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Sicherheit geht vor: Ein Fonds für planbare Renditen

Multi-Asset-Strategien können für mehr Sicherheit sorgen - wenn sie richtig diversifiziert sind. (Bild: suphakit73/freedigitalphotos.net)

Multi-Asset-Strategien können für mehr Sicherheit sorgen - wenn sie richtig diversifiziert sind. (Bild: suphakit73/freedigitalphotos.net)



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Das Interesse an Multi-Asset-Fonds ist in den letzten Jahren in Deutschland stark gestiegen, da Anleger nach neuen Möglichkeiten suchen, attraktive Rendite im anhaltenden Niedrigzinsumfeld zu erzielen. 
Aktienähnliche Renditen bei geringerer Schwankung sind besonders gefragt. Viele dieser Ansätze setzen vor allem auf traditionelle Methoden der Asset-Allokation wie Umschichtungen zwischen Aktien, Anleihen und liquiden Mitteln.

Matthias Hoppe, Fondsmanager der Franklin Diversified Fonds verfolgt jedoch eine andere Strategie: eine Strategie, die ein größeres Instrumentarium zur Ermittlung wertsteigernder Anlagen nutzt – durch Diversifizierung der Risikofaktoren, nicht nur der einzelnen Vermögensklassen. Hoppe erklärt: „Die Finanzkrise von 2008 hat deutlich gemacht, dass eine breite Streuung der Anlagen allein nicht reicht um ein Portfolio gut zu diversifizieren. Unser Ansatz basiert darauf, über verschiedene Risikofaktoren zu diversifizieren anstatt nur oberflächlich über einzelne Anlageklassen.“ 
Das Problem lag dabei nicht an der Diversifikation an sich, so Hoppe, sondern an der Art, wie diversifiziert wurde.

Denn vermeintlich unterschiedliche Anlageklassen weisen oftmals ähnliche oder gleiche Risikofaktoren auf. Ein Beispiel: In normalen Marktphasen mit gewöhnlichen Schwankungsniveaus wird das Gesamtrisiko eines traditionellen 60/40 Mischportfolios (60 Prozent Aktien, 40 Prozent Anleihen) zu über 80 Prozent von der Aktienallokation erklärt. Aktien dominieren also das Risiko des Portfolios – und damit die Wertentwicklung. In Phasen höherer Volatilität steigt nicht nur das Gesamtrisiko des Portfolios, sondern auch der Risikobeitrag von Aktien. Sollte das Portfolio auch noch Unternehmensanleihen beinhalten, nehmen die Diversifikationseffekte nochmals ab.

Aktien und Unternehmensanleihen haben ähnliche Risikofaktoren 

Zur Verdeutlichung: Die Rendite eines Aktieninvestments und die einer Unternehmensanleihe weisen beide die Risikofaktoren Währung, Inflation, Volatilität sowie ein unternehmensspezifisches Risiko auf. Daneben haben sie auch ganz spezifische Risikofaktoren wie z.B. die Duration und das Kreditrisiko bei der Unternehmensanleihe. Vermeintlich unterschiedliche Anlageklassen können somit von den gleichen Risikofaktoren beeinflusst werden, was dazu führt, dass gerade in volatilen Marktphasen der Gleichlauf von unterschiedlichen Anlageklassen steigt – und das Portfolio eben nicht ausreichend diversifiziert ist. 
Gerade in der aktuellen Niedrigzinsphase beinhalten viele Portfolios, bewusst oder unbewusst, einen hohen Anteil an aktienähnlichen Risiken und sind deshalb nicht ausreichend diversifiziert.

Um Portfolios vor größeren Kursverlusten zu schützen, sollte demnach über Risikofaktoren gestreut werden, anstatt allein über Anlageklassen. Denn das Aufnehmen von zusätzlichen Anlageklassen allein reicht nicht aus. Matthias Hoppe fasst im Portfolio alle Anlagen unter einer von vier Stilrichtungen zusammen, um mehr Transparenz für Anleger und eine breite Streuung des Portfolios via Risikofaktoren zu gewährleisten. Die vier „Gefäße“, denen die einzelnen Investments zugeordnet werden heißen: Wachstumsstrategien suchen Anlagechancen, die gutes Zuwachspotenzial bieten. Darunter fallen zum Beispiel Aktien. Defensive Strategien sollen Anleger bei großen Markteinbrüchen vor erheblichen Verlusten schützen, wie z.B. kurzlaufende Staatsschulden bester Bonität.

