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SAP macht ernst - der Qualtrics IPO steht an

(Foto: Tada Images / Shutterstock)



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SAP bringt seine US-Tochter Qualtrics an die Börse. Zu den Kunden zählen unter anderem Big Player aus den Bereichen Gesundheit und Technologie, zwei Branchen, die von der Corona Krise stark profitieren konnten. Warum eine Investition in die SAP Tochter lohnenswert ist und wie Kleinanleger profitieren können.

Von Dmitry Ivanov, Börsenexperte und Geschäftsführer des Online-Brokerhaus Freedom Finance Germany

Der Hype um den Börsengang von Airbnb ist zwar weitaus größer gewesen, aber Branchenkenner und Anlageinteressierte beschäftigen sich seit einiger Zeit intensiv mit dem Börsengang von Qualtrics. Bereits im Juli 2020 hatte SAP angekündigt, Qualtrics an der US-Tech-Börse Nasdaq notieren zu wollen, nun ist daraus ein konkreter Plan geworden. Der Börsengang wird für Ende Januar, spätestens Anfang Februar 2021 erwartet. „Qualtrics  ist eine innovative Unternehmenssoftware am Puls der Zeit. 80% der Verbraucher wechseln die Marke, weil sie eine schlechte Erfahrung gemacht haben. Im Gegensatz zur Konkurrenz, die aufgebrachte Kunden häufig nur versucht zu beschwichtigen, hilft die Qualtrics Software Unternehmen, User Journeys nachhaltig zu verbessern“, erklärt Freedom Finance CEO Ivanov. Seinen Kunden legt er nahe, im Vorfeld einen genaueren Blick auf das Unternehmen zu werfen. Dafür hat Freedom Finance ein paar Informationen zum Unternehmen und seinem Börsengang zusammengestellt.

Qualtrics stattliche Bilanz im Pandemie-Jahr

Qualtrics als Marktführer in der Experience Management Industrie, konnte im ersten Quartal des Pandemiejahrs 2020 einen Umsatz von 550 Millionen Dollar erwirtschaften, was eine Wachstumsrate von 30% bedeutet. Für das gesamte Jahr belaufen sich die Schätzungen auf eine Wachstumsrate von 47%. Im Jahr zuvor lag der in den ersten drei Monaten generierte Umsatz bei 401,9 Millionen Dollar. Mit mehr als 12.000 Kunden, von denen 85% zu den Fortune 100, also den 100 größten Konzernen weltweit, gehören, ist Qualtrics im Krisenjahr 2020 gut aufgestellt gewesen. In der Krise konnte das Unternehmen außerdem zusätzliche Kunden aus NGO- und Regierungskreisen gewinnen, die im organisatorisch chaotischen Pandemie Jahr Unterstützung bei Qualtrics suchten. Und auch nach der Pandemie stehen die Chancen nicht schlecht, dass der Aufwärtstrend anhält. „Die Pandemie hat die Digitalisierung in Unternehmen immens beschleunigt, was nach Ende der Corona-Krise zu gesteigertem Interesse an der Software beitragen  könnte, da viele Kunden beispielsweise ihre Online-Customer Journey verbessern wollen“, analysiert der Freedom Finance CEO die Situation.

Gehypte Schätzungen und rosige Aussichten für Anleger

Zuletzt wurde Qualtrics bei einer Finanzierungsrunde mit 14,4 Milliarden Dollar bewertet. Hauptaktionär bleibt SAP selbst, ebenfalls beteiligen, will sich der Qualtrics CEO und Co-Founder Ryan Smith, sowie die US-amerikanische Kapitalbeteiligungsgesellschaft Silver Lake Management. Der potenzielle Wert des globalen Markts für Customer Experience Management lag 2019 bei 6,62 Milliarden Dollar, bis zum Jahr 2027 wird eine Steigerung auf 17,5  Milliarden Dollar erwartet.

Im Windschatten der Fortune 100. Qualtrics solides Fundament

Was im Jahr 2002 in einer Garage im US-amerikanischen Bundesstaat Utah mit einer simplen Idee begann, ist mittlerweile zu einer innovativen Unternehmenssoftware für Experience Management herangereift. Zu Qualtrics Kunden zählen die Big Player der Finanz-, Gesundheits- und Technologiebranche, zudem Großkonzerne, wie Adidas, BMW, Coca-Cola oder Airbus. Qualtrics hat außerdem Zugang zum riesigen Kundenstamm von SAP mit über 400.000 Kunden in mehr als 180 Ländern. Das Unternehmen investiert viel in Sales und Marketing, was Qualtrics Bekanntheit fördern dürfte und weitere Kunden anziehen könnte. Eine kontinuierliche Verbesserung der Software, hält das Angebot langfristig attraktiv. Interessant für Investoren dürfte auch das Abonnement-System mit einer Mitgliedsdauer von mindestens einem Jahr sein, worüber sich Qualtrics eine  langfristige Kundenbindung und Bezüge über einen größeren Zeitraum sichert.

Geldsegen auch für Kleinanleger. Hohe Renditen bei IPOs.                

Auch für 2021 stehen neben dem Qualtrics IPO weitere vielversprechende Börsengänge an, darunter der IPO von Robinhood, ein Online Trader und der von Netskope, ein Softwareentwickler für Cybersicherheit. „Eine Investition in IPOs war für Kleinanlegern lange nicht möglich und bildet bis heute die Ausnahme von der Regel. Normal bekommen zunächst große Kapitalgesellschaften und Banken die Möglichkeit in Erstemissionen zu investieren“, erklärt Ivanov. „Doch unser NASDAQ börsennotiertes Unternehmen, die Freedom Holding Corporation bietet deutschen Kunden über seine Tochtergesellschaft Freedom Finance Europe Ltd. die Gelegenheit, auch als Kleinanleger an IPOs teilzunehmen. Unter de.freedom24.com/ipo können sich Anleger registrieren und für ein IPO-Investment bewerben“, so der Freedom Finance Chef weiter. Der Run auf IPOs ist sehr groß, denn Neuemissionen legen besonders kurz nach der Einführung extrem an Wert zu. So haben sich die Airbnb und Doordash Aktien kurz nach dem US-Börsengang zwischenzeitlich verdoppelt. Unübertroffen bleibt aber derzeit das chinesische E-Commerce-Unternehmen Wunong Net Technology, Einzelhändler für Bio-Lebensmittel. Wunong legte an den beiden ersten Handelstagen um 440 Prozent zu. Was für Erstzeichner eine Gewinnsteigerung um nahezu 3.000 Prozent bedeutete. Wer die Möglichkeit bekommt, in attraktive IPOs zu investieren, kann also innerhalb von kürzester Zeit eine stattliche Rendite erzielen. 

19.01.2021 | 11:09

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