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Ethereum-Kurs im Fokus: Diese Marke wird jetzt kritisch

Ether-Coin.
Ethereum kämpft rundum die 2.000 US-Dollar-Marke um Stabilität. (Foto: carlos castilla / Shutterstock)

Der Ethereum-Kurs stieg bis vor kurzem dynamisch auf fast 2.400 US-Dollar. Makro-Unsicherheiten und Inflationsdruck sorgen nun für Abkühlung.

Von Louis Blümlein 

Der Ethereum-Kurs konnte zuletzt deutlich an Momentum gewinnen und stieg in den vergangenen Tagen zeitweise auf knapp 2.400 US-Dollar. Auf Sieben-Tages-Basis legte ETH somit rund zehn Prozent zu und durchbrach dabei die wichtige psychologische Marke von 2.000 US-Dollar. Diese Bewegung unterstreicht die Stärke im Markt.

Gleichzeitig bleibt das makroökonomische Umfeld angespannt. Der Ölpreis notiert mittlerweile über 100 US-Dollar, während die zuletzt veröffentlichten Erzeugerpreisdaten höher ausfielen als erwartet. Damit rückt das Thema Stagflation in den Fokus. Eine Kombination aus steigenden Inflationsraten und schwachem bis gar keinem Wachstum, würde Notenbanker dies- und jenseits des Atlantiks vor eine knifflige Aufgabe stellen. Zinserhöhungen würden inflationsmindernd wirken, jedoch zusätzlich das Wachstum hemmen. Halten die Währungshüter die Zinsen dagegen aus Angst davor die Wirtschaft auszubremsen, niedrig, könnte die Inflation mit Macht zurückkehren.

Die jüngste Zinsentscheidung der US-Notenbank fiel in dieses Bild. Die Fed ließ den Leitzins wie erwartet unverändert und bestätigte damit ihren aktuellen Kurs. In der anschließenden Pressekonferenz wurde jedoch deutlich, dass der Inflationsdruck weiterhin ein zentrales Thema bleibt, insbesondere im Zusammenhang mit steigenden Energiepreisen und geopolitischen Risiken.

Diese Unsicherheit zeigte sich auch im Kursverlauf von Ethereum. Bereits vor der Pressekonferenz kam es zu Gewinnmitnahmen, wodurch der Kurs wieder in Richtung der 2.000-US-Dollar-Zone zurücklief. Zinserhöhungen drücken tendenziell auf die Kurse von Kryptowährungen und anderen risikoreichen Assets, da im Vergleich als sicherer eingestufte Anlagen wie Anleihen für Investoren attraktiver werden. Aktuell notiert ETH im Bereich von rund 2.150 US-Dollar.

Ethereum-Kurs: Diese Zonen stehen jetzt im Fokus

Ein Blick auf die Liquidation Heatmap zeigt, dass sich insbesondere im Bereich von 2.000 US-Dollar eine markante Zone gebildet hat. Dort liegt ein erhöhtes Liquiditätsdelta, was darauf hindeutet, dass diese Marke kurzfristig erneut angelaufen werden könnte. Gleichzeitig fungiert sie als zentrale Unterstützungszone, die es zu verteidigen gilt.

Zusätzlich zeigen Daten aus dem Orderbuch, dass sich im Bereich von 2.000 US-Dollar vermehrt Limit-Orders auf der Käuferseite befinden. Diese stellen potenzielle Spotnachfrage dar und können kurzfristige Rücksetzer abfedern. Solche Orderbuch-Einträge sind zwar nicht garantiert, da sie jederzeit angepasst oder entfernt werden können, geben jedoch einen wichtigen Hinweis darauf, wo Marktteilnehmer aktuell Kaufinteresse sehen.

Sollte die Unterstützung bei 2.000 US-Dollar nicht halten, rückt eine tiefere Zone in den Fokus. Besonders im Bereich von rund 1.800 US-Dollar zeigt sich eine weitere Konzentration an potenzieller Nachfrage. Diese Zone könnte im Falle einer stärkeren Korrektur als nächste relevante Unterstützung dienen.

ETF-Zuflüsse sprechen für steigende Nachfrage

Trotz der kurzfristigen Unsicherheit zeigt sich auf der Nachfrageseite ein positives Bild. Die Spot-ETF-Zuflüsse bei Ethereum waren zuletzt an sechs Tagen in Folge positiv. Besonders hervorzuheben ist der 17. März, an dem Nettozuflüsse in Höhe von rund 138 Millionen US-Dollar verzeichnet wurden.

Diese Entwicklung zeigt, dass institutionelles Interesse wieder zunimmt und Kapital zurück in den Markt fließt. Gerade in Phasen erhöhter Volatilität kann diese Nachfrage stabilisierend wirken und größere Rücksetzer begrenzen.

Fazit

Der Ethereum-Kurs zeigt weiterhin eine starke Grundstruktur, auch wenn es zuletzt zu einer spürbaren Abkühlung kam. Die Zone um 2.000 US-Dollar rückt dabei klar in den Mittelpunkt und dürfte kurzfristig entscheidend werden.

Gleichzeitig bleibt das Umfeld herausfordernd. Steigende Energiepreise, Inflationsrisiken und geopolitische Spannungen sorgen für Unsicherheit und könnten jederzeit für zusätzliche Volatilität sorgen.

Dabei stehen besonders kommende Entscheidungen in der Geldpolitik im Fokus, die nun mal wesentlich davon abhängen, wie stark die Inflationsraten infolge des Iran-Kriegs steigen.

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