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Tops


Tops

BMW: Schrumpfender US-Absatz ausgeblendet  

Deutlich erholt beendete der bayerische Autobauer BMW (WKN 519000) die Börsenwoche. Der im Mai im Gegensatz zur Konkurrenz aus Stuttgart und Wolfsburg gesunkene Absatz in den USA ließ Anleger kalt. Im vergangenen Monat verkauften die Münchener in den Vereinigten Staaten mit 22.092 Fahrzeugen 3,9% weniger als im Vorjahreszeitraum. Von der Marke BMW wurden im Mai 17.859 Fahrzeuge abgesetzt (-2,9%), vom Mini 4.233 (-8,2%).

Daimler: Kursziele angehoben

Reger Nachfrage erfreute sich in den vergangenen Tagen auch die Daimler Aktie (WKN 710000). Die Deutsche Bank hatte das Kursziel von 42 auf 50 Euro pro Aktie erhöht und die Kaufempfehlung bestätigt. Analysten der Société Générale hoben ihr Kursziel von 47 auf 49 Euro je Aktie an und raten ebenfalls nach wie vor zum Kauf. Im Mai steigerte Daimler seinen US-Absatz um 21,9% auf 19.871 Fahrzeuge. Der darin enthaltene Smart-Absatz brach allerdings um 40,6% auf 695 Stück ein.

DOUGLAS HOLDING: Großaktionär stockt auf

Der Aktien Kurs des MDAX-Mitgliedes DOUGLAS HOLDING (WKN 609900) profitierte von der Anteilsaufstockung durch Erwin Müller, Inhaber der gleichnamigen Drogerie-Kette. Im vergangenen November hatte sich Müller mit 3% am Handelskonzern (Douglas-Parfümerien, Thalia, Christ, Hussel, AppelrathCüpper) beteiligt, inzwischen beträgt der Anteil 5,06%. Doch damit nicht genug: Im Laufe des Jahres soll die Beteiligung zweistellig werden, kündigte Müller an.

Flops

Fraport: Dividende belastet

Ein Dividendenabschlag von 1,15 Euro je Aktie belastete den im MDAX notierten Flughafenbetreiber Fraport (WKN 577330). Insgesamt wurden an die Eigentümer 105,55 Mio. Euro ausgeschüttet. Im Gesamtjahr sollen ungeachtet der Turbulenzen durch die Aschewolke der Umsatz und der operative Gewinn zulegen. Per saldo erwartet Vorstandschef Stefan Schulte ein Ergebnis auf Vorjahresniveau. 2009 hatte Fraport 157,3 Mio. Euro verdient.

Sky Deutschland: Anleger verabschieden sich 

An einen Erfolg des Bezahlfernsehens in Deutschland glaubt offenbar nur noch Rupert Murdoch, Großaktionär von Sky Deutschland (WKN SKYD00). In der vergangenen Börsenwoche setzte die Aktie des MDAX-Mitglieds seine Talfahrt fort. Der einst unter Premiere firmierende Sender macht vor allem durch den permanenten Austausch des Führungspersonals und dunkelrote Zahlen auf sich aufmerksam. Im ersten Quartal hatte Sky unter dem Strich lediglich 1.000 Abonnenten hinzugewonnen.

Alcoa: Konjunktursorgen bremsen

Im Rückwärtsgang bewegte sich auch die Aktie des im Dow-Jones-Index vertretenen US-Aluminiumproduzenten Alcoa (WKN 850206), der vom ehemaligen Siemens-Chef Klaus Kleinfeld geleitet wird. Die Furcht vor einer nur schwachen konjunkturellen Erholung beziehungsweise vor einem Rückfall in die Rezession lässt Investoren nach wie vor einen großen Bogen um die Aktie schlagen. Seit Jahresbeginn kennt der Aktienkurs nur eine Richtung: abwärts.

04.06.2010 | 00:00

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