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Zehn Gründe für weiter steigende Goldpreise

(Foto: optimarc / shutterstock.com)


Alles Gold was glänzt! Im August 2019 hat der Goldpreis die Marke von 1.500-US-Dollar pro Feinunze übersprungen. Und einiges spricht dafür, dass die Rally noch nicht vorüber ist. Zehn Gründe.

Von Evy Hambro, Fondsmanager BlackRock Global Funds „World Gold“

1. Weitere Zinssenkungen in den USA sind absehbar: Drei Zinssenkungsrunden fanden in den Vereinigten Staaten bereits im laufenden Jahr statt. Ihr Effekt wirkt sich zwar negativ auf den US-Dollar, aber positiv auf den Goldpreis aus.

2. Negative Realzinsen sind in Reichweite gerückt:
Der Zinssatz auf 10-jährige US-Staatsanleihen ist auf 0,26 Prozent gesunken. Zu Jahresbeginn lag dieser Satz noch bei 0,98 Prozent. Wenn die Zinsen ins Negative rutschen, ist das positiv für Gold. Die Opportunitätskosten beim Halten des Edelmetalls verringern sich.

3. Bisher bleibt der US-Dollar robust: Der US-Dollar-Index DXY verharrt derzeit bei 97,6 Punkten. Im September 2018 rangierte er noch bei 93,9 Zählern; zu diesem Zeitpunkt ging der Markt noch von steigenden US-Zinsen aus. Aktuell beeinträchtigt der relativ starke US-Dollar die Wettbewerbsfähigkeit der USA. Sollte die Währung an Wert verlieren, wird sich der Goldpreis positiv entwickeln.

4. Die Investitionsrisiken am breiten Markt haben sich erhöht: Zwar ist in den nächsten 12 bis 18 Monaten keine Rezession zu erwarten. Allerdings sind die Risiken, dass es zu einer Rezession kommen könnte, gestiegen. Der breite Aktienmarkt schwächelte in den vergangenen sechs Monaten, sodass sich Gold wieder einmal als sichere Anlageklasse erweist.

5. Die physisch besicherten Gold-ETF-Bestände liegen insgesamt immer noch deutlich unter dem Höchststand des Jahres 2013: Dies lässt Anlegern Spielraum für weitere Goldinvestments.

6. Die Zentralbanken kaufen aktuell Gold in Rekordhöhe: Die gemeldeten Nettokäufe den Notenbanken belaufen sich seit Jahresbeginn auf rund 207 Tonnen – das ist das größte Zukaufsvolumen seit 2010.

7. Die Goldförderung entwickelt sich gebremst: Der weltweite Goldabbau stieg 2018 lediglich um 1,8 Prozent gegenüber 2017 und das Fördertempo in den Minen wird sich in den nächsten fünf Jahren weiter reduzieren: Einerseits sind die Investitionen im Goldsektor zurückgegangen, andererseits haben die Bergbauunternehmen keine neuen, bedeutenden Lagerstätten mehr entdeckt.

8. Goldaktien stechen physisches Gold mit einer Überrendite aus:
Auch in den kommenden zwölf Monaten dürfte das so bleiben, weil die Inflation auf niedrigem Niveau verharrt. Da jede Goldpreissteigerung für einen erhöhten Cashflow auf Seiten der Minenunternehmen sorgt, werden deren Aktien zum effizienten Hebel auf den Goldpreis.

9. Goldaktien sind derzeit attraktiver bewertet als in der Vergangenheit:
Nordamerikanische Minenunternehmen handeln mit unterdurchschnittlichen Multiplikatoren auf P/NAV- und EV/EBITDA-Basis.

10. Jüngste M&A-Transaktionen haben Goldaktien in den Fokus gerückt: In den vergangenen sechs Monaten fanden zwei große Abschlüsse zwischen Barrick Gold und Randgold sowie Newmont und Goldcorp statt.

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03.09.2019 | 15:39

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