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Weizen: Kaltes Wetter treibt Preise

Die bei den Weizenpreisen im März auszumachenden Aufwärtsimpulse waren nur von kurzer Dauer und konnten sich nicht zu einer größeren Erholung entwickeln. Vielleicht gibt es nun aber einen neuen Versuch.

BÖRSE am Sonntag

Die Weizenpreise knüpften jüngst zunächst an die sinkende Tendenz aus der Vorwoche an und bestätigten damit das übergeordnete abwärtsgerichtete Bild. Der Mai-Future testete dabei nun doch die im März beinahe erreichten Haltezonen von 677 und 665 US-Cent. Gleich zum Wochenstart fiel er darunter. Es folgte aber eine schnelle Erholung und der Preis hielt sich am Ende darüber. Ähnlich sieht es beim Juli-Future aus. Er rutschte kurz unter die obere seiner beiden Haltezonen bei 670 und 661,25 US-Cent. Sie wurde jedoch schnell zurückerobert. Zudem setzte sich der Preis davon recht dynamisch nach oben ab. Die Bullen scheinen somit in Lauerstellung, was zumindest für die Chance einer erneuten Gegenbewegung spricht. Ob sich dann daraus ein nachhaltiger Aufwärtsimpuls entwickelt, wird sich jedoch zeigen müssen. Nun auf Long-Positionen zu setzen wäre daher sehr spekulativ, würde man doch gegen den vorherrschenden übergeordneten Trend handeln.

Das kalte Wetter in den US-Anbaugebieten hatte jüngst einen stützenden Effekt . Die frostigen Temperaturen erhöhen das Risiko von Schäden an dem im Herbst ausgesäten Winterweizen. Die Bestände sind wegen der schlechten Wetterbedingungen (geringe Niederschläge vor und nach der Aussaat) im Herbst ohnehin im mäßigen Zustand. Zwar hat sich der Anteil der als „exzellent“ und „gut“ bezeichneten Bestände gegenüber November leicht von zusammen 33% auf 34% erhöht, wie aus den jüngsten Daten des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) hervorgeht. Vor einem Jahr waren es aber 58%. Die im Mai und Juni 2013 stattfindende Ernte des Winterweizens könnte daher geringer ausfallen. Wie stark, darüber lässt sich derzeit nur spekulieren. Zwar könnte das Landwirtschaftsministerium in seinem Monatsbericht für April in der nächsten Woche erste Hinweise liefern, konkrete Prognosen für das Wirtschaftsjahr 2013/14 (bis Ende Mai) gibt es aber wohl wie üblich erst im Mai.