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Tops und Flops > Gewinner und Verlierer

Tops & Flops KW 02/2026: Rheinmetall, ASML, SanDisk und Apple

| Thomas Behnke

Schriftzug „Tops & Flops“ zur Übersicht der stärksten und schwächsten Aktien der Börsenwoche 2
Tops & Flops der Börsenwoche 2: im Fokus stehen unter anderem Rheinmetall, ASML Holding, SanDisk und Apple.

DAX auf Rekordniveau, starke Tops und klare Flops: Rheinmetall, ASML und SanDisk mit neuen Impulsen, während Apple und Versorger unter Druck stehen. Der kompakte Marktüberblick zur Börsenwoche 02/2026.

Tops und Flops der Woche: Neue Rekorde, starke Trends und anhaltende Korrekturen

Die Börsenwoche 02/2026 war von klaren Gegensätzen geprägt. Während mehrere Schwergewichte mit neuen Kursrekorden, dynamischen Ausbrüchen und der Fortsetzung bestehender Aufwärtstrends überzeugten, standen andere Aktien weiter unter Druck und bestätigten ihre laufenden Korrekturbewegungen. Geopolitische Impulse, sektorale Verschiebungen sowie charttechnische Faktoren bestimmten dabei das Marktgeschehen.

Der neue Rekordstand des DAX lenkt dabei nicht nur den Blick auf die Tops und Flops der Woche, sondern auch auf weitere Indexmitglieder, die sich charttechnisch in aussichtsreichen Ausgangslagen befinden, wie im Beitrag „Neuer DAX-Rekord zum Jahresstart: Diese vier Aktien überzeugen charttechnisch“ aufgezeigt wird. Welche Titel in der vergangenen Woche zu den klaren Gewinnern zählten und welche Werte auf der Verliererseite standen, zeigt der Überblick über die Tops und Flops der Börsenwoche.

+++ Tops der Börsenwoche 02/2026 +++

Rheinmetall ist bester DAX-Wert zum Jahresauftakt – Kurs zurück über 200-Tage-Linie

Der deutsche Leitindex ist mit neuen Rekorden in das Börsenjahr 2026 gestartet und hat erstmals die Marke von 25.000 Punkten überschritten. Beim Indexmitglied Rheinmetall (ISIN: DE0007030009) gab es zwar noch kein neues Allzeithoch, dennoch präsentierte sich die Aktie des Rüstungskonzerns in der ersten vollständigen Handelswoche des neuen Jahres als stärkster Wert unter den DAX-Titeln.

Als mögliche treibende Kraft gelten die zunehmenden geopolitischen Konflikte. Dazu zählt unter anderem die Militärintervention der USA in Venezuela, bei der es auch um den Rohstoffreichtum des Landes geht. Weitere Hintergründe dazu finden sich im Beitrag „Was kostet die Welt? Venezuelas Rohstoffe im Wert von 20 Billionen Dollar“.

Rückenwind könnten Rüstungswerte wie Rheinmetall in der vergangenen Woche zudem durch eine Ankündigung von US-Präsident Donald Trump erhalten haben. Dieser will das Militärbudget für das Jahr 2027 deutlich erhöhen und stellte dabei ein Volumen von bis zu 1.500 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Für 2026 sind rund 900 Milliarden US-Dollar vorgesehen. Diese Pläne fügen sich in die Entwicklung der vergangenen Jahre ein, in denen die internationalen Rüstungsausgaben kontinuierlich gestiegen sind.

Aus charttechnischer Sicht ist bemerkenswert, dass die Rheinmetall-Aktie wieder über ihre 200-Tage-Durchschnittslinie gestiegen ist. Diese Marke war im November im Zuge der Korrektur seit dem Allzeithoch Anfang Oktober bei 2.008 Euro unterschritten worden.

Rheinmetall

ASML-Holding-Aktie zum ersten Mal über 1.000 Euro

Die Aktie der ASML Holding (ISIN: NL0010273215) ist mit einem Börsenwert von mehr als 400 Milliarden Euro das Schwergewicht im EURO STOXX 50 und zählte in der vergangenen Woche zu den größten Gewinnern des Index. Dabei kletterte das Papier erstmals über die Marke von 1.000 Euro und stieß mit neuen Rekorden in bislang unbekanntes Kursterrain vor. Hintergründe zum positiven Jahresauftakt des niederländischen Chipanlagenbauers werden im Beitrag „Möglicher Superzyklus: ASML mit Raketenstart ins neue Jahr“ beleuchtet.

Aus charttechnischer Sicht hat die Aktie mit dem jüngsten Kursanstieg die massiven Verluste der Korrektur vom bisherigen Allzeithoch im Juli 2024 bis zum Tief im April 2025 von rund 50 Prozent wieder aufgeholt. Der nun erfolgte Ausbruch über den bisherigen Rekord kann damit den übergeordneten Aufwärtstrend bestätigen, sodass sich ASML weiterhin für trendfolgende Handelsansätze eignen könnte.

ASML Holding

SanDisk-Kurs setzt Rallye mit neuen Rekorden fort

Besonders auffällig bei der Performance der Indexwerte im S&P 500 in der vergangenen Woche war die SanDisk-Aktie (ISIN: US80004C2008) mit einem Kursplus von über 20 Prozent und neuen Kursrekorden. Das Unternehmen, das im November 2025 in den US-Leitindex aufgestiegen war, setzte damit die positive Tendenz der vergangenen Monate fort. Seit dem Korrekturtief im November 2025 hat sich der Kurs nahezu verdoppelt. Die Performance seit Februar 2025, als SanDisk durch die Abspaltung von Western Digital (ISIN: US9581021055) wieder ein eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen wurde, beläuft sich auf mehr als 900 Prozent.

