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Neue Energie fürs Depot – BGF New Energy Fund


Die politischen Entscheidungen sind gefallen und wohl irreversibel: die Zukunft gehört den regenerativen Energien. In Deutschland hat E.on den Schlussstrich unter die Vergangenheit gezogen und will den Bereich der Atomenergie in einen eigenen Konzern ausgliedern. Geld soll künftig mit alternativer Energie verdient werden. Vom Energiewandel können Investoren über die unterschiedlichsten Produkte profitieren, einer der global positionierten Aktienfonds mit erfahrenem Management ist der BGF New Energy Fund (WKN: A0BL87).

Energieperspektiven

Der UN-Gipfel zum Klimaschutz im September in New York gab den Takt vor, auch wenn die konkreten Ergebnisse unter den Erwartungen vieler Beobachter blieben. Geld, das ärmeren Volkswirtschaften helfen soll auf umweltfreundlichere Energien umzustellen, fließt noch nicht im ursprünglich geplanten Umfang. Bis 2020 sollen immerhin jährlich 100 Miiliarden US-Dollar für diesen Zweck zur Verfügung stehen. Für das kommende Jahr ist in einer in Paris anberaumten Konferenz der Beschluss konkreter Ziele beispielsweise zur Begrenzung der Erderwärmung geplant.

Mittelfristiges Ziel sind neue Klimaschutzabkommen, die das so genannte Kyoto-Protokoll, das in sechs Jahren abläuft, ablösen werden. Beim Brüsseler EU-Gipfel im Oktober wurden bereits konkrete Zahlen beschlossen. So soll der Kohlendioxid-Ausstoß bis 2030 im Verhältnis zu 1990 um mindestens 40 Prozent gesenkt werden, der Anteil der erneuerbaren Energien soll dagegen auf mindestens 27 Prozent steigen. Vor diesem politischen Hintergrund bieten sich für Unternehmen aus diesem Sektor in den nächsten Jahren vielfältige Chancen.

Abseits der Benchmarks

Der BGF New Energy Fund wird von den beiden Fondsmanagern Robin Batchelor und Poppy Allonby bereits seit 2001 bzw. 2002 benchmarkunabhängig verwaltet und über die Kombination eines Top-Down- und Bottom-Up-Ansatzes gemanagt. Der Top-Down-Ansatz berücksichtigt beispielsweise politisch-regulatorische Vorgaben, die Auswirkungen auf die Branche haben können. Bei der Auswahl der einzelnen Aktien achtet das Fondsmanagement sowohl auf eine attraktive Bewertung als auch auf gute Wachstumsperspektiven. Der angestrebte Umfang des Portfolios liegt zwischen 40 und 70 Einzeltiteln, wobei unterschiedliche Firmen unterschiedlicher Marktkapitalisierungen von large bis zu small caps berücksichtigt werden können.

Das Anlageuniversum beinhaltet den gesamten Bereich der alternativen Energietechnologien, alternative Kraftstoffe aber auch Unternehmen aus den Segmenten Energieeffizienz und –infrastruktur. Unter den Top Ten-Titeln, die ca. 45 Prozent des Portfolios ausmachen, ist beispielsweise der dänische Biotechnologiekonzern Novozymes, ein Hersteller von Enzymen, der aus landwirtschaftlichen Abfällen Biokraftstoff herstellt. Mit Blick auf die Länderaufteilung sind die USA und Kanada zusammen mit gut 42 Prozent im Fonds vertreten. US-Aktien profitieren auch in diesem Segment von positiven Wirtschaftsdaten: „Einige unserer US-Aktien wie Regal-Beloit und Johnson Controls wiesen über den Monat Oktober eine starke Performance vor dem Hintergrund positiver Wirtschaftsdaten auf“, so das Fondsmanagement.

Performance und Fazit

Die Wertentwicklung des Fonds auf Sicht von drei Jahren liegt bei knapp 40 Prozent. Anleger müssen in dieser Branche allerdings mit vergleichsweise volatilen Aktienkursen rechnen. Das zeigt beispielsweise das Jahr 2011, als der Fonds knapp 19 Prozent verloren hat. Für Investoren, die das Segment der Neuen Energien in ihrem Portfolio abbilden wollen, ist der Fonds ein Basisinvestment, das von der hohen Expertise der Verantwortlichen und der Kontinuität im Fondsmanagement profitiert.

BGF New Energy Fund A2 EUR
ISIN:LU0171289902
Fondsvolumen945,9 Mio. Euro
FondswährungEuro
Auflegungsdatum:06.04.01
Gesamtkostenquote (p.a.):2,06%

10.12.2014 | 22:18

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