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Software-AG-Capped-Bonus-Zertifikat: Auf den Boom folgte die Ernüchterung

Die Software AG ist in den zurückliegenden Jahren dynamisch gewachsen. Allerdings liefen die Geschäfte des Unternehmens 2011 schlechter als erwartet – deshalb wurde die Aktie an der Börse abgestraft. Inzwischen dürfte sie einen Boden gefunden haben. Für eine Spekulation auf einen Rebound ist es aber noch zu früh. Alternativ können Anleger ein Bonus-Zertifikat auf den TecDAX-Titel ordern.

BÖRSE am Sonntag

Die Software AG ist in den zurückliegenden Jahren dynamisch gewachsen. Allerdings liefen die Geschäfte des Unternehmens 2011 schlechter als erwartet – deshalb wurde die Aktie an der Börse abgestraft. Inzwischen dürfte sie einen Boden gefunden haben. Für eine Spekulation auf einen Rebound ist es aber noch zu früh. Alternativ können Anleger ein Bonus-Zertifikat auf den TecDAX-Titel ordern.

Er ist ein disziplinierter Planer, aber auch ein Visionär. Und er ist mit seinen Talenten der richtige Mann an der Spitze der Software AG. Die Rede ist von Vorstandschef Karl-Heinz Streibich, der jüngst auf einer Bilanz-Pressekonferenz in Frankfurt betonte, dass die Software AG ihre Marktstellung in Amerika stärken will. Hierfür soll die Präsenz des TecDAX-Konzerns im Silicon Valley deutlich ausgebaut werden. Das klingt interessant, aber ist aus Anlegersicht zurzeit kaum relevant. Denn an der Börse zählen vor allem die Geschäftszahlen und der Ausblick eines Unternehmens. Und leider konnte die Software AG weder mit den Ergebnissen für 2011 noch mit der Prognose für dieses Jahr überzeugen.

Investitionsbereitschaft der Kunden sinkt

Im vergangenen Jahr stagnierte der Umsatz der Software AG auf dem Vorjahresniveau von 1,1 Mrd. Euro. Der Überschuss kletterte von 175 auf 177 Mio. Euro. Ursprünglich war jedoch eine Umsatzsteigerung um 5% bis 7% sowie ein Anstieg des Nettogewinns um 10% bis 15% in Aussicht gestellt worden. Dass die Planzahlen deutlich verfehlt wurden, ist auf ein unerwartet schlechtes Schlussquartal zurückzuführen. Der Hauptgrund für die enttäuschende Geschäftsentwicklung in den letzten drei Monaten des Jahres 2011 war die Abnahme der Investitionsbereitschaft der Kunden infolge von konjunkturellen Unsicherheiten.

Anleger sind mit dem Ausblick unzufrieden

Streibich geht davon aus, dass der Umsatz in diesem Jahr bestenfalls um 3% steigen wird. Er hält aber auch einen Rückgang der Erlöse um 3% für möglich. Immerhin soll die Marge stabil bleiben. Die Marktteilnehmer hatten jedoch erfreuliche Planzahlen erwartet. Dass 2012 für die Software AG lediglich ein Jahr der Stabilisierung und Konsolidierung ist, wurde an der Börse negativ bewertet. Daher korrigierte die Aktie des Software-Spezialisten jüngst erneut. Bereits zwei Wochen zuvor war der Kurs nach der Veröffentlichung der Zahlen für 2011 um etwa 20% abgestürzt.

Globaler Marktführer im Bereich der Systemintegration

Unabhängig von der derzeitigen Flaute glänzt die Software AG mit einem bewährten und langfristig aussichtsreichen Geschäftsmodell – sie bietet Produkte an, die die Kommunikation von Standardprogrammen mit individuellen Software-Lösungen ermöglichen. Dadurch wird die Effizienz eines Unternehmens signifikant gesteigert. Erfreulicherweise bietet der Markt für Systemintegration, auf dem das TecDAX-Unternehmen weltweit führend ist, nach wie vor großes Potenzial. Deshalb könnte die Software AG 2013 wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren. Einsteigen sollte man jedoch erst dann, wenn Streibich wieder einen optimistischen Ausblick wagt.

Geringes Risiko, attraktive Rendite

Zurzeit ist ein von der Commerzbank emittiertes Capped-Bonus-Zertifikat auf den Anteilschein der Software AG (WKN CK2ZRC) eine interessante Alternative zu dem TecDAX-Titel. Dieses Bonuspapier ist mit einer Barriere bei 16,00 Euro sowie einem Bonuslevel bei 30,00 Euro ausgestattet und wird im September fällig. Dass die Aktie während der Laufzeit die 16-Euro-Marke erreichen wird, ist nicht zu erwarten, da sie mit einem 2012er-KGV von 12 relativ günstig bewertet ist. Somit ist das Zertifikat ein risikoarmes Investment, mit dem sich innerhalb von etwa acht Monaten eine Rendite von 14,2% (Stand: 26.01.2012) erzielen lässt.