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Zertifikateidee: Rendite schöpfen mit dem Wasser-Index

Menschenrecht, das Leben rettet: Nach Angaben von Unicef haben 2,2 Milliarden Menschen weltweit keinen regelmäßigen Zugang zu sauberem Wasser.



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Für die Bewohner der westlichen Industrienationen ist es selbstverständlich, rund um die Uhr mit frischem Wasser versorgt zu sein. In anderen Regionen der Welt ist die Lage dagegen dramatisch. Daran erinnert der alljährliche Weltwassertag am 22. März, an dem die Vereinten Nationen das Problem ins Bewusstsein rücken. Heuer mahnte UN-Generalsekretär António Guterres bei dieser Gelegenheit an, dass die Wasserressourcen der Welt in beispielloser Weise bedroht seien. Ohne technologisches Know How ist eine Verbesserung der Situation nicht zu erreichen. Für diese Expertise stehen Unternehmen, die im Vontobel-Strategiezertifikat auf den Aqua Index (ISIN: DE000VF55L25) enthalten sind.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt?

Nach UN-Angaben mangelt es rund 2,2 Milliarden Menschen an sauberem Trinkwasser, obwohl das Recht auf sauberes Wasser seit zehn Jahren zu den Menschenrechten gehört. Mit Blick auf den Klimawandel dürften sich die Zahlen in den kommenden Jahren sogar noch verschlechtern. So werden bis 2050 zwischen 3,5 und 4,4 Milliarden Menschen mit beschränktem Wasserzugang leben. Neben der Begrenzung der Erderwärmung sind u. a. Verbesserungen bei der Wasseraufbereitung, der effizienten Nutzung des kostbaren Nass und bei der Erschließung von Wasserressourcen nötig.

Globaler Fokus

Der Index versammelt weltweit Unternehmen aus den Segmenten Wasserentnahme und -speicherung, Wasserinfrastruktur und effektive Wassernutzung. Bei der Aktienauswahl werden Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte berücksichtigt. Regional dominieren im Index mit gut 51 Prozent die Vereinigten Staaten, mit deutlichem Abstand (knapp elf Prozent) gefolgt vom Vereinigten Königreich und Italien mit knapp acht Prozent. Aus Deutschland hat es kein Konzern in den Aqua Index geschafft. Zu den Unternehmen der Benchmark der Wassertechnologie-Aktien zählt beispielsweise die niederländische Arcadis, ein Projektmanager u. a. in den Bereichen Grundwassersanierung, Hochwasserrisikomanagement und Stauanlagenüberprüfung. Ende Oktober meldete Arcadis für das dritte Quartal positive Zahlen mit einem Free Cash Flow von 119 Millionen Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag dieser nur bei vier Millionen Euro. Ebenfalls im Index vertreten ist das US-amerikanische Unternehmen IDEXX Laboratories, das Produkte zur mikrobiologischen Untersuchung von Wasser herstellt.

Rendite schöpfen mit dem Wasser-Index

Das Zertifikat wurde am 17. Juni 2019 aufgelegt. Seither konnten Euro-Anleger ein Plus von gut 20 Prozent erzielen. Der Index wird in US-Dollar berechnet, so dass auch die Entwicklung des Euro zur US-amerikanischen Währung Einfluss auf die Wertentwicklung des Produkts hat. Die Managementgebühr liegt mit 1,25 Prozent p.a. im üblichen Rahmen. Der Index wird regelmäßig überwacht, bei Bedarf werden Aktien ausgetauscht. Netto-Dividenden der Unternehmen werden ausgeschüttet und reinvestiert. Das Vontobel Strategiezertifikat auf den Aqua Index bietet Anlegern einen diversifizierten globalen Aktienkorb, durch den sie mit gutem Gewissen an der Verbesserung der globalen Versorgung mit sauberem Wasser partizipieren.

Christian Bayer

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13.11.2020 | 10:58

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