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Lebenszyklus-Fonds: Interessante Alternative zu Lebensversicherungen

Lebensversicherung hat ausgesorgt? Fonds als Alternative

Alternativen zur Lebensversicherung?


Lebensversicherungen bieten nur noch eine geringe Garantieverzinsung. Daher sollten Anleger, die für ihren Ruhestand vorsorgen möchten, einen Blick auf Lebenszyklusfonds werfen.

Die private Altersvorsorge ist für viele Arbeitnehmer in Deutschland von großer Bedeutung, da sie im Ruhestand nur eine niedrige staatliche Rente erhalten werden. Allerdings sollten diese Personen keine Lebensversicherungen abschließen, da diese nur noch eine Garantieverzinsung von 1,25 Prozent pro Jahr bieten. Wesentlich besser geeignet für die private Altersvorsorge sind beispielsweise Lebenszyklusfonds, die auch als Laufzeit-, Zielspar- oder Targetfonds bezeichnet werden. Dabei handelt es sich um innovative Mischfonds mit begrenzter Laufzeit.

Aktienquote wird während der Laufzeit reduziert

Während der Laufzeit wird die Portfoliostruktur eines Lebenszyklusfonds verändert, indem der verantwortliche Fondsmanager die Aktienquote reduziert und die Verkaufserlöse in solide Anleihen und Geldmarktprodukte investiert. Dadurch wird das Verlustrisiko des Fonds sukzessive verringert. Dies ist bei der privaten Altersvorsorge sehr wichtig, denn ein Anleger will kurz vor dem Eintritt in den Ruhestand auf keinen Fall einen großen Teil seines angesparten Vermögens verlieren.

Discount-Broker gewähren Rabatt auf den Ausgabeaufschlag

Gemäß einer Analyse des Bundesverbands Investment und Asset Management e. V. (BVI) konnten Anleger von September 2009 bis September 2014 mit weltweit investierenden Lebenszyklusfonds im Durchschnitt eine jährliche Rendite von 6,3 Prozent erzielen. Leider wird die Rendite durch Kosten geschmälert, die für das Management des jeweiligen Fonds anfallen. Darüber hinaus wird beim Kauf von Fondsanteilen ein Ausgabeaufschlag von bis zu 5,0 Prozent fällig. Erfreulicherweise bieten einige Discount-Broker Lebenszyklusfonds mit einem Rabatt von bis zu 100 Prozent auf den Ausgabeaufschlag an.

Restlaufzeit sollte zum Alter des Anlegers passen

Vor dem Abschluss eines Sparplans beziehungsweise dem Kauf von Fondsanteilen sollten Anleger die Gebühren und die Performance einiger Lebenszyklusfonds vergleichen. Auch der prozentuale Anteil des zum Laufzeitende abgesicherten Kapitals kann für manche Investoren wichtig sein. Des Weiteren sollte die verbleibende Restlaufzeit zum Alter des Anlegers passen. Ein 35-Jähriger, der für seinen Ruhestand vorsorgen möchte, kann zum Beispiel in einen Fonds investieren, dessen Laufzeit 2040 endet. Für einen 55-Jährigen eignet sich hingegen ein Lebenszyklusfonds mit einer Restlaufzeit von fünf Jahren.

Personenbezogene Anlagephilosophie

Interessant sind unter anderem die von Sauren aufgelegten Zielsparfonds – sie werden in den Jahren 2020 (WKN: A0MX7L), 2030 (WKN: A0MX7M) und 2040 (WKN: A0MX7N) fällig. Es handelt sich dabei um Dachfonds, deren Vermögen in Aktien- und Anleihefonds, Mischfonds, Absolute-Return-Fonds, Hedgefonds und Edelmetalle investiert werden kann. Während der Laufzeit wird die Aktienquote in den Dachfonds-Portfolios verringert und die Gewichtung defensiver Wertpapiere erhöht. Unabhängig davon erfolgt die Fondsauswahl für die Portfolios gemäß der personenbezogenen Anlagephilosophie von Sauren („Wir investieren nicht in Fonds – Wir investieren in Fondsmanager“). Konkret bedeutet dies, dass Mitarbeiter von Sauren jedes Jahr mehr als 350 Interviews mit Fondsmanagern führen, um sowohl deren Persönlichkeit als auch deren Fähigkeiten zu analysieren und dadurch kompetente Strategen zu entdecken.




08.07.2015 | 09:06

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