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Europa: Und immer wieder Griechenland

Man ist es zwar langsam leid, an den europäischen Aktienmärkten war jüngst aber erneut Griechenland Thema Nummer 1. Zwar hatte Hellas ein weiteres hartes Sparpaket mit der Troika ausgehandelt, doch die Euro-Partner dringen auf verbindliche Zusagen aus Athen. „Es ist nun an der griechischen Regierung, die europäischen Partner zu überzeugen, dass das neue Paket funktionieren kann“, so EU-Währungskommissar Rehn.

BÖRSE am Sonntag

Man ist es zwar langsam leid, an den europäischen Aktienmärkten war jüngst aber erneut Griechenland Thema Nummer 1. Zwar hatte Hellas ein weiteres hartes Sparpaket mit der Troika ausgehandelt, doch die Euro-Partner dringen auf verbindliche Zusagen aus Athen. „Es ist nun an der griechischen Regierung, die europäischen Partner zu überzeugen, dass das neue Paket funktionieren kann“, so EU-Währungskommissar Rehn.

Mit gesundem Menschenverstand betrachtet kann es aber nicht funktionieren. Was muss passieren, damit endlich eingesehen wird, dass der seit zwei Jahren vollzogene Kurs aus immer neuen Sparzwängen kontraproduktiv für das wirtschaftlich darniederliegende Land ist, es so immer mehr in eine Rezession, ja Depression gestürzt wird und damit letztendlich alle Berechnungen zum Schuldenabbau obsolet sind? Die Retter Griechenlands bleiben ihrem Kurs aber treu. Bundeskanzlerin Merkel sprach gar von dem „Weg des geringsten Schadens“. Die Frage ist nur für wen? Hierzu passt sehr gut, dass die EZB jüngst die Regeln für Wertpapiere, die als Sicherheit in Refinanzierungsgeschäften mit ihr eingesetzt werden können, weiter gelockert wurden. An den europäischen Aktienmärkten hat sich unterdessen die beinahe euphorische Stimmung aus der Vorwoche wegen der Ungewissheit bezüglich des Griechenland-Dramas wieder in Zurückhaltung gewandelt.