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Tops und Flops > Gewinner und Verlierer

Tops & Flops KW 45: Deutsche Post, Eli Lilly, HOCHTIEF und Palantir

| Thomas Behnke

Schriftzug „Tops & Flops“ zur Übersicht der stärksten und schwächsten Aktien der Börsenwoche 45
Tops & Flops der Börsenwoche 45-2025 im Fokus: unter anderem Deutsche Post, HOCHTIEF und Palantir Technologies.

Starke Quartalszahlen bei Deutsche Post, Eli Lilly und HOCHTIEF sorgen für Kursgewinne, während Palantir, DoorDash und Lanxess unter Druck geraten. Die Tops & Flops der Börsenwoche 45/2025 im Überblick.

Börsenwoche 45 im Rückblick: neue Höchststände und Gewinnmitnahmen

Die laufende Berichtssaison hat auch in der vergangenen Woche für Bewegung an den Märkten gesorgt. Starke Quartalszahlen und angehobene Prognosen trieben einzelne Werte auf neue Rekordmarken, während andere Titel enttäuschten oder unter Gewinnmitnahmen litten. Der Rückblick auf die Tops und Flops der Börsenwoche 45/2025 zeigt, welche Aktien von positiven Unternehmensnachrichten profitierten und welche zu den schwächeren Werten der Woche zählten.

+++ Tops der Börsenwoche 45/2025 +++

DHL-Aktie startet nach der Vorlage von Quartalszahlen durch

Der deutsche Aktienmarkt konnte in der vergangenen Woche keine nachhaltige Aufwärtsdynamik entwickeln und blieb damit im Korrekturmodus. Unter den großen Indizes zeigte sich der DAX noch am stabilsten. Innerhalb des Leitindex sticht besonders die Aktie der Deutschen Post (ISIN: DE0005552004, Symbol: DHL) positiv hervor. Die DHL Group, zu der die Deutsche Post als Post- und Paketdienstleister in Deutschland sowie der internationale Logistikkonzern DHL gehören, hatte am Donnerstag ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Diese wurden von den Investoren offenbar überwiegend positiv aufgenommen, wie die deutliche Kursreaktion nach oben vermuten lässt. Welche guten Nachrichten das Unternehmen im Gepäck hatte, lesen Sie im Beitrag: „DHL-Aktie kommt in Fahrt“.

Aus charttechnischer Sicht ist es der Aktie der Deutschen Post mit dem jüngsten Anstieg gelungen, über das Zwischenhoch von August dieses Jahres bei 42,26 Euro hinauszusteigen. Damit rückt nun das markante Zwischenhoch von März dieses Jahres bei 44,27 Euro in den Fokus und könnte das nächste potenzielle Kursziel darstellen.

Deutsche Post

Eli Lilly mit dynamischem Anstieg auf dem Weg zum Allzeithoch

In einem insgesamt schwachen Umfeld am US-Aktienmarkt in der vergangenen Woche sticht unter den US-Schwergewichten die Aktie von Eli Lilly (ISIN: US5324571083) mit kräftigen Kurszuwächsen positiv hervor. Der Pharmakonzern setzte damit den dynamischen Aufwärtstrend fort, der sich seit dem Korrekturtief im August gebildet hat. Das Plus seither beträgt rund 50 Prozent. Nach der vorangegangenen ausgedehnten Verschnaufpause seit dem Allzeithoch von August 2024 bei 972,53 US-Dollar, die zu einem Kursrückgang von rund 36 Prozent geführt hatte, ist der Rekordwert nun fast wieder erreicht. Offenbar schätzt der Markt die weitere Geschäftsentwicklung des Unternehmens wieder deutlich besser ein.

