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Novartis-Capped-Bonus: Alcon-Akquisition sorgt für Umsatzsprung

Dank der Übernahme des Augenheil-Weltmarktführers Alcon legten Umsatz und Gewinn des Schweizer Pharmagiganten Novartis im zweiten Quartal rasant zu. Außerdem errang der Konzern mehrere Erfolge bei der Zulassung neuer Medikamente. Trotz der guten Perspektiven dürfte sich die Aktie schwertun, bald einen Aufwärtstrend zu etablieren. Stärkere Rückschläge sind ebenfalls wenig wahrscheinlich. In dieser Situation könnte sich ein Capped-Bonus-Zertifikat lohnen.

BÖRSE am Sonntag

Mit einem Plus von fast 3% reagierte die Novartis-Aktie auf den Bericht zum zweiten Quartal 2011. Die Zahlen entsprachen zwar weitgehend den Erwartungen der Analysten. Aber einige Investoren hatten den Schätzungen der Finanzexperten wohl nicht so recht getraut. Bei einem um 27% gestiegenen Nettoumsatz von 14,9 Mrd. US-Dollar erzielte Novartis ein operatives Ergebnis von 3,3 Mrd. US-Dollar, 12% mehr als im Vorjahreszeitraum.

Ebenso stark kletterte der Reingewinn auf 2,7 Mrd. oder 1,13 US-Dollar je Aktie. Das operative Kernergebnis betrug sogar 3,6 Mrd. oder 1,48 US-Dollar je Anteilschein. Für die enormen Zuwächse waren vor allem zwei Bereiche verantwortlich: der 2010 erworbene Augenheil-Weltmarktführer Alcon und die Erfolge jüngst eingeführter Produkte. Hinzu kamen Währungsgewinne aufgrund des schwachen Dollarkurses in Höhe von 8% der Konzernerlöse. Besonders wichtig für die Ertragskraft ist – trotz aller Bemühungen um eine breitere Aufstellung des Konzerns – die Pharmasparte, erwirtschaftete sie doch im zweiten Quartal 84% des operativen Ergebnisses. Kein Wunder, dass Novartis-Chef Joseph Jimenez auf die Ergebnisse dieses Geschäftsfeldes besonders stolz war: „Mit vier wichtigen Zulassungen und zwei Zulassungsanträgen stellten wir den Erfolg unserer Forschungs- und Entwicklungsstrategie erneut unter Beweis.“

Charttechnisch wenig Chancen für eine Hausse

Daneben war für den Vontobel-Analysten Andrew C. Weiss entscheidend, dass die Lancierung der zwei Schlüsselpräparate Tasigna und Gilenya gute Resultate zeigte. Weiss empfahl die Novartis-Aktie mit einem Kursziel von 65 Franken zum Kauf. Aktuell notiert der Blue Chips bei gut 50 Franken. Trotz der niedrigen Bewertung – das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei rund 11 – dürfte die Aktie erst einmal in der Range zwischen 48 und 58 Franken verharren. Zum einen wird es noch einige Zeit dauern, bis der teure Alcon-Kauf verdaut ist. Zum anderen nimmt der Kostensenkungsdruck im Gesundheitswesen dramatisch zu. Das wird für den mit einer hohen Umsatzrendite operierenden Pharmaboliden nicht ohne Folgen bleiben, die die margenschwächere Generikasparte Sandoz schwerlich abmildern kann. Das zeigt sich auch am Chart: Seit Monaten kommt der SMI-Titel nicht einmal in die Nähe der 200-Tage-Linie, die bei gut 53 Franken verläuft. Aber erst wenn diese Hürde genommen ist, ist an einen Test der nächsten Widerstandsmarken von 55 und 58 Franken auch nur zu denken. Deshalb bietet ein währungsgesichertes Capped-Bonus-Zertifikat der französischen Großbank Société Générale im Vergleich zur Aktie wohl die besseren Renditechancen. Bei einer Laufzeit bis Juni 2012 errechnet sich für das Papier mit einem Cap bei 61 Franken eine jährliche Bonusrendite von 8,1%, wenn der Kurs nie die Barriere von 40 Franken berührt oder unterschreitet.