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XTB-Umfrage: Zurückhaltung deutscher Anleger bei ETFs beruht oftmals auf mangelndem Wissen

(Foto: OleksSH / Shutterstock)

Auch wenn sich Exchange Traded Funds, kurz ETFs, seit Jahren wachsender Beliebtheit unter deutschen Anlegern erfreuen, gibt es hierzulande immer noch Sparer, die beim Vermögensaufbau nicht auf diese Instrumente setzen.

Sind Anleger allerdings erst einmal mit ETFs vertraut, investieren sie auch in bemerkenswertem Ausmaß. Das sind nur zwei der Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Online-Brokers XTB unter 2.500 deutschen Sparern durchgeführt hat. Die Umfrage gibt insgesamt interessante Aufschlüsse darüber, wie die Deutschen ETFs sehen und in welchem Umfang sie diese nutzen. „ETFs sind auf dem Triumphzug und zwar aus gutem Grund – es ist daher alarmierend, dass sich viele Anleger der Vorteile von ETF-Investments gar nicht bewusst sind“, erklärt Jens Chrzanowski, Deutschland-Chef von XTB.

Konkret gab auf die Frage, warum sie nicht in ETFs investierten, ein Drittel der für XTB Befragten (33,4%) zu wenig Wissen als Grund an. 22,6 Prozent verfügten nach eigenen Angaben über zu wenig finanzielle Mittel und 18  Prozent führten wiederum an, dass sie lieber in risikoärmere Anlagen investierten. Lediglich 13,8 Prozent äußerten sich dahingehend, dass das Konzept von ETFs sie nicht überzeuge, und 4,8 Prozent, dass sie Anlagen mit höherer Rendite bevorzugten. „Die Antworten machen nachdenklich, wissen doch offenbar viele Anleger in Deutschland nicht von einem der für die langfristige Vermögensbildung effizientesten und attraktivsten Finanzinstrumente. Es wird offensichtlich, dass Finanzbildung hierzulande nach wie vor stiefmütterlich behandelt wird und dass in diesem Bereich künftig deutlich mehr gemacht werden muss“, gibt Jens Chrzanowski zu bedenken.

Bedenklich ist in diesem Zusammenhang auch, dass vor allem die jüngste Gruppe der 18- bis 29-Jährigen in der Befragung zu einem sehr hohen Anteil (50,4 %) zu wenig Wissen als Begründung für die Zurückhaltung bei ETFs angibt. Auch dass der Anteil derer, die lieber in risikoärmere Anlagen investierten, bei dieser Gruppe mit über 42 Prozent jeweils mehr als doppelt so hoch liegt wie in den anderen Gruppen, ist für Jens Chrzanowski erstaunlich: „Gerade jüngeren Leuten bieten ETFs eine einzigartige Kombination der Geldanlage: Sie können damit die Chancen aussichtsreicher Märkte wie etwa des Aktienmarktes nutzen – da sie über einen vergleichsweise langen Zeitraum bis zum Ruhestand ein Vermögen aufbauen können, vermögen sie Schwankungen besser auszusitzen und Risiken somit besser zu minimieren als jede andere Altersgruppe in unserer Umfrage.“ In diesem Zusammenhang hebt er auch die Möglichkeiten von Sparplänen hervor: „Mit einem ETF-Sparplan können junge Leute selbst mit kleinem Budget unkompliziert und unter Einsatz niedriger monatlicher Beträge – bei XTB etwa ist ein Sparplan schon ab 15 Euro im Monat möglich – kontinuierlich ein Vermögen für die Zukunft aufbauen, zu der sich über die Jahre oder Jahrzehnte neben der Summe der einzelnen Beträge noch die Wertentwicklung der im ETF berücksichtigen Märkte und Werte addiert“, so Jens Chrzanowski weiter.

Zwischen den einzelnen deutschen Bundesländern gibt es durchaus Unterschiede, was die Begründung für die Zurückhaltung bei ETFs betrifft. So ist in neun Ländern zu wenig Wissen der meistgenannte Grund. In Mecklenburg-Vorpommern sind es allerdings zu wenig finanzielle Mittel, die die Befragten als Hauptursache anführen, das sagt dort immerhin gut ein Drittel (33,9 %).

Vor diesem Hintergrund ist bemerkenswert, dass bei denen, die mittlerweile von ETFs überzeugt sind, die durchschnittliche monatliche Geldanlage in ETFs vergleichsweise hoch ist: 58,5 Prozent von 2.000 von Civey und XTB befragten deutschen ETF-Anlegern investieren monatlich mehr als 100 Euro auf diese Weise. Erstaunlich ist dabei die einheitliche Zustimmung über die verschiedenen Altersgruppen hinweg. So macht der Anteil derer, die mehr als 100 Euro investieren, in allen Gruppen knapp 50 Prozent oder darüber aus: 57,4 Prozent sind es bei den 18- bis 29-Jährigen und 49,3 Prozent bei der Gruppe 65+; bei den 30- bis 39-Jährigen liegt der Anteil sogar bei 71 Prozent. Im Bundesländervergleich sticht Schleswig-Holstein heraus, hier sind 64,1 Prozent derer, die mit ETFs sparen, mit über 100 Euro im Monat dabei. Doch auch in Mecklenburg-Vorpommern, wo wie oben erwähnt als Grund für die Zurückhaltung bei ETFs vergleichsweise häufig zu wenig finanzielle Mittel angeführt wurden, investieren immerhin 41,7 Prozent der Befragten mehr als 100 Euro pro Monat in ETFs.