Im Fokus stehen dabei die Medikamente Mounjaro und Zepbound, die zur Behandlung von Typ-2-Diabetes und zur Gewichtsreduktion zugelassen sind. Beide gehören zur Kategorie der GLP-1-Präparate, die seit einiger Zeit als große Hoffnungsträger der Pharmabranche gelten. Eli Lilly zählt hier neben dem dänischen Konkurrenten Novo Nordisk (ISIN: DK0062498333) zu den wichtigsten Anbietern. Mehr zur Novo-Nordisk-Aktie, unter anderem eine Chartanalyse, lesen Sie im aktuellen Bericht: „Novo-Nordisk-Aktie: Wenn das Chartbild aussieht wie ein Tannenbaum“.

Auch auf der Nachrichtenseite gab es in der vergangenen Woche Neuigkeiten. Beide Unternehmen haben eine wichtige Vereinbarung mit der US-Regierung über die Preisgestaltung von Arzneimitteln getroffen. Im Gegenzug für niedrigere Preise für ihre Markenmedikamente, darunter auch die beliebten Präparate zur Gewichtsreduktion, sollen sie in den USA von Zöllen befreit werden. Eli Lilly meldete zudem positive Studienergebnisse für den experimentellen Amylinrezeptoragonisten Eloralintide zur Behandlung von Fettleibigkeit sowie den Bau einer Produktionsstätte in den Niederlanden im Wert von 3 Milliarden US-Dollar.

Eli Lilly

HOCHTIEF-Aktie bricht aus und erreicht neues Allzeithoch

Zu den größten Gewinnern der vergangenen Woche am deutschen Aktienmarkt gehörte HOCHTIEF (ISIN: DE0006070006). Der MDAX-Wert zählte dabei zu den wenigen Aktien, die neue Bestmarken erreichten. Rückenwind erhielt der Baukonzern, der in Nordamerika, Australien und Europa aktiv ist, durch seine vorgelegten Quartalszahlen. Vor allem die US-Tochter Turner und die australische Tochter Cimic hatten sich sehr gut entwickelt, wodurch das deutsche Unternehmen kräftig bei Umsatz und Ergebnis zulegen konnte. Der Vorstand zeigte sich zudem weiterhin zuversichtlich für die weitere Geschäftsentwicklung und erhöhte das Gewinnziel für das laufende Jahr.

Aus charttechnischer Sicht ist die Aktie mit dem jüngsten Anstieg über das bisherige Allzeithoch von Anfang Oktober geklettert und hat damit den übergeordneten Aufwärtstrend bestätigt. Insgesamt könnte die HOCHTIEF-Aktie damit weiterhin interessant für trendfolgende Handelsstrategien bleiben.

HOCHTIEF

+++ Flops der Börsenwoche 45/2025 +++

Palantir-Aktie korrigiert nach Zahlen und testet erneut die 50-Tage-Linie

Der schwächste Sektor am US-Aktienmarkt in der vergangenen Woche war die Technologiebranche. Offenbar nutzten Anleger das insgesamt schwächere Marktumfeld, um bei den starken Performern der letzten Monate Gewinne mitzunehmen. Auch die derzeit laufende Berichtssaison bietet dafür Anlass.

Stellvertretend für diese Entwicklung steht die Aktie von Palantir Technologies (ISIN: US69608A1088, Symbol: PLTR), die zuletzt zu den größten Verlierern im S&P 500 und NASDAQ-100 zählte. Dabei hatte die Börsenwoche zunächst noch positiv begonnen: Am Montag erreichte die Aktie ein neues Allzeithoch bei 207,52 US-Dollar. Die am Abend nach Börsenschluss vorgelegten Quartalszahlen sorgten jedoch am Dienstag für eine negative Kursreaktion, die sich in den folgenden Handelstagen fortsetzte.

Seit dem Rekordhoch hat die PLTR-Aktie bereits rund 16 Prozent an Wert verloren. Das klingt nach viel und ist es in absoluten Werten auch, allerdings muss die jüngste Entwicklung im Kontext der starken Kursgewinne der vergangenen Monate gesehen werden. Mit einem Plus von über 130 Prozent zählt Palantir weiterhin zu den Top-Performern des Jahres 2025: dem zweitbesten Wert im NASDAQ-100 und dem fünftbesten im S&P 500.

