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Starke Quartszahlen

Zu Wochenanfang musste die Wall Street noch den überraschend starken Einbruch beim Verbrauchervertrauensindex der Uni Michigan vom vorhergehenden Freitag verdauen. Doch schon bald wurden die amerikanischen Börsen vor allem durch starke Quartalszahlen der großen Technikkonzerne gestützt. Zwar sorgte das weiter anhaltende politische Tauziehen um eine Er­höhung der Schuldenobergrenze der USA zur Wochenmitte wieder für Nervosität. Doch insgesamt konnten sich auf Wochensicht die Bullen durchsetzen. Am Montag nach Börsenschluss übertraf IBM sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn die Markterwartungen und erhöh­te seine Gewinnprognose für das laufende Gesamtjahr. Vor allem aber die Zahlen des Nasdaq-Schwergewichts Apple sorgten für Begeisterung. Der Elektronikkonzern hat seinen Gewinn im dritten Quartal dank Rekordverkäufen bei iPads und iPhones mehr als verdoppelt. Auch Intel konnte die Erwartungen schlagen. Bei den Banken überzeugte Morgan Stanley. Von konjunktureller Seite gab es zumindest einen Lichtblick in Form Philadelphia Fed Index: Dieser ist von minus 7,7 im Vormonat auf plus 3,2 Zähler gestiegen. Lediglich Caterpillar enttäuschte am Freitag noch mit einem schwächer als erwartet ausgefallenen Gewinnzuwachs. Selbst die guten Zahlen von General Electric konnten die Stimmung dann bis zum Handelsschluss nicht mehr drehen.

BÖRSE am Sonntag

USA

Zu Wochenanfang musste die Wall Street noch den überraschend starken Einbruch beim Verbrauchervertrauensindex der Uni Michigan vom vorhergehenden Freitag verdauen. Doch schon bald wurden die amerikanischen Börsen vor allem durch starke Quartalszahlen der großen Technikkonzerne gestützt. Zwar sorgte das weiter anhaltende politische Tauziehen um eine Er­höhung der Schuldenobergrenze der USA zur Wochenmitte wieder für Nervosität. Doch insgesamt konnten sich auf Wochensicht die Bullen durchsetzen. Am Montag nach Börsenschluss übertraf IBM sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn die Markterwartungen und erhöh­te seine Gewinnprognose für das laufende Gesamtjahr. Vor allem aber die Zahlen des Nasdaq-Schwergewichts Apple sorgten für Begeisterung. Der Elektronikkonzern hat seinen Gewinn im dritten Quartal dank Rekordverkäufen bei iPads und iPhones mehr als verdoppelt. Auch Intel konnte die Erwartungen schlagen. Bei den Banken überzeugte Morgan Stanley. Von konjunktureller Seite gab es zumindest einen Lichtblick in Form Philadelphia Fed Index: Dieser ist von minus 7,7 im Vormonat auf plus 3,2 Zähler gestiegen. Lediglich Caterpillar enttäuschte am Freitag noch mit einem schwächer als erwartet ausgefallenen Gewinnzuwachs. Selbst die guten Zahlen von General Electric konnten die Stimmung dann bis zum Handelsschluss nicht mehr drehen.

DEUTSCHLAND

DAX erholt sich

Zum Wochenauftakt vermieste die Schuldenkrise den deutschen Anlegern noch die Kauflaune. Der deutsche Leitindex fiel bis auf 7.108 Punkte. Doch schon am Dienstag konnte der DAX beflügelt durch die guten Quartalszahlen aus den USA  wieder an Fahrt aufnehmen. Am Freitag schließlich kam noch die Erleichterung nach der Einigung auf dem EU-Schuldengipfel hinzu. So konnte der DAX die Woche mit einem deutlichen Aufschlag bei 7.326 Punkten beschließen. Dabei ließen sich die Anleger auch von ersten dunkle Wolken am deutschen Konjunkturhimmel, die im Verlauf der Woche auftauchten, nicht beirren. So fielen die ZEW Konjunkturerwartungen im Juli mit minus 15,1 Punkte (Vormonat mit 9,0 Punkte) schlechter als erwartet aus. Allerdings beurteilten die befragten Finanzmarktexperten die gegenwärtige Lage sehr positiv. Die gemessenen plus 90,6 (Vormonat 87,6) Zähler waren der höchste Wert seit der Wiedervereinigung. Doch auch der am Freitag veröffentlichte Ifo-Index zeigt eine Eintrübung der Stimmung bei den befragten Unternehmern an. Der Index fiel von 114,5 auf 112,9 Punkte – niedriger als von Ökonomen im Vorfeld erwartet. Vor allem die exportorientierten Unternehmen als Lokomotive der deutschen Wirtschaft haben ihre Erwartungen für die kommenden Monate gesenkt. Auf Dauer können sich die deutschen Unternehmen den Schwierigkeiten in der Eurozone wohl nicht entziehen.

EUROPA

Erleichterung über Gipfelbeschluss

Auch der EURO STOXX 50 wurde zum Wochenanfang weiter durch die Schuldenproblematik belastet. Insbesondere die im Index hoch gewichteten Finanztitel standen unter Abgabedruck. Da war es wenig hilfreich, dass die US-Bank J.P. Morgan eine Studie veröf­fentlichte, der zufolge der europäische Bankensek­tor einen Finanzbedarf von bis zu 80 Mrd. Euro habe. Vor allem US-Investoren zogen im Vorfeld des für Donnerstag angesetzten EU-Gipfels zur Schuldenkrise Kapital ab. Doch auch der europäische Aktienmarkt erholte sich im Laufe der Woche angesichts der guten Vorgaben aus Amerika. Hinzu kamen die Ergebnisse des Gipfels, die von den Anlegern positiv aufgenommen wurden: Die 17 Regierungschefs der Eurozone einigten sich darauf, Griechenland noch einmal mit insgesamt 109 Mrd. Euro unter die Arme zu greifen. Der Großteil des Geldes kommt aus dem Europäischen Stabilisierungsfonds (EFSF) und dem Internationalen Währungsfonds. Private Gläubiger wollen zusätzlich 50 Mrd. Euro bis 2014 durch eine Mischung aus Schuldenrückkauf und Anleihentausch beisteuern. Diese Summe ist deutlich höher als zuletzt erwartet. Gleichzeitig soll der EFSF neue Kompetenzen erhalten, um das Übergreifen der Euro-Krise auf weitere Länder zu verhindern. Unter anderem soll er direkt Staatsanleihen am Sekundärmarkt, also von Banken und Versicherungen, kaufen können, um kriselnde Länder zu stützen.