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TecDAX - Keine Abkopplung

TecDAX

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Während der TecDAX in der Breite verlor, können trotzdem einzelne Unternehmen zulegen. So wird Epcos beispielsweise durch die japanische TDK übernommen. TDK vermeldete seine Absichten am 31. Juli und will pro Anteilsschein 17,85 Euro zahlen. Dies zeigt, dass nach wie vor Interesse an deutschen Technologieunternehmen vorhanden ist. Auf Jahressicht bedeutete dies immerhin eine Performance von 32,34 Prozent. In Anbetracht der ungünstigen Rahmenbedingungen, die der Gesamtmarkt aufweist, eine hervorragende Entwicklung.

Aber auch einige Unternehmen aus dem Bereich der regenerativen Energien können überzeugen, zumal die fundamentalen Daten nach wie vor gut sind. So legte beispielsweise die SMA Solar Technology einen der wenigen Börsengänge dieses Jahres hin und vermochte die Anleger am ersten Tag sogar mit Zeichnungsgewinnen zu erfreuen. Das Unternehmen, welches Solarwechselrichter produziert, debütierte am 27. Juni auf dem Frankfurter Parkett und wurde alsbald in den TecDAX aufgenommen. Am Freitag lag der Schlusskurs der SMA bei 55,11 Euro. Ein anderer Kandidat für den TecDAX, der seine Börsenpläne zunächst auf Eis legte, ist die Schott Solar AG aus Mainz. Sobald es das Marktumfeld zulässt, wird auch hier das IPO erwartet.

Darüber hinaus gibt es auch bei anderen Unternehmen aus der Solarbranche Interesse. So vermeldete etwa der Solarmaschinenbauer Manz Automation, dass großes Interesse seitens strategischer und anderer Investoren bestünde. Erst am 23. September äußerten der Vorstandsvorsitzende und einer der Großaktionäre Dieter Manz gegenüber der Börsen-Zeitung „Bei uns klopft es auch an“. Der Kurs lag am Freitag bei 124 Euro.

Ein anderes Beispiel für die Stärke und technologische Innovationskraft der deutschen Solarindustrie, die sehr stark den TecDAX prägt, ist Roth & Rau. Das Unternehmen vermeldete vor etwas mehr als einem Monat hervorragende Halbjahreszahlen. Für das Gesamtjahr erwartet das Management nun einen Umsatz von mindestens 250 Millionen Euro, statt zuvor geschätzten 235 Millionen Euro. Trotz dieser hervorragenden Zahlen muss Roth & Rau auf Sicht von 12 Monaten fast eine Halbierung des Aktienkurses verkraften.

08.12.2009 | 00:00

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