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Attraktive Rendite und gutes Gewissen – Erste Stock Environment



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Unabhängig davon, ob Privat-Anleger sich persönlich für oder gegen nachhaltiges Investieren entscheiden,zumindest in Europa ist die politische Zielsetzung klar. Gelder sollen verstärkt in Projekte fließen, die sich positiv auf die Umwelt und die Bekämpfung des Klimawandels auswirken. Fondsmanager brauchen sich bei institutionellen Investoren kaum noch um Mandate zu bewerben, wenn sie in ihren Portfolios auf Nachhaltigkeits-Kriterien verzichten. Kürzel wie ESG (Environment, Social, Governance) und SRI (Socially Responsible Investments) bestimmen zunehmend das Fonds-Universum. Der Erste Stock Environment (WKN: A2PZJ5) zeigt, wie renditeträchtig Investieren mit gutem Gewissen sein kann.



Nachhaltigkeits-Expertise aus Wien


Die Erste Asset Management aus Wien ist mit einem verwalteten Vermögen von knapp 59 Milliarden Euro (Stand: April 2020) einer der führenden Experten für Geldanlage im Herzen Europas. Nachhaltigkeit gehört quasi zur DNA des Unternehmens. Die Anlagestrategen sind Teil der Initiative Climate Action 100+, zu der sich über 300 Investoren mit mehr als 32 Billionen US-Dollar Assets under management zusammengeschlossen haben. Ziel der Initiative ist es, die 100 größten Treibhausgas-Emittenten zur Veränderung ihrer Geschäftsmodelle zu bewegen.



Kampf für die Klimaneutralität

Die EU hat sich auch in der Coronakrise verstärkt dem Kampf für die Klimaneutralität verschrieben. Clemens Klein, Fondsmanager des Erste Stock Environment verweist darauf, dass auch der zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise aufgelegte Wiederaufbaufonds der EU stark auf Klimainvestitionen ausgerichtet ist. Ziel ist es, Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen. Klein investiert im Erste Stock Environment in Umwelttechnologie-Unternehmen wie beispielsweise aus den Bereichen Wasseraufbereitung, Abfallrecycling und Erneuerbare Energien. Der aktive Stockpicking-Ansatz ist global ausgerichtet. Laut Klein haben sich Sektoren wie Wasserstoff, Abfallwirtschaft und Recycling im vergangenen Jahr überdurchschnittlich entwickelt. Ende Januar wurden hier teilweise Gewinne mitgenommen. Die Marktschwäche zum Ende des ersten Quartals hat Klein genutzt, um Positionen, von denen der Fondsmanager besonders überzeugt war, aufzustocken.



Umwelttechnologie aus den USA

Zu den Top-Holdings zählen aktuell der US-Solarstromanbieter Sunrun aus Kalifornien und die ebenfalls in den USA beheimatete Enphase Energy. Der Energietechnologiekonzern bietet Software zu Energiesteuerung und -speicherung an. Das Unternehmen gehört zu den globalen Marktführern bei Mikroinvertern. Diese dienen dazu, die von Solarmodulen erzeugte Gleichspannung in Wechselspannung umzuwandeln. Klein sieht weiter gute Chancen bei Erneuerbaren Energien: „Vor allem das Solarsegment bietet – trotz der starken Anstiege des Vorjahres – aufgrund weiter fallender Kosten bei gleichzeitig steigenden Wirkungsgraden weiter interessante Zukunftsaussichten. In vielen Teilen der Welt zählt Solarenergie mittlerweile zu den günstigsten Formen der Stromerzeugung, womit die Notwendigkeit von Subventionen wegfällt“.



Überdurchschnittliche Performance


Der Erste Stock Environment ist ein sogenannter Feeder-Fonds, der dauerhaft mindestens zu 85% in den österreichischen Master-Fonds Erste WWF Stock Environment investiert ist. Deutsche Anleger können seit Februar 2020 in den Ableger investieren. Bislang lag der Wertzuwachs bei beeindruckenden 20,6 Prozent. Der Master-Fonds wurde bereits 2001 aufgelegt. Hier war die Performance auch über längere Zeithorizonte mit 85,7 Prozent in drei Jahren und 102 Prozent in fünf Jahren überdurchschnittlich.



Christian Bayer

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30.10.2020 | 16:15

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