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Europa: Istanbul und Wien besonders schwach

Konnten die meisten europäischen Aktienmärkte in der Vorwoche noch zulegen, überwogen zuletzt wieder die negativen Vorzeichen. Besonders deutliche Verluste verbuchten die türkischen Kursbarometer. Der ISE 100 in Istanbul brach um mehr als 8% ein. Der Dow Jones Turkey Titans 20 (siehe Chart) verlor fast 10%. Wieder verstärkt zunehmende politische Spannungen zwischen Regierung und Militär belasteten das Sentiment. Auslöser sind Nachrichten über einen mutmaßlichen Putschversuch des Militärs im Jahr 2003, was jüngst zu Verhaftungen ranghoher Offiziere führte. Spitzen von Staat und Armee sind zwar um eine De-Eskalation bemüht, die Investoren drücken dennoch vorsichtshalber auf den Verkaufsknopf. Auch der Wiener ATX, in der Vorwoche noch kräftig gestiegen, musste mit einem Abschlag von mehr als 5% jüngst deutlich Federn lassen. Vor allem die Bankwerte drückten. Zum einen hatte die österreichische Regierung eine Sondersteuer beschlossen, die zu nennenswerten Belastungen führen könnte. Zum anderen enttäuschten die Zahlen von Branchenprimus Erste Bank sowie Raiffeisen International Bank. Bei Letzterer sorgte zudem das Rätselraten um dessen Zukunft für Abwärtsdruck. Die Gesellschaft hatte mitgeteilt, mit der Konzernmutter, der Raiffeisen Zentralbank Österreich, Optionen für einen Zusammenschluss zu prüfen. Der EURO STOXX 50 gab um 2,3% nach.

BÖRSE am Sonntag

Konnten die meisten europäischen Aktienmärkte in der Vorwoche noch zulegen, überwogen zuletzt wieder die negativen Vorzeichen. Besonders deutliche Verluste verbuchten die türkischen Kursbarometer. Der ISE 100 in Istanbul brach um mehr als 8% ein. Der Dow Jones Turkey Titans 20 (siehe Chart) verlor fast 10%. Wieder verstärkt zunehmende politische Spannungen zwischen Regierung und Militär belasteten das Sentiment. Auslöser sind Nachrichten über einen mutmaßlichen Putschversuch des Militärs im Jahr 2003, was jüngst zu Verhaftungen ranghoher Offiziere führte. Spitzen von Staat und Armee sind zwar um eine De-Eskalation bemüht, die Investoren drücken dennoch vorsichtshalber auf den Verkaufsknopf. Auch der Wiener ATX, in der Vorwoche noch kräftig gestiegen, musste mit einem Abschlag von mehr als 5% jüngst deutlich Federn lassen. Vor allem die Bankwerte drückten. Zum einen hatte die österreichische Regierung eine Sondersteuer beschlossen, die zu nennenswerten Belastungen führen könnte. Zum anderen enttäuschten die Zahlen von Branchenprimus Erste Bank sowie Raiffeisen International Bank. Bei Letzterer sorgte zudem das Rätselraten um dessen Zukunft für Abwärtsdruck. Die Gesellschaft hatte mitgeteilt, mit der Konzernmutter, der Raiffeisen Zentralbank Österreich, Optionen für einen Zusammenschluss zu prüfen. Der EURO STOXX 50 gab um 2,3% nach.