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Ethereum-Kurs: Experte rechnet mit Bodenbildung

| Louis Blümlein

Ethereum-Coin.
Fundstrat-Mitgründer Tom Lee erklärte Anfang Juni, dass Ethereum seiner Einschätzung nach bereits einen Boden ausgebildet habe. (Foto: Shutterstock)

Bei Ethereum rücken wichtige Kursbereiche zusammen. Neue Marktdaten sprechen für eine stabilere Ausgangslage. Der klare Ausbruch aber fehlt noch.

Der Ethereum-Kurs (ETH) konnte sich zuletzt deutlich von der Unterstützung bei rund 1.770 US-Dollar lösen und notiert inzwischen bei etwa 1.930 US-Dollar. Der Bereich wurde zuvor mehrfach angelaufen und bleibt deshalb auch weiterhin eine wichtige Unterstützung. Solange sich ETH darüber hält, ist die kurzfristige Ausgangslage grundsätzlich positiv.

Ganz ausgeschlossen ist ein erneuter Rücksetzer allerdings nicht. Schaut man sich die Liquidation-Heatmap an, wird vor allem der Bereich um 1.800 US-Dollar auf der Unterseite wieder interessanter. Dort hat sich zuletzt mehr Liquidität aufgebaut. Je größer diese Ansammlung wird, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Ethereum-Kurs die Zone noch einmal anläuft, um gehebelte Long-Positionen aus dem Markt zu spülen.

Die Liquiditätszone liegt damit nur knapp oberhalb der Unterstützung bei 1.770 US-Dollar. Der gesamte Bereich zwischen 1.770 und 1.800 US-Dollar dürfte bei einem Rücksetzer deshalb sehr wichtig werden. Treffen dort erneut Käufer in den Markt, könnte Ethereum vergleichsweise schnell wieder nach oben drehen.

Der eigentliche Point of Control liegt zwar deutlich tiefer bei rund 1.570 US-Dollar. Dort fand innerhalb des betrachteten Zeitraums die höchste Handelsaktivität statt. Solange die Unterstützung bei 1.770 US-Dollar hält, muss diese tiefere Zone zunächst aber nicht erneut angelaufen werden. Erst ein deutlicher Bruch der aktuellen Unterstützung würde das Risiko einer größeren Korrektur erhöhen.

Diese Kursziele liegen auf der Oberseite

Auf der Oberseite bleibt zunächst die psychologisch wichtige Marke von 2.000 US-Dollar entscheidend. Ethereum konnte sich dieser Zone zuletzt bereits annähern, für einen nachhaltigen Ausbruch fehlt bislang jedoch noch der nötige Kaufdruck. Gelingt es ETH, die Marke von 2.000 US-Dollar zu überwinden und anschließend als Unterstützung zu bestätigen, würde sich die positive Dynamik weiter verstärken. 

Auch die Zuversicht der Anleger könnte dadurch Stück für Stück zurückkehren und die Kaufbereitschaft wieder zunehmen. Denn die vergangenen Monate waren vor allem von starkem Pessimismus und der Sorge geprägt, dass es bei Ethereum noch einmal zu einem deutlich stärkeren Kursrutsch kommen könnte.

Kurzfristig bleibt damit vor allem entscheidend, wie sich Ethereum bei einem möglichen Rücksetzer verhält. Wird die Zone zwischen 1.770 und 1.800 US-Dollar verteidigt, könnte sie als Ausgangspunkt für den nächsten Anlauf auf 2.000 US-Dollar dienen. Fällt ETH dagegen deutlich darunter, würde der Point of Control bei rund 1.570 US-Dollar wieder stärker ins Visier rücken.

Experte sieht Boden bei Ethereum erreicht

Unterstützung erhält das positive Szenario unter anderem von Fundstrat-Mitgründer Tom Lee. Er erklärte Anfang Juni, dass Ethereum seiner Einschätzung nach bereits einen Boden ausgebildet habe. Nach früheren Schwächephasen sei es häufig so gewesen, dass sich ETH zunächst nur langsam erholt habe, bevor sich die Aufwärtsbewegung später deutlich beschleunigte.

Lee rechnet deshalb damit, dass Ethereum im weiteren Jahresverlauf wieder stärker zulegen könnte. Seine Einschätzung bleibt somit sehr optimistisch. Er geht weiterhin davon aus, dass Ethereum bei der Tokenisierung und im Stablecoin-Ökosystem eine zentrale Rolle spielen wird. Durch die zunehmende Nutzung und die hohe Aktivität im Netzwerk könnte langfristig auch der Ethereum-Kurs davon profitieren.

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