Nach der Abspaltung ist SanDisk klar als Flash-Spezialist positioniert. Das Unternehmen entwickelt NAND-Flash, SSDs, Embedded-Speicher, Speicherkarten und USB-Lösungen für Rechenzentren, Cloud-Anwendungen, Edge-Geräte und Endkunden. Western Digital konzentriert sich dagegen vor allem auf klassische Festplatten sowie große Speichersysteme für Hyperscaler und Cloud-Provider mit sehr hohen Kapazitätsanforderungen.

Der starke Kursanstieg von SanDisk dürfte vor allem auf den AI-getriebenen Boom bei Datacenter-SSDs und NAND-Flash, eine zyklische Verknappung im NAND-Markt mit steigenden Preisen sowie mehrere starke Quartalszahlen mit optimistischen Ausblicken zurückzuführen sein. Hinzu kommen die Neubewertung als klar fokussierter Pure-Play-Flash-Spezialist nach der Abspaltung von Western Digital sowie zusätzlicher Kaufdruck durch die Aufnahme in den S&P 500.

SanDisk

+++ Flops der Börsenwoche 02/2026 +++

Apple-Aktie weiter im Korrekturmodus

Die Apple-Aktie (ISIN: US0378331005) gehört mit einem Börsenwert von derzeit 3,83 Billionen US-Dollar weiterhin zu den Schwergewichten am Aktienmarkt. Auffällig ist jedoch die Kursschwäche seit dem Allzeithoch Anfang Dezember 2025 bei 288,62 US-Dollar. Gemessen am Börsenwert ist die Aktie inzwischen auf den dritten Platz hinter NVIDIA (ISIN: US67066G1040) und Alphabet (ISIN: US02079K3059, US02079K1079) zurückgefallen. Zuletzt wurden sowohl die 21- als auch die 50-Tage-Linie als Indikatoren für den kurz- und mittelfristigen Aufwärtstrend unterschritten. Gleichzeitig hat sich ein kurzfristiger Abwärtstrend etabliert.

Hinter der aktuellen Schwäche könnten eine zuvor sehr ambitionierte Bewertung, zunehmende Zweifel an der Dynamik des iPhone-Geschäfts insbesondere in China sowie eine gewisse Ernüchterung darüber stehen, wie schnell Apple seine AI-Initiativen in messbares Wachstum umsetzen kann. Zuletzt wurden die Erwartungen an „Apple Intelligence“ und entsprechende AI-Funktionen teilweise als überzogen eingeschätzt. Der konkrete Nutzen für kurzfristige Impulse im iPhone-Geschäft gilt demnach als begrenzt und der Rollout verläuft bislang eher schleppend.

Apple

Constellation Energy und NRG Energy führen die Verliererliste im S&P 500 an

Der schwächste Sektor zum Jahresauftakt am US-Aktienmarkt waren die Versorger. Damit knüpfen sie an die schwächere Tendenz der vergangenen Monate an. So befindet sich der Branchenindex Utilities Select Sector seit seinem Allzeithoch Mitte Oktober 2025 in einer Korrektur. Diese wurde in der vergangenen Woche mit einem neuen Verlaufstief bestätigt und das Kursbarometer ist dabei unter seine 200-Tage-Linie gefallen. Die Schwäche zeigt sich naturgemäß auch bei den Einzelwerten. Mit Constellation Energy (ISIN: US21037T1097) und NRG Energy (ISIN: US6293775085) gehörten zwei Branchenvertreter in der vergangenen Woche zu den größten Verlierern im S&P 500. Unternehmensspezifische Nachrichten, die die anhaltende Kursschwäche erklären könnten, lagen nicht vor.

Aus charttechnischer Sicht ist festzuhalten, dass die Aktie von NRG Energy mit den jüngsten Verlusten ebenfalls unter ihre 200-Tage-Linie gerutscht ist. Damit könnten weitere Kursverluste drohen, sofern diese potenzielle Unterstützung nicht zeitnah zurückerobert wird. Der Kurs von Constellation Energy liegt dagegen bislang noch über seinem 200-Tage-Durchschnitt, hat sich dem Indikator für den längerfristigen Trend jedoch ebenfalls deutlich angenähert.

Constellation Energy

NRG Energy

Hannover Rück mit attraktiver Bewertung

Die Aktie der Hannover Rück (ISIN: DE0008402215) zählte in der vergangenen Woche zu den schwächsten Werten im DAX. Die gesamte Branche stand zeitweise unter Abgabedruck, da für die anstehende Vertragserneuerungsrunde niedrigere Preise erwartet werden. Im Januar werden traditionell die Konditionen für Versicherungspolicen neu verhandelt. Die Hannover Rück ist gemessen am Bruttoprämienvolumen der drittgrößte Rückversicherer der Welt. Das Unternehmen deckt alle Sparten der Schaden- und Personen-Rückversicherung ab und ist auf allen Kontinenten vertreten.

Auch wenn das Branchenumfeld derzeit weniger günstig erscheint, könnte dieser Aspekt bereits in der verhaltenen Kursentwicklung der vergangenen Monate berücksichtigt sein. Zudem liegt die Bewertung aktuell auf dem historischen Durchschnitt, was einen Ansatzpunkt bietet, die Aktie daraufhin zu überprüfen, ob sie sich auf dem aktuellen Kursniveau als Value-Investment eignet.

Charttechnisch betrachtet hat sich der Kurs zuletzt dem potenziellen Unterstützungsbereich zwischen etwa 244 und 240 Euro angenähert, in dem die Verlaufstiefs aus September und November 2025 liegen. Entscheidend wird sein, ob in diesem Bereich eine Stabilisierung gelingt. Ein nachhaltiges Unterschreiten dieser Zone könnte hingegen weitere Kursverluste nach sich ziehen.

Hannover Rück

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