Aus charttechnischer Sicht bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend trotz der jüngsten Verluste intakt. Bisher handelt es sich somit um eine normale Korrektur innerhalb des Aufwärtstrends. Zudem besteht die Möglichkeit, dass sich die nun erneut erreichte 50-Tage-Durchschnittslinie, wie bereits mehrfach in den vergangenen Monaten, erneut als Unterstützung erweist, auch wenn sie am Donnerstag unterschritten wurde.

Palantir Technologies

Dash mit Crash: DoorDash sprintet in die falsche Richtung

Der US-amerikanische Lieferdienst DoorDash (ISIN: US25809K1051, Symbol: DASH) mit Sitz in San Francisco gehört zu den größten Anbietern für Essenszustellung in Nordamerika und expandiert zunehmend in weitere Liefersegmente wie Lebensmittel und Einzelhandel. Der Name DoorDash setzt sich aus zwei einfachen Wörtern zusammen: „Door“ steht für die Haustür des Kunden, „Dash“ bedeutet „flitzen“ oder „schnell laufen“. Zusammen beschreibt der Name das Versprechen, Bestellungen rasch bis an die Tür zu bringen, und ist damit das Markenzeichen des 2013 gegründeten Unternehmens.

Seit dem Börsengang im Jahr 2020 steht DoorDash für schnelles Wachstum, aber auch für hohe Kosten und starken Konkurrenzdruck. Die Aktie hatte sich seit dem Allzeittief von Oktober 2022 bei 41,37 US-Dollar deutlich erholt, und der Kurs konnte sich seither vervielfachen. Der bisherige Höchststand wurde im Oktober dieses Jahres bei 285,50 US-Dollar erreicht. Seither ist jedoch eine Korrektur zu beobachten, die sich in der vergangenen Woche sehr dynamisch fortsetzte. Damit gehörte die DASH-Aktie zu den schwächsten Werten im S&P 500 und NASDAQ-100.

DoorDash hatte gemischte Ergebnisse für das dritte Quartal vorgelegt. Zudem stellte der Vorstand für 2026 erhöhte Ausgaben für Robotik, Fulfillment-Initiativen, SmartScale (eine Hard- und Softwarelösung für Restaurants) sowie den 2025 übernommenen britischen Lieferdienst Deliveroo in Aussicht, was die Rentabilität beeinträchtigen könnte. Das kam an der Börse offenbar nicht gut an. Inzwischen hat die DoorDash-Aktie seit dem Allzeithoch mehr als 30 Prozent an Wert eingebüßt. Aus charttechnischer Sicht wurde nun auch der übergeordnete Aufwärtstrend gebrochen.

DoorDash

LANXESS-Aktie mit neuem Mehrjahrestief

Es gibt nichts zu beschönigen: Für den Spezialchemiekonzern LANXESS (ISIN: DE0005470405) läuft es bereits seit einiger Zeit nicht rund. Ein schwaches gesamtwirtschaftliches Umfeld, anhaltende Handels- und Zollkonflikte, hohe Energiekosten sowie zunehmender Wettbewerbsdruck belasten die Geschäftsentwicklung spürbar. Diese Herausforderungen spiegeln sich auch im Börsenkurs wider.

Die Aktie befindet sich in einem übergeordneten Abwärtstrend, der sich in der vergangenen Woche fortsetzte. Dem jüngsten Abgabedruck vorausgegangen war die Veröffentlichung der Quartalszahlen, die der Vorstand zum Anlass nahm, vorsichtig auf das Schlussquartal zu blicken. Auch die angekündigten weiteren Sparmaßnahmen sowie die für das zweite Halbjahr 2026 in Aussicht gestellte Geschäftsbelebung konnten die Investoren nicht besänftigen.

Stattdessen fiel die Aktie zwischenzeitlich unter 17 Euro und erreichte damit ein so niedriges Niveau wie seit Juli 2009 nicht mehr. Der MDAX-Konzern dürfte es zudem weiterhin schwer haben, das verlorene Anlegervertrauen zurückzugewinnen. Dafür sind derzeit keine Katalysatoren in Sicht.

LANXESS

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