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Acatis Aktien Global - langfristig die Trümpfe ausspielen

Der Acatis Aktien Global Fonds UI A ist ein Fonds, der sich dem Gedanken des klassischen Shareholder Value verschrieben hat. Der Fonds investiert vorrangig in Unternehmen, die nach einer Vorauswahl entsprechend der klassischen Aktienanalyse unter verschiedenen Unternehmen selektiert werden.

BÖRSE am Sonntag

 

Es wird bei der Auswahl Wert darauf gelegt, dass die Unternehmen nach mindestens einem Kriterium als unterbewertet vom Markt anzusehen sind. Das kann eine unterbewertete Unternehmenssubstanz ebenso sein wie eine hohe Ertragskraft, die sich nicht im Kurs widerspiegelt. Aber auch vernachlässigte Branchen, ja Länder, überschätzte Krisen oder hohe Ausschüttungen. Maßgeblich für die Auswahl sind Transparenz des Rechnungswesens und die Corporate Governance des Unternehmens.

Langfristig vorn

Auf längerfristige Sicht von zehn Jahren hat diese Strategie verglichen mit MSCI World Index deutlich die Nase vorn. Auf kurzfristige Sicht von einem und drei Jahren hingegen hinkt er dem Index hinterher. Auffällig ist die schwächere Performance des Fonds vor allem in den Jahren 2010 und 2011. Bislang hatte der Fonds in den letzten zehn Jahren nicht in zwei aufeinanderfolgenden Jahren schlechter als der Index abgeschnitten. Im Gegenteil. Die Abwärtsbewegungen waren weniger heftig, die Aufwärtsbewegungen in der Regel jedoch deutlich größer. Daher ist es auch wenig verwunderlich, dass der Fonds seit Auflage im Jahr 1997 den Index deutlich geschlagen hat. Dadurch wird verständlich, dass Acatis selbst sagt, dass der Fonds sich nicht für Anleger eignet, die lediglich kurzfristig ihr Geld unterbringen wollen.

Nicht irritieren lassen

Kurzfristig kann es natürlich immer zu Verwerfungen an den Märkten kommen, diese Situationen bieten aber auch immer wieder neue Chancen für langfristig orientierte Value-Anleger. Das Management von Acatis hat sich dem Value-Ansatz aus Überzeugung verschrieben. Die Erfolge sprechen für sich.

Strenge Auswahl

Damit die Fondsmanager den Überblick über die Anlagemöglichkeiten behalten, wird das Investment-Universum von zunächst 45.000 Unternehmen auf 13.000 mit einer Marktkapitalisierung von 100 Mio. Euro eingegrenzt. Im zweiten Schritt werden daraus 3.900 Unternehmen gefiltert, die eine Marktkapitalisierung von mindestens 1 Mrd. US-Dollar aufweisen können. Danach folgen bis zu einem Kauf vier weitere Auswahlschritte und drei Filterungen. Einmal getroffene Entscheidungen werden regelmäßig überprüft. Ein hektisches Hin und Her gibt es aber nicht. Ausweislich des Jahresberichts zum Jahr 2011 war der Fonds vor allem in vier Branchen investiert: Finanzdienstleister, dabei hauptsächlich Versicherer, Gesundheitswesen, also Pharma und Medizintechnik, Technik – insbesondere Computertechnik und Energie. Hier waren es vorrangig Titel aus der Ölindustrie, Gas-, aber auch Stromwerte.

Asset-Allokation

Einen großen Teil seines Geldes steckt der Fonds in Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von über 10 Mrd. US-Dollar. Den größten Anteil am Fondsvermögen haben mit 8,83% ACE vor Gilead Sciences mit ebenfalls 8,83%. Dann folgen Eli Lilly mit 8,12% und OAO Gazprom mit einem Anteil von 7,3%. Auf den nachfolgenden Plätzen liegen Berkshire Hathaways mit 4,64% und Microsoft mit 4,18%. Auffällig ist, dass der Fonds auch in Biofrontera aus Leverkusen investiert ist, über eine Optionsanleihe mit Laufzeit bis zum Jahr 2017 und einem Coupon von 5%. Der Anteil am Fondsvermögen beträgt immerhin 0,58%. Das zeigt, dass das Management ergänzend zu den großen Konzernen auch bei kleinen Unternehmen nach Chancen sucht. Als Basisinvestment für ein breit aufgestelltes Portfolio ist der Fonds durchaus geeignet.