boerse am sonntag - headline

„Dem Zeitgeist närrisch auf der Spur - mit Mainzer Fassenachtskultur“


Im Rhein-Main-Gebiet existiert eine bunte Vielfalt an Fastnachtstraditionen, die teilweise weit in die Geschichte zurückreichen. Hier, wo der der Fastnachtsruf mit lautem „Helau!“ erschallt, redet man von der Fastnacht oder Fassenacht, während in Köln vom Karneval die Rede ist oder andernorts Fasching gefeiert wird.

Fastnacht beginnt traditionell am 11.11. eines Jahres – pünktlich um 11:11 Uhr. Während es um die Weihnachtszeit noch ruhig zugeht und lediglich hinter den Kulissen fleißig an Kostümen genäht, an Motivwagen gewerkelt und am Tanzprogramm gefeilt wird, geht es im Januar dann mit Neujahrsumzügen der Garden und festlichen Prunksitzungen so langsam los.

Am Donnerstag vor Fastnacht haben dann die  Frauen ihr Stelldichein, wenn die Weiberfastnacht ansteht – ein Tag, den sich auch die Herren merken sollten, da sie dann nach altem Brauch um ihre Krawatten fürchten müssen.

Höhepunkt der närrischen Kampagnen ist der morgige Rosenmontag. Ganz Mainz ist auf den Beinen und verwandelt die Innenstadt in ein farbenfrohes Meer. Der Rosenmontagszug, mit seinen politischen Motivwagen, Schwellköppen, Musikzügen, Fahnenträgern und Garden bahnt sich seinen Weg entlang der feiernden, tanzenden Menge.

Abgerundet wird das närrische Treiben dienstags durch die Kappenfahrt der Korporationen. In einem stimmungsvollen Ausklang wird die Fastnacht abends auf der Ludwigsstraße und in vielen Mainzer Kneipen bis zum nächsten Jahr verabschiedet und „beerdigt“.

Weitere Infos unter:

www.mainzer-fastnacht.de

16.02.2012 | 00:00

Artikel teilen: