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Unternehmen > High Five

Diese Auto-Giganten verdienen am meisten

| Oliver Götz

Hyundai Ionic 5
Hyundai gehört zu den Top-Verdienern in der Autobranche. (Foto: faak / Shutterstock)

Branchenweit sinken in der Automobilindustrie Umsätze und Gewinne. Der Flaute zum Trotz bleiben bei einigen Herstellern aber nach wie vor Milliarden hängen. Ein Blick auf die Top-Verdiener.

5. General Motors

Im zweiten Quartal des laufenden Jahres schaffte keiner der etablierten Automobil-Hersteller einen Ergebnisanstieg. Das zeigt eine frische Analyse des Wirtschaftsprüfers EY. Vier der 16 analysierten Unternehmen erzielten sogar einen Verlust. Der Gesamtgewinn schrumpfte im Vorjahresvergleich um 56 Prozent. Auch General Motors musste mit minus 45 Prozent einen Ergebniseinbruch um fast die Hälfte verkraften. Trumps Importzölle belasteten mit rund 1,1 Milliarden US-Dollar. Mit einem Ebit von umgerechnet 1,9 Milliarden Euro blieb aber immer noch genug übrig, um auf Rang fünf der bestverdienenden Autokonzerne zu springen. Und es gibt auch gute Nachrichten: Seinen E-Autoabsatz konnte der US-Krösus verdoppeln, auf dem Heimatmarkt baut GM zudem seinen Marktanteil weiter deutlich aus. Der Umsatz im zweiten Quartal sank nur leicht von 42,3 auf 41,6 Milliarden Euro. Die Aktie konnte zuletzt einen kleinen Aufwärtstrend etablieren.

General Motors-Aktie

4. Hyundai

Mit einem Ebit-Rückgang von 16 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro fährt Hyundai vergleichsweise unbeschadet durch die branchenweite Krise und schafft es auf Rang Vier der Top-Verdiener. Zudem erzielten die Südkoreaner mit einem Plus von sieben Prozent auf 30,5 Milliarden Euro den stärksten Umsatzanstieg von ohnehin nur fünf Unternehmen, deren Einnahmen der EY-Analyse nach von April bis Juni wuchsen. Spannend: Hyundai verstärkte zuletzt seine Zusammenarbeit mit GM. Über die gemeinsame Entwicklung und Produktion von Modellen, lassen sich für Hyundai möglicherweise Zollkosten umgehen. Der Aktienkurs läuft nach einem kräftigen Plus Anfang 2024 seitwärts.

3. BMW

Deutlich stärker fiel im zweiten Quartal das Ergebnisminus von BMW aus. Die Münchner verdienten im Vorjahresvergleich 31 Prozent weniger, lagen damit aber auch noch deutlich über dem Schnitt. Auch im innerdeutschen Vergleich kam BMW am glimpflichsten davon. Absolut blieb den Bayern bei einem Umsatz von 33,9 Milliarden Euro ein Ebit von 2,7 Milliarden Euro, der dritthöchste Gewinn unter den in der EY-Analyse betrachteten, etablierten Konzernen. BMW profitierte zuletzt von einem vergleichsweise stabilen Absatz. Die US-Zölle treffen den Konzern nicht ganz so hart, da BMW rund die Hälfte seiner in den USA verkauften Autos vor Ort produziert. Premiumkonkurrent Audi beispielsweise hat dort kein eigenes Werk.

BMW-Aktie

2. Volkswagen

Auch bei Volkswagen ging das Ebit im zweiten Quartal deutlich, um 29 Prozent von 5,4 auf 3,8 Milliarden Euro, zurück. Aufs Jahr hochgerechnet wären das aber immer noch mehr als 15 Milliarden Euro Gewinn. So sehr die Wolfsburger durch die US-Zölle und den starken E-Wettbewerb in China unter Druck stehen, noch bleibt VW eine Cash-Cow. Der Umsatz ging von April bis Juni zudem nur leicht, um drei Prozent von 83,3 auf 80,8 Milliarden Euro, zurück. Die Aktie stabilisierte sich nach jahrelanger Talfahrt zuletzt auf niedrigem Niveau. Anleger richten den Blick nach vorn. Mit einem KGV von 5,5 ist die Aktie günstig, ein rigides Sparprogramm im Konzern läuft, mit fast 30 Prozent Marktanteil bei E-Autos fährt VW in Europa an der Spitze.

VW-Aktie (Vz.)

1. Toyota

Den mit deutlichem Abstand höchsten Gewinn erzielte im zweiten Quartal Toyota. Zwar ging auch das Ebit der Japaner um elf Prozent zurück, damit blieben aber immer noch 7,1 Milliarden Euro übrig. Den Umsatz konnte Toyota mit einem Plus von vier Prozent auf 74,8 Milliarden Euro sogar leicht steigern. Auffällig ist vor allem die starke Marge. Obwohl Toyota im zweiten Quartal rund fünf Milliarden Euro weniger Umsatz erzielte als VW, blieb fast doppelt so viel Gewinn hängen. Auch plant Toyota weiterhin seinen Absatz in diesem Jahr zu steigern, während ihn die Wolfsburger Konkurrenz nur stabil halten will. Den US-Zöllen zum Trotz sollen auch die Verkäufe in den USA anziehen. Im zweiten Quartal verkaufte Toyota sieben Prozent mehr Fahrzeuge als im Jahr zuvor. Dennoch fehlt auch Toyota-Anlegern die große Wachstumsfantasie, weshalb die Aktie zuletzt volatil seitwärts lief.

Toyota-Aktie

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