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STADA Aktienanleihe: Auslandsgeschäft expandiert

Der Generikahersteller STADA verlor in den vergangenen Wochen trotz ansehnlicher Halbjahreszahlen spürbar an Wert. Zuletzt tendierte der MDAX-Titel allerdings eher seitwärts. Kein Wunder: Auf dem aktuellen Niveau ist Stada recht günstig bewertet. Große Kurssprünge sind aber auch nicht zu erwarten. Mit einer Aktienanleihe lässt sich dennoch ordentlich Profit machen, falls der Kurs nicht drastisch fällt.

BÖRSE am Sonntag

Erleichtert reagierten die STADA-Aktionäre, nachdem das Unternehmen am 11. August ordentliche Halbjahreszahlen präsentiert hatte. Immerhin stieg der MDAX-Titel daraufhin binnen zwei Tagen um 12% auf über 24 Euro. Zuvor hatte der Kurs allerdings weit stärker nachgegeben. Denn das Geschäft in Deutschland läuft mies, weil Rabattverträge mit den Krankenkassen Generikahersteller wie Stada zu Preisnachlässen zwingen. In den ersten sechs Monaten 2011 sank der Umsatz hier zu Lande gegenüber dem Vorjahreszeitraum um ein Zehntel auf 233,1 Mio. Euro. Auf dem zweitwichtigsten Markt Russland verbuchte das Unternehmen hingegen ein Plus von einem Viertel. Im Konzern wuchsen die Erlöse um 7% auf 829,7 Mio. Euro. Der Überschuss kletterte sogar um 12% auf 56,1 Mio. oder 0,95 Euro je Aktie. Stada-Vorstandschef Hartmut Retzlaff äußerte sich positiv über den Zwischenbericht: „Der internationale Umsatz von STADA erhöhte sich um 15%, so dass unsere Aktivitäten außerhalb von Deutschland nun insgesamt 72% zum Gesamtumsatz beitragen.“ Die Prognose für das laufende Jahr bekräftigte das Management. „Wir gehen davon aus, den für das Geschäftsjahr 2011 in Aussicht gestellten Ausblick eines Anstiegs des bereinigten EBITDA im hohen einstelligen Prozentbereich erreichen zu können“, sagte Finanzvorstand Helmut Kraft.

Ambitionierte Geschäftsziele für 2014

Langfristig peilt das Unternehmen aber weit ehrgeizigere Ziele an. Bis 2014 soll der Konzernumsatz auf etwa 2,15 Mrd. Euro und der Überschuss auf 215 Mio. Euro wachsen. Dazu soll das Projekt „STADA – Build the Future“ entscheidend beitragen. Dabei sollen unter anderem 3 Werke in Irland und Russland verkauft und die Produktion auf andere Fabriken verlagert werden. Dadurch entstehen zunächst Sonderbelastungen. Mittelfristig verbessern sich jedoch Auslastung und Rendite. Ohnehin sind die Perspektiven im Generikageschäft eher düster, die Erträge werden wegen des anhaltenden Margendrucks wohl nur langsam steigen. Dagegen bietet das Segment Markenprodukte glänzende Aussichten: Allein in der ersten Hälfte 2011 nahm das Bereichsergebnis um die Hälfte zu. In den kommenden Jahren dürfte der Gewinn spürbar wachsen. Analysten halten den MDAX-Titel auf dem aktuellen Kursniveau von 23,70 Euro jedenfalls für günstig bewertet. Macquarie Research beispielsweise stufte die Aktie Ende August mit „Outperform“ ein und bestätigte das 12-Monats-Kursziel von 32,70 Euro. Im aktuellen Börsenumfeld dürfte Stada dieses Niveau zwar kaum erreichen, ein Fall unter das Jahrestief von 20,64 Euro ist aber ebenfalls wenig wahrscheinlich. Schließlich liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis nur bei rund 10. Von einer Seitwärtsbewegung würden Investoren mit einer Aktienanleihe profitieren. Für das Zertifikat von HSBC Trinkaus & Burkhardt mit einem Basispreis von 20 Euro errechnet sich eine Maximalrendite von 8,9% per annum. Der Puffer nach unten beträgt komfortable 15%.