Stabilitätsstrategien haben das Ziel, bei nur geringfügig höherem Risiko die Geldmarktrenditen konsistent zu übertreffen – beispielsweise risikoarme Währungs- und Zinsstrategien. Chancenorientierte Strategien sind Wachstums- oder aber auch defensive Strategien, die von  Marktverzerrungen oder kurzfristigen Wertveränderungen profitieren, das können in manchen Marktphasen z.B. Unternehmensanleihen sein. Durch die Bündelung dieser Strategien stellt das Team sicher, dass das Portfolio nicht nur zu einer Stilrichtung tendiert. Hoppe erklärt: „Die traditionelle Asset-Allokation richtet sich überwiegend auf Wachstumsstrategien aus, die Erträge erwirtschaften sollen. Durch die Kombination von Strategien im Portfolio können wir im Hinblick auf die Steuerung derer Wechselbeziehung (Korrelation) ein viel breiter gestreutes Portfolio aufbauen. Auf diese Weise behalten wir nicht nur das Aufwärtspotenzial von Marktentwicklungen im Griff, sondern auch das Abwärtspotenzial.“ 

Sicherheitsorientiert: Das Einstiegsprodukt für die Kapitalmärkte

Der Franklin Diversified Conservative Fund (ISIN: LU1147470253) ist das risikoärmste Produkt der insgesamt drei Multi-Asset Fonds von Matthias Hoppe. Defensive Strategien spielen im Portfolio des Franklin Diversified Conservative Fund eine entscheidende Rolle. Das sind Strategien, die darauf abzielen, das Portfolio vor erheblichen Verlusten durch Marktkorrekturen zu schützen. Hoppe hat dafür derzeit 70,6 Prozent des Fondsvermögens eingesetzt. Auf Asset-Klassen bezogen hält Hoppe den größten Anteil (68 Prozent) des Portfolios in Rentenprodukten, den zweitgrößten Anteil haben derzeit Aktien mit 21 Prozent.

Mit diesem konservativen Ansatz will das Fondsmanagement die Schwankungsbreite des Fonds in einer Spanne von 3 bis 5 Prozent halten. Das ist ihm in den vergangenen Jahren auch gelungen. Über fünf Jahre liegt sie bei knapp 4 Prozent. Über einen rollierenden Drei-Jahres-Zeitraum soll die durchschnittliche Rendite pro Jahr bei 2 Prozentpunkten über dem Drei-Monats-Euribor liegen. Mit seiner hohen Sicherheitsorientierung ist der Fonds ein gutes Einstiegsprodukt in die Kapitalmärkte. Er eignet sich für Anleger, die das Risiko scheuen und auch zwischenzeitlich nicht allzu große Verluste ertragen wollen.

Matthias Hoppe, der Lead-Portfoliomanager der drei Franklin Diversified Fonds und des Franklin Global Multi-Asset Income Fund (Fokus auf hohen Ausschüttungen) arbeitet im Investmentteam von Franklin Templeton Solutions in Frankfurt, ein seit mehr als 25 Jahren unabhängiges, auf Multi-Asset spezialisiertes Investment-Team innerhalb von Franklin Templeton mit aktuell etwa 36 Mrd. Euro an verwaltetem Vermögen. Hoppe verfügt über mehr als 16 Jahre Erfahrung in der Finanzbranche und ist seit 2006 für Franklin Templeton tätig. Er zeichnet sich zudem für Multi-Asset-Mandate für Kunden weltweit verantwortlich.

Franklin Diversified Conservative Fund A(Ydis) EUR 
ISINLU1147470253
Fondsvolumen129 Mio. Euro
FondswährungEuro
Auflegungsdatum des Fonds20.3.2015
Gesamtkostenquote (p.a.):1,45%


20.05.2016 | 08:22

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