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Die zehn skurrilsten Berufe der Welt

Wasserrutschen macht Spaß. Als Tester kann man damit sogar Geld verdienen. (Foto: OlegMemo / Shutterstock)



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Womit verdienen Sie Ihr Geld? Wahrscheinlich nicht mit dem Erfinden von Namen, Kuscheln oder virtuellem Goldsuchen. Ein Blick auf zehn der außergewöhnlichsten Berufe der Welt – bis hin zum Inselhausmeister.

1. Wasserrutschentester

Sechs Monate lang die Rutsche rauf und wieder runter. Der britische Student Seb Smith bekam dafür 2013 stattliche 34.000 Euro Gehalt. Für den Reiseanbieter First Choice, testete er Rutschen in über 20 Wasserparks, unter anderem auf Mallorca und in der Türkei. Anschließend sollte er diese auf den soziale Netzwerken veröffentlichen und so vermutlich fleißig die Werbetrommel rühren.

2. Ohrenputzer

Ähnlich den bekannten Schuhputzern bieten in China Ohrenputzer gleichnamige Dienstleistungen in der Öffentlichkeit an. Mit speziell dafür geeignetem Besteck versteht sich. Ob einem das dann rund 15 Euro wert ist oder man lieber selbst mit Wattestäbchen putzt – das muss jeder für sich wissen. Was bei der Entscheidung helfen könnte: Ein echter Ohrputzer verwöhnt seinen Kunden am Ende noch zusätzlich mit einer Ohrläppchen-Massage.

3. Virtueller Goldsucher

Wer heute noch Gold suchen geht, dem begegnen vor allem eine Reihe schiefer Blicke. Dabei braucht es da inzwischen gar nicht mehr den großen Abenteurer-Geist und schon gar keine qualvollen Stunden des Schürfens mehr. Es reicht ein PC und im Optimalfall eine gewisse Affinität zu Rollenspielen wie World of Warcraft. Wer dort, in der weitläufigen, virtuellen Welt Gold sammelt, kann dieses tatsächlich anderen Spielern für echtes Geld verkaufen. Reich wird man so vermutlich nicht, dafür hält sich der Arbeitsaufwand in Grenzen.

4. U-Bahn-Schubser


Ob dieser Job wohl bald für immer verschwindet? In Tokyo gibt es tatsächlich den Beruf des U-Bahn-Schubsers, der Menschen in überfüllte Bahnen drängt, damit die auch wirklich voll zur nächsten Station fahren. Mitten in der Corona-Pandemie würde ein solches Vorgehen allerdings noch abstruser wirken, als ohnehin schon. Bis auf den letzten Stehplatz gefüllte Züge dürften erst einmal selten bleiben.

5. Namen-Erfinder

Sicher haben Sie sich schon einmal gefragt, wer um alles in der Welt sich all diese Produktnamen im Supermarktregal ausdenkt. Und warum heißt der VW Passat wie er heißt? Solche Namen entstehen nicht aus Zufall, es gibt professionelle Namen-Erfinder, die teils bis zu 150.000 Euro für einen starken Markennamen erhalten. Die Wort-Genies beschäftigen sich teils bis zu acht Wochen mit einer Neuschöpfung. Gelingt sie, ist der Stundenlohn ziemlich entzückend.

6. Glückskeks-Texter

Wer ein gewisses Sprachtalent besitzt kann jedoch auch Glückskeks-Texter werden. Ja, ein echter Job, kein Scherz. Wonton Food, der größte Glückskeks-Hersteller der Welt, sucht immer wieder Texter, die sich neue Sprüche ausdenken. Das ist inzwischen allerdings eine ganz schön fiese Aufgabe, schließlich gibt es bereits rund 15.000 verschiedene Keks-Texte.

7. Profi-Kuschler

Eine Stunde Profi-Kuscheln für rund 60 Euro. Solche Angebote gibt es wirklich. Das mag zunächst etwas anzüglich klingen, doch ganz im Gegenteil: Beim Profi-Kuscheln geht es schlicht darum jemandem Nähe und Aufmerksamkeit zu schenken, ihm je nach Bedarf Trost zu spenden, für eine Person da sein eben.

8. Bird-Controller

Von diesem skurrilen Berufsbild mag mancher schon einmal gehört haben. Schließlich sind Bird-Controller so etwas wie eine Überlebensversicherung. Sie sorgen an Flughäfen dafür, dass keine Vögel in die Triebwerke der Flugzeuge fliegen. Das geht ganz plakativ per Schreckschusspistole, vor allem aber präventiv, indem das Flughafen-Gelände für Vögel so unattraktiv wie möglich ausgestaltet wird. Definitiv ein Job mit Verantwortung.

9. Golfball-Taucher

Vor dem Hintergrund hat es der Golfball-Taucher einfacher. Ein übersehener Ball, ist kein Beinbruch. Und doch sollten möglichst viele der in Seen und Tümpel verschwundenen Golfbälle wieder zurück an die Oberfläche. Schließlich lassen sich die prima gebraucht weiterverkaufen. Die Arbeit allerdings kann bisweilen schweißtreibend werden, ein Sack Golfbälle wiegt auch mal bis zu 30 Kilogramm.

10. Inselhausmeister

Von diesem Job hat wohl fast ein jeder schon einmal gehört und bestimmt auch ein wenig geträumt. Ausgeschrieben war er 2009 für Hamilton Island in Australien. Zwölf Arbeitsstunden pro Monat, 78.000 Euro Gehalt im halben Jahr. Dazu ein Villa mit Swimmingpool. Die Aufgabe: Geschichten sammeln und so weitererzählen, dass die Insel international im Gespräch bleibt. Dazu Post sortieren und Fische füttern. Ein verlockendes Angebot, nur Einsamkeit sollte man aushalten können. Ein ähnliches Angebot gab es übrigens zu Beginn des Jahres für die irische Insel Great Blasket.

Das ist Ihnen eindeutig zu skurril?

Vielleicht finden Sie ja bei uns den passenden Job:


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13.08.2020 | 11:29

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