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Palladium: Baldiger Ausbruch?

Trotz der jüngsten Verluste bleibt Palladium innerhalb der fünf großen Edelmetalle das mit der besten Performance im Jahresverlauf 2013. Spannung verspricht zudem das charttechnische Bild.

BÖRSE am Sonntag

Seit dem Zwischenhoch im März präsentiert sich Palladium in einer dynamischen Zickzack-Bewegung. Dabei bildeten sich immer tiefere Hochs, woraus eine obere Abwärtstrendlinie resultiert. Gleichzeitig endeten die Abwärtsschwünge spätestens an der langfristigen Aufwärtstrendlinie seit Dezember 2008, die bereits 2012 die Attacken der Bären stoppte. 2013 erwies sich die Linie vier Mal als Korrekturmaximum. Nun wird sie abermals getestet. Palladium rutschte jüngst darunter, nachdem die US-Notenbank angekündigt hatte, ihre monatlichen Wertpapierkäufe etwas zu drosseln. Ein nachhaltiger Bruch könnte weitere Abgaben nach sich ziehen. Sollte die Aufwärtstrendlinie jedoch auch diesmal schnell zurückerobert werden, könnte erneut die obere Abwärtstrendlinie angesteuert werden. Das diesbezügliche Kurspotenzial ist jedoch begrenzt. Dennoch ist die charttechnische Konstellation beobachtenswert. Der Preis von Palladium hatte sich zuletzt weiter dem Schnittpunkt von langfristiger Aufwärtstrendlinie und oberer Abwärtstrendlinie genähert, was einen baldigen Ausbruch – einerlei ob auf der Ober- oder der Unterseite – nahelegte, der dann sogar größere Dynamik entwickeln könnte.

Aus fundamentaler Sicht für die Bullen sprechen könnte die Annahme, dass auch 2014 der Bedarf größer sein dürfte als das Angebot. Bereits 2013 hatte die starke Nachfrage aus der Automobilindustrie in den USA und China – Palladium wird vor allem für Katalysatoren benötigt – sowie die Produktionsprobleme des weltweit größten Palladiumproduzenten Südafrika zu einem erneuten Defizit geführt. Gleichzeitig sind Produktion und Lagerbestände in Russland gesunken. Von dieser Seite sind wohl auch 2014 keine stützenden Impulse zu erwarten. Sollte die Nachfrage daher stabil bleiben oder gar weiter steigen, könnte sich das Defizit wieder ausweiten. Zu einem verknappten Angebot beitragen könnte zudem der ab Januar in Südafrika geplante neue Palladium-ETF.