boerse am sonntag - headline

RWE-Capped-Bonus-Zertifikat - hier lockt die Bonusrendite und nicht die Dividende


Ab dem 1. März 2013 müssen Stromkunden von RWE in der Grundversorgung rund 10% mehr bezahlen als zuvor. Der Konzern begründet die Preiserhöhung mit gestiegenen Ausgaben für die Förderung erneuerbarer Energien und einem Anstieg der Netzentgelte. Diese Argumente sind plausibel, aber ärgerlich ist es trotzdem, dass Strom teurer wird.  Schlechte Laune haben vermutlich nicht nur die Verbraucher, die von RWE Strom beziehen, sondern auch die Aktionäre des Energiekonzerns. Schließlich ist dessen Aktie an der Börse vor Kurzem erneut abgestraft worden. Eine Überraschung ist das nicht, denn schon seit einiger Zeit steht das DAX-Unternehmen nicht sonderlich hoch in der Gunst der Analysten, die mit ihren Einschätzungen die Kurse zeitweise beeinflussen.

Überschuss ist deutlich gestiegen

Bedenken sollten Anleger, dass sich einige Finanzexperten bei RWE zu sehr auf die negativen Sachverhalte konzentriert haben, obwohl es auch Faktoren gibt, die eindeutig für das Unternehmen sprechen. Zu denen zählt beispielsweise die gute Marktstellung – RWE ist nach E.ON der zweigrößte Energieversorger Deutschlands. Außerdem können sich die Zahlen von RWE für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2012 durchaus sehen lassen: Das EBITDA stieg im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 7,6% auf 6,72 Mrd. Euro und der Nettogewinn erhöhte sich sogar um 32,4% auf 1,88 Mrd. Euro. Positiv zu werten ist auch, dass der Konzern bis Ende 2013 Beteiligungen im Gesamtwert von bis zu 7 Mrd. Euro verkaufen will. Des Weiteren soll für Investitionen und Dividendenzahlungen bei RWE künftig der operative Cashflow ausreichen.

Bonuspapier für konservative Börsianer

Unter fundamentalen Aspekten von großer Bedeutung ist die attraktive Bewertung der RWE-Aktie. Basierend auf einer Gewinnschätzung von 4,10 Euro pro Anteilschein errechnet sich ein 2013er-KGV von 7,2. Hinzu kommt die hohe Dividendenrendite von 6,9%. Mutige Langfristinvestoren können daher bei RWE einsteigen. Wer hingegen eine defensive Alternative aus dem Zertifikate-Bereich bevorzugt, kauft ein Capped-Bonus-Zertifikat (WKN: TB5L0X) vom Bankhaus HSBC Trinkaus, das mit einer Barriere bei 21,00 Euro ausgestattet ist und im Dezember 2013 fällig wird. Dass die Barriere verletzt wird, ist sehr unwahrscheinlich, zumal der Kurs der RWE-Aktie durch charttechnische Unterstützungen bei 26 und 28 Euro nach unten abgesichert ist. Daher können Anleger bei diesem Zertifikat beherzt zugreifen und ohne Nervenkitzel eine Bonusrendite von rund 11% einfahren.

18.01.2013 | 00:00

Artikel teilen: