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41. Passionsspiele 2010 in Oberammergau


Vom 15. Mai bis zum 03. Oktober werden die traditionsreichen Passionsspiele unter der Mitwirkung von 2.400 Einwohnern in Oberammergau aufgeführt. Ein Spiel von Tod und Leben, versprochen in einem Moment tödlicher Bedrohung – denn so beginnt im Jahre 1633 die Geschichte des Oberammergauer Passionsspiels. Mitten im Dreißigjährigen Krieg, nach monatelangem Leiden und Sterben durch die Pest, gelobten die Oberammergauer, alle zehn Jahre das „Spiel vom Leiden, Sterben und Auferstehen unseres Herrn Jesus Christus" aufzuführen. Zu Pfingsten 1634 erfüllten sie das Versprechen zum ersten Mal auf einer Bühne, die sie auf dem Friedhof aufschlugen – direkt über den frischen Gräbern der Pesttoten. 

Traditionsbewusst und doch offen für Neues: Der Bühnenbildner Stefan Hageneier, der schon für die Passionsspiele 2000 die Bühnenbilder und Kostüme entwarf, wird dem Passionsspiel ein ganz neues Erscheinungsbild geben. Christian Stückl und Otto Huber haben den Text der Spiele grundlegend überarbeitet.

Möglich ist diese Inszenierung jedoch nur durch die tatkräftige Unterstützung der Bürger von Oberammergau. Seit Februar 2009 lassen sich alle Mitwirkenden ihre Haare, die Männer auch die Bärte, wachsen. Seit November 2009 erarbeiten rund 2.400 Oberammergauer – Jesus, Kaiphas, Maria, Pilatus, Judas, Johannes, die Priester und Soldaten, das Volk von Jerusalem und die 470 am Spiel beteiligten Kinder, zusammen mit Spielleiter Christian Stückl ihre Szenen. 120 Chorsängerinnen und -sänger und das siebzigköpfige Passionsorchester feilen mit Markus Zwink, dem Musikalischen Leiter, an der Musik des Oberammergauer Komponisten Rochus Dedler.

Weitere Infos unter:

www.passionsspiele2010.de

19.05.2010 | 00:00

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