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Europa: Für Entwarnung noch zu früh

Lichtblick in der Eurozone. Nach sechs Quartalen hintereinander mit schrumpfender Wirtschaftsleistung ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal 2013 gestiegen. Angetrieben von soliden Zuwächsen in Deutschland und Frankreich legte es um 0,3 Prozent zum Vorquartal zu. Für einige Kommentatoren Anlass genug, das Ende der seit anderthalb Jahren andauernden Rezession zu verkünden. Der Zuwachs ist jedoch allenfalls ein Hoffnungsschimmer. Ernüchternd bleibt der Vergleich zum Vorjahresquartal. Zwar ließ hier die Abwärtsdynamik nach und auf den Rückgang von -1,1 Prozent im ersten Jahresviertel folgte nun eine Schrumpfung von 0,7 Prozent, für eine Entwarnung ist es jedoch zu früh. Nicht zuletzt auch deshalb, weil eine Lösung der Schuldenkrise weiterhin nicht in Sicht ist, auch wenn es diesbezüglich derzeit ruhig zugeht. Eine erneute Eskalation, aber auch die nach wie vor vorhandenen Probleme in den Krisenländern – Spardruck, enorme Arbeitslosigkeit – könnten zu einem fortgesetzten konjunkturellen Siechtum führen. Vielleicht hielt sich jüngst auch deshalb die Kauflaune in Grenzen. Der EURO STOXX 50 stieg zwar um ein Prozent, entwickelte dabei jedoch keine größere Dynamik. Eventuell, weil er seit Juni eine nicht zu verachtende Rally auf das Parkett legte und mit dem nun erreichten Zwischenhoch von Mai ein charttechnisches Hindernis wartet.

BÖRSE am Sonntag

Lichtblick in der Eurozone. Nach sechs Quartalen hintereinander mit schrumpfender Wirtschaftsleistung ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal 2013 gestiegen. Angetrieben von soliden Zuwächsen in Deutschland und Frankreich legte es um 0,3 Prozent zum Vorquartal zu. Für einige Kommentatoren Anlass genug, das Ende der seit anderthalb Jahren andauernden Rezession zu verkünden. Der Zuwachs ist jedoch allenfalls ein Hoffnungsschimmer. Ernüchternd bleibt der Vergleich zum Vorjahresquartal. Zwar ließ hier die Abwärtsdynamik nach und auf den Rückgang von -1,1 Prozent im ersten Jahresviertel folgte nun eine Schrumpfung von 0,7 Prozent, für eine Entwarnung ist es jedoch zu früh. Nicht zuletzt auch deshalb, weil eine Lösung der Schuldenkrise weiterhin nicht in Sicht ist, auch wenn es diesbezüglich derzeit ruhig zugeht. Eine erneute Eskalation, aber auch die nach wie vor vorhandenen Probleme in den Krisenländern – Spardruck, enorme Arbeitslosigkeit – könnten zu einem fortgesetzten konjunkturellen Siechtum führen. Vielleicht hielt sich jüngst auch deshalb die Kauflaune in Grenzen. Der EURO STOXX 50 stieg zwar um ein Prozent, entwickelte dabei jedoch keine größere Dynamik. Eventuell, weil er seit Juni eine nicht zu verachtende Rally auf das Parkett legte und mit dem nun erreichten Zwischenhoch von Mai ein charttechnisches Hindernis wartet.