bei 3.220 Zählern eine Hürde dar.

03.11.2009 | 00:00

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