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Gefragtes Silber



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Für Rückenwind sorgten der Rettungsplan für den Euro mit einem Volumen von 750 Mrd. Euro sowie der Bruch eines Tabus bei der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Notenbank will nun auch Staatsanleihen kaufen, womit praktisch dem zügellosen Gelddrucken Tür und Tor geöffnet wurden. Ziel ist es, die Eurozone zu stabilisieren und schließlich auch die Gemeinschaftswährung zu stützen. Mittel- bis langfristig bergen diese Schritte jedoch ein hohes Inflationsrisiko in sich. Hinzu gesellt sich eine generelle Unsicherheit an den Finanzmärkten, weshalb die Investoren daher nun wieder offenbar verstärkt auf vermeintlich sichere Häfen, wie eben Edelmetalle, setzen.

Vergleichsweise günstig

Davon wurde nicht nur der Preis des Goldes gezogen, der jüngst neue Rekorde markierte, sondern auch der des kleineren Bruders, dem Silber. Hier sind neue Höchstwerte zwar noch in weiter Ferne, es erreichte aber immerhin Niveaus wie seit März 2008 nicht mehr. Nachdem der Preis in der Vorwoche im Tief auf 17,05 US-Dollar und damit bis zum Aufwärtstrend seit Oktober 2008 einbrach, sich davon aber wieder deutlich nach oben absetzen konnte, startete er nun durch. Aus charttechnischer Sicht kratzte das Edelmetall an dem Zwischenhoch von Dezember 2009 bei 19,46 US-Dollar. Ein nachhaltiger Ausbruch könnte den Weg freimachen bis in den Bereich von 21 bis 22 US-Dollar. Hier gibt es zum einen die horizontale Hürde (Zwischenhoch von März 2008) bei 21,35 US-Dollar. Zum anderen verläuft hier der obere Aufwärtstrend aus der Verbindung der Zwischenhochs von Februar und Juni 2009. Ansporn für den Silberpreis könnte dabei sein, dass er im Vergleich zum Gold zuletzt relativ günstiger geworden ist, was sich in einem sinkenden Gold-Silber-Verhältnis manifestiert. Sollte das gelbe Edelmetall weiter zulegen, dürfte auch die Nachfrage nach Silber weiter steigen.

14.05.2010 | 00:00

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