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Krypto > Elon Musk plant Giga-Merger

Was der Mega-Deal zwischen SpaceX und Tesla mit Bitcoin zu tun hat

| Louis Blümlein

Werbung für SpaceX-IPO.
Erst der Mega-IPO, jetzt schon könnte die Mega-Fusion folgen: SpaceX und Tesla loten den Zusammenschluss aus.

Die Fusionspläne von SpaceX und Tesla sorgen für Gesprächsstoff. Beide Unternehmen halten zusammen über 30.000 Bitcoin.

Schon länger wird darüber spekuliert, ob Elon Musk seine Unternehmen irgendwann enger miteinander verbinden könnte. Inzwischen ist daraus mehr als nur ein Gerücht geworden, denn Tesla und SpaceX haben jeweils unabhängige Sonderausschüsse eingerichtet, um eine mögliche Fusion zu prüfen.

Das bestätigte Musk während der jüngsten Quartalskonferenz von SpaceX. Da er bei beiden Unternehmen eine führende Rolle spielt und größere Aktienpakete besitzt, nimmt er selbst nicht an den Verhandlungen teil. Stattdessen sollen die Ausschüsse prüfen, ob ein Zusammenschluss sinnvoll wäre und unter welchen Bedingungen er stattfinden könnte.

Musk selbst steht der Idee positiv gegenüber, machte allerdings auch klar, dass eine Fusion keineswegs sicher ist. Bei Tesla müssten mindestens 50 Prozent aller ausstehenden Aktien für einen solchen Deal stimmen. Das ist eine hohe Hürde, schließlich reicht dafür nicht einfach eine Mehrheit der abgegebenen Stimmen.

Wirtschaftlich hätte der Zusammenschluss durchaus seinen Reiz. Tesla und SpaceX investieren bereits Milliarden in künstliche Intelligenz, Robotik und die Entwicklung eigener Chips. Hinzu kommen gemeinsame Projekte wie Terafab, mit dem Musk langfristig große Mengen leistungsfähiger Halbleiter produzieren möchte.

Durch eine Fusion könnten beide Unternehmen ihre Forschung und Entwicklung enger miteinander verbinden und neue Projekte gemeinsam finanzieren. Auch die Pläne für Rechenzentren im Weltraum würden damit stärker mit Teslas KI-Geschäft zusammenwachsen.

An der Börse wird bereits über einen möglichen Konzernwert von rund 3,5 Billionen US-Dollar spekuliert. Damit würde einer der größten Unternehmenszusammenschlüsse der Geschichte entstehen.

Allerdings bringt eine Fusion auch Risiken mit sich. Beide Unternehmen benötigen enorme Summen für ihre Zukunftsprojekte, während die Interessen ihrer Aktionäre nicht zwangsläufig übereinstimmen. Hinzu kommt die Frage, wie Tesla bei einem möglichen Zusammenschluss bewertet würde und welchen Anteil die bisherigen Aktionäre am neuen Konzern erhalten.

Über 30.000 Bitcoin könnten unter einem Dach landen

Abseits der Technologiebranche hätte der Zusammenschluss noch eine weitere Besonderheit. Tesla und SpaceX gehören bereits zu den größeren börsennotierten Unternehmen, die Bitcoin in ihren Bilanzen halten.

Laut dem jüngsten Quartalsbericht besitzt Tesla insgesamt 11.509 Bitcoin. SpaceX verfügt über weitere 18.712 BTC, womit beide Unternehmen zusammen auf 30.221 Bitcoin kommen. Bei einem angenommenen Bitcoin-Kurs von 80.000 US-Dollar entspricht das einem Gesamtwert von rund 2,42 Milliarden US-Dollar.

Bemerkenswert ist dabei, dass beide Unternehmen ihre Bestände seit Ende 2025 unverändert gelassen haben. Obwohl der Bitcoin-Kurs zwischenzeitlich stark schwankte, wurden laut den veröffentlichten Quartalsberichten weder größere Mengen gekauft noch verkauft.

Bei einer Fusion würden diese Reserven künftig zu einem gemeinsamen Konzernverbund gehören. Damit wäre der neue Technologieriese auch einer der größeren börsennotierten Bitcoin-Halter weltweit. An Unternehmen wie Strategy, das Bitcoin gezielt als zentrale Reserveanlage einsetzt, käme der Bestand allerdings nicht heran.

Welche Folgen hätte die Fusion für den Bitcoin-Kurs?

Für den Bitcoin-Kurs hätte eine mögliche Fusion zunächst keine direkten Auswirkungen, schließlich befinden sich die Coins bereits im Besitz von Tesla und SpaceX und müssten bei einem Zusammenschluss nicht erneut gekauft werden.

Trotzdem könnte der Deal Bitcoin als Unternehmensreserve mehr Aufmerksamkeit verschaffen. Immerhin würde damit einer der wertvollsten Technologiekonzerne der Welt einen milliardenschweren Bitcoin-Bestand in seiner Bilanz halten. Das könnte auch andere Unternehmen dazu bewegen, sich stärker mit Bitcoin als möglicher Anlage für ihre Finanzreserven zu beschäftigen.

Für zusätzliche Bewegung am Kryptomarkt könnte vor allem eine Änderung der bisherigen Bitcoin-Strategie sorgen. Sollte Musk nach einer Fusion entscheiden, die gemeinsamen Reserven weiter auszubauen, würden zusätzliche Käufe auch die Nachfrage nach Bitcoin erhöhen. Konkrete Pläne dafür gibt es bislang allerdings nicht.

Auf der anderen Seite benötigen Tesla und SpaceX enorme Summen für ihre Zukunftsprojekte, darunter künstliche Intelligenz, Robotik und Raumfahrt. Sollten die Unternehmen irgendwann einen Teil ihrer Bitcoin-Bestände verkaufen, um weitere Investitionen zu finanzieren, könnte das zusätzlichen Verkaufsdruck am Markt auslösen.

Bislang spricht allerdings wenig für ein solches Szenario, denn beide Unternehmen haben ihre Bitcoin-Reserven seit Ende 2025 unverändert gelassen. Ob sich daran nach einer möglichen Fusion etwas ändern würde, ist derzeit völlig offen.

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